Tagesarchiv: 16. Dezember 2010

selbstbefragung (69) – geschlechterrollen

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um die „geschlechterrollen„.

  • was sind sie, männlich oder weiblich? woran machen sie das fest?
  • wie wäre es für sie, die andere geschlechterrolle einzunehmen? begründen sie.
  • wo sehen sie frauen benachteiligt?
  • wo sehen sie männer benachteiligt?
  • wo benachteiligen sie selber wen? beschreiben sie.
  • warum kommt es, ihrer meinung nach, überhaupt zu benachteiligungen?
  • was darf man ihrer ansicht nach als mann überhaupt nicht machen? warum?
  • was darf man ihrer ansicht nach als frau überhaupt nicht machen? warum?
  • und was machen sie, was man überhaupt nicht machen darf?
  • was lieben sie an der jeweils anderen geschlechterrolle?

schreibidee (197)

diese schreibidee ist für kinder und jugendliche unter 16 jahren nicht geeignet. so oder so ähnlich könnte die vorgabe für die schreibidee lauten, wenn man unter „schmutz“ bestimmte zwischenmenschliche kontaktformen in schriftlicher ausführung versteht. aber der begriff ist ein größerer, der als grundlage für die schreibidee dient. denn es sollen einfach „schmutzige texte“ geschrieben werden.

die schreibidee könnte zum beispiel mit einer kleinen exkursion beginnen. die teilnehmerInnen werden mit digitalkameras bewaffnet (so eine kamera findet sich ja inzwischen in vielen handys) auf die straße geschickt, auf der suche nach schmutz. der wird dokumentiert und anschließend im schreibgruppenraum schnell ausgedruckt oder in eine diashow eingefügt. die teilnehmerInnen wählen sich jeweils eines der bilder aus und schreiben ein einseitiges porträt des schmutzes.

anschließend führen alle eine 30-wort-assoziation zum thema schmutz durch. schwerpunkt dieser assoziation sollen adjektive sein, die den schmutz umschreiben. diese adjektive werden am flipchart gesammelt und zwei oder drei davon suchen sich die schreibenden aus. nun wird ein längerer „schmutziger text“ unter verwendung der ausgewählten adjektive verfasst. dieser text wird in der schreibgruppe vorgelesen und im feedback wird diskutiert, wie der text noch schmutziger gemacht werden kann.

im anschluss werden in der schreibgruppe gemeinsam neue wörter für schmutz und dreck erfunden. dies geschieht in anlehnung an das von georgette dee zu gehör gebrachte wort „liebäh“ oder so. und zum abschluss darf dann von allen schreibgruppenteilnehmerInnen noch einmal so richtig im schmutz gewühlt werden. es ist ein text zu verfassen, der möglichst bei den leserInnen und zuhörerInnen ekel auslöst. sprache kann in diesem zusammenhang bilder zeichnen, die kein kameramann, kein maler in dieser direktheit abbilden kann. es geht bei diesen texten weniger um gewalt, denn um ein bild, das für das menschliche auge unangenehm ist. die texte werden in der abschlussrunde vorgestellt.