Tagesarchiv: 26. Januar 2011

die transmediale aus berlin auf arte.tv – ein tipp

arte hatte schon immer eine recht informative homepage zu den einzelnen filmen und sendungen, die im programm standen. da werden hintergrundinformationen zu themenabenden gegeben oder es gibt links zu weiterführenden seiten im netz. da werden die filme genauer beschrieben und seit einigen jahren können auch etliche sendungen sieben tage lang im internet angeschaut werden.

seit anfang diesen jahres geht arte einen schritt weiter und bietet raum für kreative aus aller welt, um kreatives vorzustellen, abzubilden, zu entwickeln und zu veröffentlichen. zu finden ist die seite unter http://creative.arte.tv . diese seite soll beständig wachsen. sie soll eine interaktive plattform für kreative sein. die anfänge klingen vielversprechend und sehen interessant aus.

und auf dieser homepage findet sich auch in den nächsten tagen „transmediale.tv„. bis jetzt nur mit einem einzigen beitrag vertreten, sollen während der transmediale nächste woche diskussionen, beiträge und filme auf die seite gestellt werden. es lohnt für interessierte an digitaler kunst ein blick auf die seite. zu finden ist sie unter: http://creative.arte.tv/de/space/transmediale_tv/messages/ .

und wenn einem dann die tollen ideen kommen, dann kann man ja versuchen, sie für die kreativseite von arte zu produzieren und sie damit ins netz zu stellen 😉

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schreibidee (208)

im englischen ist leidenschaft damit gemeint, im deutschen auch heftigkeit und energie, gemeint ist die „passion“. wie das bei leidenschaft so ist, liegen freud und leid sehr eng beeinander. doch die passion geht noch einen schritt weiter, sie ist ausdruck eines extrems. hier kann von heftiger freude und heftigem leid gesprochen werden. nicht ohne grund wird das leben von jesus oder christus auch in eine „passionsgeschichte“ gefasst. die heutige schreibanregung bewegt sich auf solch eine geschichte zu.

zum einstieg erstellen die schreibgruppenteilnehmerInnen zwei listen. zum einen fünf dinge, die ihnen momentan größte freude, und fünf dinge, die ihnen größtes leid verursachen würden. danach werden am flipchart situationen oder ereignisse aufgelistet, die beides bedeuten können: freud und leid. es passen zum beispiel einfach begriffe wie liebe, tod oder mut in diesen zusammenhang. alle drei verbindet, dass man sie zwiespältig erleben kann. die trauer über den tod eines geliebten menschen kann gleichzeitig gekoppelt sein mit der freude, dass er nach langem leid endlich einschlafen konnte. oder großer mut, der aber eine katastrophe nach sich zieht.

aus einem begriff soll eine zwiespältige geschichte verfasst werden. dabei darf von den schreibenden tief in die emotionale kiste gegriffen werden. das bedeutet, die dramatik der geschehnisse soll auf die spitze geschrieben werden. denn wer sich genau umschaut wird feststellen, dass uns die bücher fesseln, die große emotionen, dramatik und passion darstellen. man nehme nur „harry potter“, der vor allen dingen von dem zwiespalt zwischen gut und böse lebt und vor allen dingen von den zwei seiten einer medaille in einzelnen protagonisten.

die entstandenen geschichten werden in der schreibgruppe vorgetragen, aber es wird kein feedback gegeben. nach dem vortrag werden die geschichten nämlich an andere schreibgruppenteilnehmerInnen weiter gereicht. diese überarbeiten die geschichte noch einmal, fügen ihre noch mehr dramatik hinzu. entweder durch das steigern des formulierten zwiespalts der gefühle oder durch eine zweite passions-situation, also das hinzufügen einer weiteren dramatik.

diese geschichten werden nun abermals in der gruppe vorgetragen. anschließend wird im feedback diskutiert, wie stark die dramatik der passionsgeschichte wirkt und wo sie noch verstärkt werden könnte. ziel möge es sein, dass die zuhörerInnen vor spannung beinahe zerreissen.