Monatsarchiv: Februar 2011

selbstbefragung (85) – freizeit

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um die „freizeit„.

  • haben sie genug freizeit? warum?
  • wie viel freizeit hätten sie gern?
  • was machen sie in ihrer freizeit? beschreiben sie.
  • verschränken sich bei ihnen arbeitszeit und freizeit? warum?
  • wann kommen sie richtig zur ruhe? was benötigen sie dafür?
  • können sie etwas mit dem begriff freizeitstress anfangen? warum?
  • mit wem verbringen sie am liebsten ihre freizeit?
  • haben sie in ihrem leben zu viel gearbeitet? wer hat ihnen gesagt, dass sie das tun sollen?
  • welches hobby würden sie gern noch haben?
  • welches hobby macht ihnen in ihrer freizeit am meisten spaß?

schnickschnack (88)

manchmal ist werbung einfach nur lustig. lustig, schräg und interaktiv. wenn man dann auch noch schreiben darf, dann ist dies ein bonbon für die freunde dieses blogs. tipp-ex hat da etwas ins netz gestellt, das einfach nur ein großer spass ist. plötzlich wird das filmchen schauen zum schreibspiel.

man besuche die seite http://www.youtube.com/user/tippexperience . sehe sich den werbegag an und trage dann worte ein. empfehlen kann ich schon mal „schreiben“ und „fucks„. aber es gibt noch viel mehr. einfach mal ausprobieren und sich nicht zu sehr an den grammatik-regeln oder an der deutschen sprache festhalten. die freunde der seite geben ein paar hinweise, was noch alles möglich ist.

da lacht der berliner bär 😉

web 2.0 und usability

wir surfen inzwischen täglich durch das internet. den meisten menschen bleibt gar nichts anderes übrig, da sie in ihrem job das netz beständig nutzen müssen. will man dann noch preiswerter bahn fahren, fliegen oder dinge erstehen, dann kommt man um das web überhaupt nicht drumherum. also besucht man beständig irgendwelche homepages und verwendet einen teil seiner lebenszeit für das suchen.

suchmaschinen verkürzen ein wenig die zeit auf dem weg zur richtigen homepage, zum sinnvollen beitrag. doch oft genug landet man auf einer seite, die zwar chic aussieht, aber nicht die informationen liefert, die sie gesucht haben. doch, wahrscheinlich liefert die seite sogar die informationen, aber sie finden sie nicht. in kürzester zeit verliert man die geduld. man wechselt auf eine andere seite, die ein ähnliches angebot machen soll. doch diese seite flickert und flackert, dass einem ganz schwindelig wird. nur die informationen sind nicht aufzutreiben, die man benötigt.

so kann es sich lang hinziehen, bis man ein brauchbares ergebnis gefunden hat. und man fühlt sich schnell an den nicht-virtuellen alltag erinnert. der automat des öpnv weigert sich konsequent den geldschein zu nehmen, die supermarktkasse kann keine verbindung zum bankkonto herstellen, der dvd-rekorder lässt sich immer noch nicht so programmieren, wie es die anleitung verspricht und die kaffeemaschine fordert einen ständig auf, den kaffeesatzbehälter zu lehren.

technik wird immer noch alles andere als nutzerfreundlich entworfen und umgesetzt. warum sollte das beim web 2.0 anders sein? die möglichkeiten, die eine einzelne homepage inzwischen bietet und die man nutzen kann, ohne größere programmierkenntnisse zu haben, nehmen beständig zu. doch das gestaltet die seiten nicht übersichtlicher. aus jeder ecke quillt information, nützliche und überflüssige. die suchfunktion muss gesucht werden Weiterlesen

schreibberatung und freizeit

schreibkrisen fressen zeit, vor allen dingen freizeit. denn die schreibkrise verlängert den arbeitsprozess. die ausweichhandlungen führen zwar zu einer ordentlichen wohnung, zu gewaschener wäsche und zum auffüllen der speisevorräte, aber eben nicht dazu, zwischendurch zu entspannen. das unangenehme an schreibblockaden sind die ständigen gedanken im hinterkopf.

man weiß, man sollte etwas tun, man sollte eine abschlussarbeit, eine semesterarbeit oder einen bericht schreiben, doch man schiebt es auf. aber der gedanke daran, dass etwas zu tun ist, verschwindet nicht so einfach. wenn man sich zwischendurch vergnügungen hingibt folgt mit großer wahrscheinlichkeit kurz darauf das schlechte gewissen, dass man wieder mal nicht das getan hat, was man tun sollte. und schlechtes gewissen ist per se unangenehm, ja es stresst.

