Tagesarchiv: 22. November 2010

schnickschnack (85)

grün steht auch für frische. frisch gebackene regisseure und regisseurinnen haben meist nicht das geld für einen ausgewachsenen spielfilm, darum widmen sie sich dem kurzfilm. (was für ein grandioser übergang vom letzten eintrag in diesem blog 😛 ) kurzfilme werden im fernsehen eigentlich nur von den öffentlich-rechtlichen randkanälen gezeigt, obwohl diese filmgattung wunderbare ergebnisse hervorbringt. man schaue bei arte nur ab und zu mal in die sendung „kurzschluss“. versucht man aber kurzfilme auf youtube zu finden, dann sucht man oft vergebens.

bei youtube werden zwar auch, oft mit schlichten mitteln gemachte kurzfilme gezeigt, die auch so einer gewissen berühmtheit gelangen können, aber sie sind nicht zu vergleichen mit den geschichten in professionellen kurzfilmen. also wurde es schon länger zeit, dass im internet eine plattform eingerichtet wird, die es ermöglicht, produzierte kurzfilme länger zur verfügung zu stellen.

solch eine plattform und ständig wachsende datenbank stellt nun das schweizer fernsehen zur verfügung. zu finden ist die sammlung von kurzfilmen unter dem bezeichnenden namen „frischfilm“ (s.o., womit ich also wieder beim „grün“ wäre). für diese plattform gab es auch den grimme online award. eine gute entscheidung, die vielleicht etliche junge regisseurInnen bekannter macht. zu finden ist diese kurzfilm-plattform unter http://frischfilm.sf.tv . vielleicht braucht man dann youtube kaum noch.

schreibidee (192)

was ist gerade beinahe vollständig verschwunden und wird in ein paar wochen in vielen wohnzimmern wieder auftauchen? GRÜN. eine farbe, die frische signalisiert, irgendwie auch staatsmacht und operationen in krankenhäusern. grün changiert gern ins türkise und ins gelbe, je nach mischungsgrad. und es kann so richtig knallig daherkommen, beinahe dem pink ähnlich. also ist es zeit, „grüne geschichten“ in die riege der schreibideen aufzunehmen.

als einstieg in die schreibübung kann man ein paar frische kräuter mit in die schreibgruppe bringen und die teilnehmerInnen auffordern eine einseitige kräutergeschichte zu schreiben. dazu lässt man die kräuter in der gruppe herumgehen. die geschichten werden ohne feedback kurz vorgelesen.

dann werden assoziationen zu grün auf dem flipchart gesammelt. dieses mal wird zwischen nomen und adjektiven unterschieden. anschließend wählen sich die schreibgruppenteilnehmerInnen aus den beiden listen jeweils einen begriff aus. diese sind zusammen die grundlage für ein cluster. aus dem cluster soll eine längere geschichte entstehen, die sich neben der entstandenen idee, immer wieder um die farbe grün dreht. die geschichten werden anschließend in der gruppe vorgelesen und beim feedback wird berücksichtigt, welches wohl die grünste geschichte ist.

zum abschluss kann nun in die farbtöpfe gegriffen werden. grün entsteht ja durch die mischung von blau und gelb. die schreibgruppenteilnehmerInnen sollen nun ein grünes gedicht verfassen. dabei sollten auch blau und gelb eine rolle spielen. in welcher kombination dies geschieht bleibt den schreibenden überlassen. so können sich zum beispiel blaubeere und banane treffen, und aus ihrer romantischen affäre entsteht grüner spargel, oder so.

vor der schreibgruppe sollte der raum grün gestaltet werden, um das thema zu unterstreichen und ein gefühl für eine „grüne atmosphäre“ zu geben. vielleicht kann man die teilnehmerInnen, bei einer länger verlaufenden schreibgruppe, animieren, grüne kleidung zu tragen.