Tagesarchiv: 27. Januar 2011

selbstbefragung (78) – motivation

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um die „motivation„.

  • bei welchen handlungen in ihrem leben erleben sie sich am motiviertesten?
  • brauchen sie belohnung und strafe, um unangenehme dinge umzusetzen?
  • welche handlungen machen ihnen angst, so dass sie sich blockiert fühlen? begründen sie.
  • warum haben sie überhaupt angst in bestimmten situationen? beschreiben sie.
  • wann setzen sie sich am meisten unter druck? und womit?
  • welche tätigkeiten gehen sie am entspanntesten an?
  • bei wem können sie sich hilfe holen, wenn einmal etwas schwer fällt?
  • wie hoch sind ihre erwartungen an sich selbst? warum?
  • welche gründe haben sie, dinge zu tun, die ihnen überhaupt keinen spaß machen?
  • welche dinge könnten sie eigentlich sein lassen, da sie ihnen überhaupt keinen spaß machen, sie sie aber trotzdem tun?
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schreibberatung und motivationshilfe

wer sich in der schreibkrise befindet hat ein problem: er/sie findet schwer einen weg, zu schreiben. teilweise wird überhaupt nicht mehr geschrieben. da hilft es in einer schreibberatung wenig, darauf hinzuweisen, dass beim schreiben ja nichts passieren kann, dass man sich nur zusammenreissen müsse und schon könnte etwas geschrieben oder dass draußen die sonne scheint und alles halb so schlimm ist. schlichte motivierungsstrategien helfen bei schreibkrisen oft nicht weiter.

ein mensch in einer schreibkrise unterscheidet sich nicht sehr von jemandem mit einer depressiven verstimmung (eventuell geht die schreibkrise sogar mit einer depressiven verstimmung einher). für die ratsuchenden gibt es viele gute gründe, weshalb das mit dem schreiben nicht gut gehen kann. ob es die wichtigen anderen dinge sind, die erledigt werden müssen, oder ob es die vorstellung „dass es ja sowieso nicht bringe“ ist, argumentativ ist in der beratung schwer dagegen anzukommen. doch wie nun motivieren oder techniken zur selbstmotivierung an die hand geben?

letztendlich sollte den menschen in schreibkrisen gezeigt werden, dass es effekte gibt wenn sie schreiben, die sich für sie gut anfühlen. so empfiehlt es sich zum beispiel, gemeinsam eine kleine schreibübung zu machen und über das erfolgserlebnis, seit langem wieder etwas geschaffen zu haben, zu reflektieren. oder aber man ergründet gemeinsam, womit die haltung, dass jeder weitere schriftliche schritt sowieso nichts bringe. im anschluss kann man eine kleine schreibanregung durchführen, die zeigt, dass es eventuell doch etwas bringt.

bei der selbstmotivierung ist es noch ein wenig schwieriger. mancher schwört auf belohnen und bestrafen. wenn ein text geschrieben wurde, etwas verfasst wurde, dann macht man sich kleine geschenke, indem man sich etwas kauft oder auch eine auszeit erlaubt. andere schwören auf den effekt des kurzen und zeitlich sehr überschaubaren freewriting, das den effekt der regelmässigkeit hat. jeden tag fünf minuten und der schritt zu etwas längeren schreibphasen fällt nicht mehr so schwer. wiederum andere empfehlen, es wie ein sportprogramm zu betrachten, und im laufe der zeit schriftliche fitness entlang eines trainingsplans zu erreichen.

hier kann in der schreibberatung nur individuell geschaut werden, Weiterlesen