die schreibberatung kann in diesem zusammenhang eine andere zeitrechnung offerieren. erst einmal benötigt es für den einstieg in den schreibfluss nicht viel zeit. das bedeutet, dass man etwas getan hat, das schlechte gewissen also reduziert werden kann, und doch nicht viel zeit verbrauchte, also freizeit übrig bleibt. wenn die freizeit in ruhe genossen werden kann, dann ist die chance, sich entspannter an die schreibaufgabe zu setzen, recht hoch.

natürlich kommt irgendwann die phase, wenn recht viel geschrieben werden muss. und sicherlich bleibt dann nicht mehr so viel freizeit übrig. aber auch dafür kann in der schreibberatung eine andere perspektive eröffnet werden. das konzentrierte und intensive schreiben verhindert viele ausweichhandlungen, die viel mehr zeit fressen würden. man kann sich also strategisch verhalten. man kann sich sagen, dass eine intensive schreibzeit zwei positive effekte hat: erstens benötigt man insgesamt weniger zeit und das schlechte gewissen verschwindet. und zweitens stellt sich der positive erfolg, nämlich der geschaffte abschluss oder die abgegebene arbeit, ein. es gibt also eine belohnung für die anstrengung.

natürlich kann man auch für sich entscheiden, bestimmte aufgaben nicht auszuführen, studiengänge abzubrechen oder abgabefristen zu verlängern. Weiterlesen

web 2.52 – alert box von jakob nielsen

es gibt einen weiteren usability-experten, also jemand, der sich mit der lesbarkeit von homepages auseinandersetzt. auch wenn man seine webseite besucht, hat man erst den eindruck, auf einer sehr schlichten seite gelandet zu sein. eine weitere seite, die auf das wesentliche reduziert ist. ob dies nun das lesen leichter macht oder nicht, ist schwer zu sagen, denn „das auge isst mit“. aber gehaltvoll ist die homepage von jakob nielsen auf alle fälle: siehe http://www.useit.com/ .

über etliche jahre hat jakob nielsen sich in seiner „alert box„, einer kolumne zur usability im web, gedanken gemacht über veränderungen, verbesserungen und formen der nutzerfreundlichkeitstests. die liste der kolumnen ist über seine homepage erreichbar. dabei erstaunt, dass das internet zwar ein schnelllebiges wie, die entwicklungen des web 2.0 zeigen. doch die aussagen zur nutzerfreundlichkeit haben sich nicht überlebt. an der auffassungsgabe des menschen ändert sich so schnell nichts.

die kolumne gibt es auch deutschsprachig auf einer homepage von „the swiss usability center„. einfach mal die überschriften überfliegen und für sich auswählen, was einem als tipp hilfreich oder sinnvoll erscheint. vielleicht wird das web im laufe der zeit für uns alle dann ein wenig lesbarer, wenn so mancher tipp umgesetzt wurde. zu finden ist die deutschprachige variante unter http://www.usability.ch/Alertbox/main.htm .

schreibidee (219)

im web wird viel gelesen. im gegensatz zu büchern und zeitungsartikeln (obwohl bei diesen der unterschied nicht so groß ist) werden im internet meist nur häppchen gelesen. und die besucher einer homepage haben sich meist schon durch die vorgeschaltete suchmaschine die rosinen aus dem angebot rausgepickt. wiederum die betreiber eines blogs oder einer homepage möchten möglichst viele rosinen anbieten, damit viele besucher ihre seiten besuchen. es besteht ein gravierender unterschied zwischen texten im netz und texten in gedruckter form. darum soll diese schreibidee zum verfassen von „blog/web-texten“ anregen.

wenn es technisch umsetzbar ist, surft die schreibgruppe gemeinsam im netz. vor dem treffen der schreibgruppe wurden alle teilnehmerInnen aufgefordert die webadresse ihres internet-favoriten mitzubringen. sie sollen also eine seite benennen, auf der sie am liebsten lesen. diese seiten werden gemeinsam kurz hintereinander besucht (und mit einem beamer für alle einsehbar gemacht). zu jeder seite notieren sich die schreibgruppenteilnehmerInnen zwei plus- und zwei minus-aspekte. anschließend verfassen sie einen text, wie die ideale homepage, der ideale blog für sie sein sollte. was sollte geboten werden? wie sollte es aussehen? die nicht länger als anderthalb seiten umfassenden texte werden vorgetragen.

