Tagesarchiv: 11. Januar 2011

kreatives schreiben und … – übersicht bis 11.01.11

es gab in den letzten jahren eine menge posts zum thema „kreatives schreiben und …“ . wenn die überschrift „kreatives schreiben und begriff“ genau in diesem wortlaut in die suchfunktion des blogs eingegeben wird (also mit dem „und“ ausgeschrieben), kann das post noch einmal gelesen werden. dies waren die themen und begriffe der letzten 2 3/4 Jahre:

absurdes – ärger – alter – anerkennung – außergewöhnliche orte – beziehungen – blickwinkel – comics – depression – der computer – der innere zensor – dialekt – die internationale funkausstellung in berlin – die zukunft – digitale schreibwerkzeuge (1) – digitale schreibwerkzeuge (2) – dunkelheit – elite – emotionen – entschleunigung – entspannungsmethoden – entspannungsübungen – esoterik – experimente – fachwörterbuch – fantasiefiguren – farben – farben (2) – fernsehen – fotografie – fotoobjektive – fragen – freizeitvergnügen – gefahren – gefühligkeit – gegenstände – geld – gelegenheiten – gelesenes – geschenke – geschlechterrollen – großstädte – großveranstaltungen – heldinnen – humor – ideenpool – idole – internet – koerperteile – kombinationen – krankheiten – kreativität – kreativität (2) – kritik – legasthenie – lernen – lesen – liebe – loslassen – lust – lyrik – männer – melancholische stimmung – mimik – nachtleben – nahverkehr – neujahr – nonsens – online-kurse – pausen – poetry slam – putzen – reden schreiben – regelmäßigkeit – reimen – reisen – ruhe – schreibgruppenleitung – schreiborte – schreibspiele – schreibsucht – schreibtisch – schrift – schriftstellerei – selbstdisziplin – sinnfreiheit – songtexte – soziale berufe – spielerisches – sport – stil – stille – stimmungen – stress – subjektivität – textsammlung – tod – träume – trost – überraschungseffekt – uhrzeiten – unausweichlichkeit – unterschied – visuelle medien – vorlesen – vorträge – bei wikipedia – womit verhindert man kreativität? (ohne vorwörter) – wortschöpfungen – wortschöpfungen (2) – zeitbeschränkung – zeitmanagement – zeitschriften

dabei handelt es sich um ca. 110 posts, die sich mit den möglichkeiten und den funktionen des kreativen schreibens auseinandersetzen. in den posts wird zu den hier veröffentlichen schreibideen noch manche weitere entwickelt. manche gedanken mögen sich wiederholen, da ich einfach formuliere, was mich im jeweiligen moment beschäftigt. doch die vielfalt des kreativen schreibens ist damit noch lang nicht erfasst.

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schreibpädagogik und … – übersicht bis 11.01.11

es gab in den letzten jahren eine menge posts zum thema „schreibpädagogik und …“ . wenn die überschrift „schreibpädagogik und begriff“ genau in diesem wortlaut in die suchfunktion des blogs eingegeben wird (also mit dem „und“ ausgeschrieben), kann das post noch einmal gelesen werden. dies waren die themen und begriffe der letzten 2 3/4 Jahre:

abgrenzung – altersunterschied – anregende diskurse – anstrengung – assoziationen – atmosphäre – aufgaben zu zweit – aufgabenverweigerung – autismus – begeisterung – beratung – berufstätigkeit – beteiligung der teilnehmerInnen – bibliotheken – blickwinkel – bloggen – blog und interaktivität – buchtipps – der anspruch von außen – der eigene anspruch – der spielerische umgang mit der sprache – die richtigen momente – die schweiz – e-learning – erzieherInnen – fachliteratur – feedback (1) – feedback (2) – feedback zur schreibgruppe – fernsehen – freude am schreiben – gehirnakrobatik – geschlechter – geschwindigkeit – gesellschaftstheorie – gespräche – gruppendruck – gruppendynamik – gruppengröße – gruppenzusammensetzung – handschriften – ideenpool – interaktivität – klartext – kleingruppen-konflikte – klima – kontrolle – kosten – kreatives chaos – kreativitätsforschung – kulturelle unterschiede – lebenskrisen – lehrbriefe – leitung – lernen (1) – lernen (2) – lernplattform – lesegruppen – loslassen – lust am schreiben – migrationshintergrund – möglichkeitsdenken – motivierung – mut zur fantasie – narzissmus – neugierde – party – planung – politik – praktisch gesehen (ohne „und“) – psychische erkrankungen – psychologisches (1) – psychologisches (2) – schreibberatung – schreibbuffet – schreibgeschwindigkeit – schreibkompetenzen – schreiblust – schreibmotivation – schreibstile – schreibtherapie – schulaufsätze – schule – selbstdarstellung – selbsterfahrung – selbstorganisierte schreibgruppen – selbstreflexion (1) – selbstreflexion (2) – sexuelle orientierung – spielerisches – spontanitaet – sprachen – störungen – strukturierung – supervision – tabu – universitäten – unsicherheit – unterschiede – virtuelle textkritik – warming up – wissenschaften – zeitrahmen

dabei handelt es sich um ca. 100 posts, die sich mit fragen der leitung von schreibgruppen, den gruppendynamiken und den möglichkeiten auseinandersetzen. manche gedanken mögen sich wiederholen, da ich einfach formuliere, was mich im jeweiligen moment beschäftigt. aber so langsam ergibt sich ein bild der schreibpädagogik, das ja auch ständig erweitert werden kann.