nun werden die teilnehmerInnen aufgefordert, das gegenteil von dem zu machen, was man eigentlich beim kreativen schreiben macht: sie sollen ihren inneren zensor anwerfen und sich gedanken machen, was die leserInnen von ihrer idealen homepage eigentlich erwarten würden. welche rosinen könnten sie auf ihrer seite, in ihrem blog verstecken. mindestens 10 rosinen sollen mit jeweils drei beschreibenden sätzen notiert werden. die rosinen werden nicht vorgestellt, da dies den rahmen der schreibgruppe sprengen würde.

die schreibgruppenteilnehmerInnen wählen die rosine, die ihnen am erfolgversprechendsten erscheint aus und schreiben einen text, der nicht länger als 500 wörter sein sollte. die texte werden in der gruppe vorgetragen und alle teilnehmerInnen geben beim feedback auf einer skala von eins bis zehn an, ob sie den text im netz lesen würden.

zum abschluss werden die texte mit jeweils 20 stichworten in einen extra eingerichteten blog gestellt. nach einer woche kann anhand von statistiken geprüft werden, wie groß das interesse am geschriebenen war. (natürlich macht es keinen sinn, wenn man ständig seine eigenen texte zuhause aufruft.) und es besteht die möglichkeit, den blog weiterhin mit texten aus der schreibgruppe zu bespielen. es gibt noch eine reflexionsrunde, wie es sich anfühlt als dienstleisterInnen zu schreiben.

schreibidee (218)

auch so ein gebiet, in dem sich viele menschen entschuldigen. doch die gesellschaft diskutiert es beinahe zynisch. menschen, die hartz IV benötigen, entschuldigen sich überwiegend für ihre bedürftigkeit. die wenigsten legen es auf eine gesellschaftliche unterstützung an. doch es wird exakt entgegengesetzt diskutiert. es wird immer wieder betont, wie teuer es einen kommt, wenn der hartz-IV-satz erhöht werden muss. das ist absurd. es wird ein szenario vermittelt, das die empfänger problematisch erscheinen lässt. darum soll sich diese schreibanregung „hartz-IV-geschichten“ widmen.

als einstieg werden die schreibgruppenteilnehmerInnen aufgefordert, zu notieren, was sie mit 5 euro im monat machen würden. was kann man sich davon leisten. ausnahmsweise darf das dann auch auf 12 monate hochgerechnet werden, aber erst ab april, also 60 euro zum jahresende. die anschaffungen werden am flipchart gesammelt. nun wählt man sich eine anschaffung aus und schreibt eine kurze zweiseitige geschichte drumherum. warum ist diese ausgabe so notwendig? warum braucht ein mensch das bezahlte so dringend? es kann sich um die stromrechnung aber auch ein paar schuhe handeln. die geschichte dahinter ist zu schreiben.

anschließend soll die angst vor dem gesellschaftlichen abstieg thematisiert werden. alle teilnehmerInnen notieren zehn sätze, die in die vorgabe „ich …, damit ich nicht auf hartz IV angewiesen bin.“ eingefügt werden. die jeweiligen sätze werden kurz vorgetragen. dann wählen die schreibgruppenteilnehmerInnen einen satz aus und schreiben eine längere geschichte über die angst, die im hintergrund zu teilweise absurden verhaltensweisen führen kann. diese geschichten werden in der gruppe vorgetragen und beim feedback wird betrachtet, wie realistisch diese existenzangst geschildert wurde.

zum abschluss wird soll ein gesellschaftliches gegenkonzept zur hartz-IV-versorgung entworfen werden, eine utopie. so könnte zum beispiel jeder mensch mit arbeit eine patenschaft für bedürftigere übernehmen und pro monat mindestens 10 euro von seinem einkommen zur verfügung stellen. dieses wird direkt überwiesen. da es mehr nicht-empfänger als empfänger von hartz IV gibt, erhalten menschen in finanziellen schwierigkeiten mindestens 20 euro zuschlag zu ihren bezügen pro monat. die patenschaften werden von den gewerkschaften organisiert und die bürokratie dazwischen fällt weg. die alternativvorschläge und utopien sollten jeweils in ein hartz-IV-manifest geschrieben werden. die manifeste werden am ende des schreibgruppentreffens vorgetragen.

schreibberatung und nicht entschuldigen

wenn jemand bei uns professioneller hilfe oder beratung benötigt, dann liegt oft eine entschuldigung auf den lippen, warum dies notwendig ist. es fällt immer noch schwer, damit zu leben, dass man nicht alles im griff hat, es der hilfe durch andere bedarf.

als die gesellschaft noch solidarischer war, war es eine selbstverständigkeit, dass man sich für dinge, die man nicht selber leisten kann, unterstützung sucht. oft erhielt man die unterstützung aus dem privaten umfeld, schloss man sich zu gruppen und vereinigungen zusammen. heute ist aus hilfe und unterstützung die welt der dienstleistungen gewachsen. dienstleistungen sind auch ein zeichen einer entsolidarisierten gesellschaft.

aber es gibt die unterstützung. und auch wenn sie etwas kostet, so ist sie doch voll und ganz auf den kunden ausgerichtet. es spricht sich schnell rum, wenn eine dienstleistung schlechten service bietet. der anbieter kann sich dann nur halten, wenn er beinahe-monopol-stellungen inne hat, wie die bahn. jedenfalls kann man sich die unterstützung suchen.

doch je mehr der mensch im glauben aufwächst, er sei für all seine situationen, für seinen lebenserfolg selbstverantwortlich, um so schwerer fällt es ihm, zuzugeben, dass er unterstützung benötigt. also entschuldigt er sich. meist erst einmal bei den dienstleisterInnen, zum beispiel den schreibberaterInnen. er entschuldigt sich dafür, dass er seine texte, sein schreiben nicht allein bewältigt. er nennt diverse gründe, warum das gerade auch nicht gehen kann.

dabei verliert der/die ratsuchende aus den augen, dass jeder mensch in solch einer situation landen kann. jeder mensch kann keine lösung und keine möglichkeiten mehr für seine schwierigkeiten sehen. Weiterlesen

vorschläge für den grimme-online-award jetzt einreichen!

und wenn ich schon gerade bei der nutzerfreundlichkeit bin. schlagen sie doch einfach die homepage, die ihnen am besten gefällt, die sie am brauchbarsten, spannendsten oder buntesten finden, für den grimme-online-award vor.

ich habe hier schon einige websites vorgestellt, die in den letzten jahren preise beim grimme-online-award gewonnen haben. der digitale ableger des grimme-preises bietet immer wieder eine tolle auswahl bei den preisträgern an. es können aber nur die seiten prämiert werden, die auch bekannt sind und vorgeschlagen wurden. und hier darf ruhig erst einmal der persönliche geschmack regieren.

ob die jury dann dem vorschlag folgt, das kann man nicht wissen. aber je toller sie eine seite finden, um so wahrscheinlicher ist es, dass auch anderen menschen diese homepage gefällt. darum keine hemmungen, ihre vorschläge können hier bis 15ten märz eingereicht werden: http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=1192 .

und dann wird es spannend!

„don´t make me think!“ von steve krug – ein buchtipp

homepage, blogs und andere webauftritte werden gemacht, damit möglichst viele menschen einen blick darauf werfen. man geht nicht an die öffentlichkeit, um nicht wahrgenommen zu werden. alle macherInnen von webauftritten freuen sich, wenn sie verlinkt, kommentier, zitiert oder besucht werden. nicht ohne grund werden im hintergrund ständig statistiken geführt, werden weltweit rankings von homepages erhoben und wird die verweildauer festgestellt.

menschen lassen sich im internet auf verschieden arten anlocken. doch im vordergrund steht neben dem inhalt die usability (anwenderfreundlichkeit), die die besucher (user) bindet und weiterlesen lässt. wir menschen sind schon beim layout von zeitungen kritisch, aber laut untersuchungen bei homepages noch viel kritischer und ungeduldiger. baut sich eine seite langsam auf, finde ich nicht die sachen, die mich interessieren, bleibe ich meist auch nicht lang und komme wahrscheinlich nie wieder. das möchte kaum jemand.

schon vor etlichen jahren ist ein buch erschienen, das hilfe gibt bei der gestaltung einer website, um die anwenderfreundlichkeit zu erhöhen. steve krug hat das buch „don´t make me think! – web usability – das intuitive web“ veröffentlicht. und das buch hat, im gegensatz zu den schnellen technischen entwicklungen, nichts an aktualität verloren. wir bewegen uns genaus sprunghaft, unklar und überfliegend durch das große virtuelle netz, wie damals. steve krug greift all die vielen bedürfnisse der user auf und versucht eine grafische und strukturelle umsetzung zur befriedigung der bedürfnisse vorzuschlagen.