schreibidee (204)

jetzt war von so viel kontrolle und selbstkontrolle, von korsetts und vorsätzen, von selbsterwartungen und blockaden die sprache, dass es zeit wird, auch in diesem blog einen befreiungsschlag durchzuführen. weg von den vielen vorgaben und regeln gibt es eine schreibanregung (und in diesem zusammenhang ist der begriff „anregung“ wichtig) zu „unkontrollierten geschichten„.

als erstes sollen sich die schreibgruppenteilnehmerInnen an eine situation ihres lebens, in der sie kontrollverlust erlebt haben. dies können humorvolle begebenheiten sein, wie zum beispiel ein nicht enden wollender lachkrampf sein, aber auch unschöne ereignisse, wie zum beispiel die kontrolle über das auto zu verlieren. diese ereignisse werden auf einer seite niedergeschrieben und in der schreibgruppe als gemeinsame anregung vorgetragen.

anschließend wird zu einer 30-wort-assoziation angeregt, die zu dem begriff „unkontrolliert“ erstellt wird. entweder wird aus einer der assoziationen oder aus mehreren eine geschichte verfasst. da es sich um assoziationen handelt, muss die geschichte nicht automatisch etwas „unkontrolliertes“ haben. die geschichten werden in der schreibgruppe vorgetragen und beim feedback assoziieren wiederum alle teilnehmerInnen, was das gehörte für sie mit „unkontrolliert“ zu tun hat. das kann wiederum sehr von den vorstellungen der autorInnen abweichen.

zum schluss soll nun eine unkontrollierbare geschichte verfasst werden. sie ist ein mix aus freewriting und assoziation. um dies zu erreichen, gibt es einen anfangsbegriff durch die schreibgruppenleiterInnen. es wird nicht lang überlegt, sondern ein absatz, ein anfang der geschichte zu diesem begriff geschrieben. wird ein absatz gemacht, überlegen sich die schreibenden einen assoziierenden begriff zum bisher geschriebenen. dieser begriff bestimmt den nächsten absatz und somit auch den fortgang der geschichte. so wird eine längere zeit immer wieder verfahren. nachdem die fertiggestellte geschichte in der schreibgruppe vorgetragen wurde, resümieren die autorInnen noch kurz darüber, welchen drive die handlung durch die ständigen neuen assoziationen für sie bekommen hat.

schreibberatung und kontrolle

menschen, die in die schreibberatung kommen, üben schon oft sehr viel selbstkontrolle aus und setzen sich unter erwartungsdruck. in der schreibberatung wird versucht, erst einmal das enge korsett an kontroll- und sanktionsmechanismen durch „losschreiben“ abzuschwächen. dabei werden die beraterInnen meist mit der widersprüchlichen situation konfrontiert, dass die ratsuchenden auf der einen seite sich selber streng bewerten und kontrollieren, auf der anderen seite die eigenen ansprüche nicht einhalten können und ausweichhandlungen suchen.

letztendlich arbeitet man dann gemeinsam an zwei fronten. an der einen geht es darum, dass das geschriebene nicht sofort perfekt sein muss, nicht jeden wichtigen gedanken enthalten und vor allen dingen nicht die letzte version sein muss. an der anderen front geht es darum, dass die prioritäten, nämlich der abgabetermin, wieder in den fokus rücken sollte, und somit ein erstellter zeitplan einzuhalten wäre, um spielraum für veränderungen und neue ideen zu haben.

wichtig erscheint mir dabei, dass die eigentlich vorgehensweise die ratsuchenden bestimmen. sie müssen die entscheidung treffen, welche arbeitsweisen und welche schreibtechniken ihnen liegen und ihnen helfen. es macht keinen sinn, wenn schreibberaterInnen ihnen diese entscheidungen abnehmen. geschieht dies, ist die gefahr groß, dass die „anweisungen“ umgangen werden, da sie auf keinem eigenen interesse gründen.

letztendlich geht es bei den beratungen um ein sukzessives umdenken, das auch seine zeit benötigt. umdenken lässt sich am ehesten durch positive erfahrungen mit dem schreiben erlangen. hierfür sind die hier schon oft genannten schreibtechniken ein gutes mittel. denn mit relativ wenig aufwand können aussagekräftige und selbstgeschaffene texte entstehen. die aufgabe von schreibberaterInnen ist keine kontrolle der texte, sondern ein motivierendes und ehrliches feedback. Weiterlesen