da aber auch er nicht sicher weiß, was, welcher besucher auf welcher homepage haben und erleben möchte, bietet er eine vorgehensweise zum testen der usability an, die jeder mensch durchführen kann. es war auch nach beinahe drei jahren intensiver weberfahrung noch einmal spannend, die aspekte der nutzerfreundlichkeit so geballt beschrieben zu bekommen. da schaut man seine eigenen seiten ganz anders an. da fragt man sich noch stärker, was möchten meine leserInnen eigentlich hier finden? und man ändert manches ein wenig.

der autor unterwirft auch das buch der nutzerfreundlichkeit. er formuliert kurz, knapp und sehr verständlich, wie man eine homepage umgestalten kann, damit sie noch angenehmer beim besuch wirkt. blog-software kommt vielen positiven kriterien schon sehr nahe. doch auch hier kann der blick noch intensiver werden. für menschen, die ihren webauftritt für die nutzer interessant machen möchten, kann ich dieses buch nur empfehlen. testen sie ihre vorstellungen einer guten seite bei anderen, sie werden erstaunt sein. die deutschsprachige zweite auflage des buches ist bei redline in heidelberg 2006 erschienen. ISBN 978-3-8266-1595-5

web 2.51 – schreibMut-blog

auch diese jahr schreiben wieder erstsemersterInnen des berufsbegleitenden masterstudiengangs „biografisches und kreatives schreiben“ der alice-salomon-hochschule berlin in ihrem eigenen blog. und auch dieses mal sind die text, die von den studierenden angeboten werden ganz anders. es zeigt sich abermals: wird die weltöffentlichkeit betreten, dann ergibt sich eine große palette an ideen und kreativen umsetzungen.

vorgaben gibt es keine, die gestaltung ist frei. einfach nur einmal für sich das bloggen ausprobieren. danach kann man zum schluss kommen, „meines ist das nicht“. aber man kann auch entscheiden, ich habe noch mehr schriftliches, das ich der öffentlichkeit präsentieren möchte. nun weiß man, wie es geht. spannend an dieser erfahrung ist, die ich hier im schreibschrift-blog auch im rahmen des studiengangs das erste mal gemacht habe, dass man mehr darüber nachdenkt, was man anderen mitteilen möchte.

sonst bewegt man sich in diesem fernstudiengang auf einer geschützten lernplattform, schreibt sich gegenseitig texte und feedbacks mit menschen, die man immer näher kennenlernt. doch dieses mal schreibt man für ein anonymes publikum. wer die erfahrung vorher noch nicht gemacht hatte, verlegt sich das erste mal selber. ganz gelassen ist dabei kaum jemand. (nur die freunde und freundinnen von facebook etc. kennen den zustand, öffentlicher zu werden.)

es kann gern mal nachgelesen werden im schreibMut-blog, auch bei lust kommentiert werden, unter http://schreibmut.wordpress.com . viel spaß.

web 2.0 und entschuldigungen

das internet füllt sich minütlich mit persönlichen statements. abseits der ganz subjektiven befindlichkeiten, die ausgebreitet werden und manchmal detailversessen sind (heute habe ich … gefrühstückt), wird stellung zu allen gesellschaftlichen fragen bezogen. es werden filme, musik, bücher, theaterstücke, fernsehprogramme und personen des öffentlichen lebens bewertet, kritisiert oder gefeiert. und wie sich in den nordafrikanischen ländern gezeigt, wird politik gemacht, werden ganze gesellschaften umgewälzt, ganze systeme und regime verändert.

es zeigt sich, dass das geschriebene wort weiterhin macht hat, auch wenn alle welt von der visualisierung der gesellschaften schreibt und spricht. ohne ein paar geschriebene worte, ohne aufrufe, ohne geschriebene statements erreichte man nur die halbe wirkung. doch gerade bei den kritiken und statements verrutscht im web 2.0 gern mal die sprache. geschriebene gewaltige worte treffen manche(n) härter als daher gesagtes. die äußerungen lösen reaktionen aus, die wieder über kommentare oder eigene posts einen diskurs entfachen.

besonders schön kann man das bei diskussionsforen über computer- oder digitale anwendungsprobleme feststellen. plötzlich geht es nicht mehr um das eigentliche problem. es geht um die kenntnisse der person, es geht um die fähigkeiten oder um das auffassungsvermögen. und der rest des forums streitet sich dann über tonfall, die umsetzung der problemlösung und die verteidigung der eigenen kompetenzen. hier wird es persönlich.

manche schreibenden mögen kurz darauf, wenn sie noch einmal ihr statement durchlesen, feststellen, dass sie zu stark formuliert haben, dass sie sich getäuscht haben, dass es einen schritt zu weit ging. aber man findet selten im internet, dass sich jemand für das geschriebene entschuldigt. eher das gegenteil ist der fall: man legt noch einmal nach, wenn man kritisiert und angegriffen wird. anscheinend schafft die virtuelle distanz einen rahmen, hinter dem man sich verstecken kann.

das bietet vorteile (siehe nordafrika) aber auch den nachteil, dass oft genug gegenseitige verletzungen im internet stattfinden. Weiterlesen

schreibidee (217)

kalt ist es in berlin, arschkalt. aber die sonne gibt ein vorgefühl von frühling. alle lechzen, wie jedes jahr, nach wärmeren zeiten, danach, dass ein leben außerhalb der vier wände wieder möglich wird. kaum wärmer, bieten sich noch mehr freizeitvergnügen als in der kalten jahreszeit. manche verlagern die küche ins grüne und grillen sich zu tode. andere besuchen die wildnis, jehen ins jrüne. familien besuchen gern mal einen park, der ihnen die freizeit bespielt. diese schreibanregung dient dazu, einen individuellen park in worte zu fassen. „mein freizeitpark“ ist das motto.

als einstieg wird von allen schreibgruppenteilnehmerInnen ein ranking ihrer liebsten freizeitvergnügen erstellt. dazu dürfen auch nasebohren und sex gehören. diese liste soll eine ganz persönliche liste der vorlieben sein. und wie das bei architektonischen planungen auch der fall ist. zu jedem freizeitvergnügen werden fünf zeilen notiert, welche dienstleistungen und räumlichkeiten oder orte notwendig sind, um das freizeitvergnügen umzusetzen. alle teilnehmerInnen setzen ihre fünf favoriten in der schreibgruppe vor.

anschließend wird das schreiben für kurze zeit unterbrochen und alle bekommen große blätter, ein paar farbige stifte und werden aufgefordert, ihren persönlichen freizeitpark einmal grob aufzuzeichnen. aus was würde er sich zusammensetzen? in welche landschaft oder in welchen park wären alle vergnügen zu integrieren? wie sehen die gebäude aus, die vergnügen bereiten sollen? wenn die parks gemalt wurden, notieren alle schreibgruppenteilnehmerInnen eine ausführlichere beschreibung ihres parks. bild und beschreibung werden der schreibgruppe vorgestellt. es gibt erst einmal kein feedback.

denn nun soll ein werbetext für den persönlichen freizeitpark geschrieben werden. preisen sie ihren park an. was bietet er alles, warum ist es unumgänglich seine freizeit so zu gestalten, wie sie es vorschlagen? welchen benefit hat man, wenn man den park besucht? der werbetext sollte nicht zwei seiten überschreiten. anschließend wird eine große werbeveranstaltung ins leben gerufen. alle teilnehmerInnen der schreibgruppe bieten ihren persönlichen park an. in der feedbackrunde werden nicht nur die texte beurteilt, sondern alle teilnehmerInnen geben ein statement ab, ob sie den park besuchen würden.

und sollte noch genug zeit zur verfügung stehen, könnte man einen großen gemeinsamen park entwerfen, der für alle schreibgruppenteilnehmerInnen attraktiv wäre.

schreibidee (216)

in beziehungen ist das entschuldigen manchmal schwierig. man glaubt, die eigene position aufzugeben und eine schwäche in der machtkonstellation zu offenbaren. darum kommt das „entschuldigung“ einfach nicht über die lippen, obwohl man die restliche zeit mit einem schlechten gewissen rumläuft. in der schreibidee (130) wurden schon anregungen für entschuldigungstexte gegeben. doch die lassen manchen konflikt größer erscheinen als er war. darum soll dieses mal eine anregung für „sorry-gedichte“ gegeben werden. die gedichtform entschärft ein wenig die ernsthaftigkeit der entschuldigung, zieht die situation aber nicht ins lächerliche.

als einstieg werden zehn sätze mit dem anfang „sorry für …“ von allen schreibgruppenteilnehmerInnen geschrieben. diese texte werden nicht vorgelesen, erhalten aber durch die wiederholung des satzanfangs schon beinahe gedicht- oder gebetsstruktur. die sätze können an mehrere oder eine person gerichtet sein, und bei manchen teilnehmerInnen kann sich das gefühl von unterwürfigkeit einschleichen. es darf ausdrücklich auch humorvoll nach entschuldigungen gesucht werden. das wörtchen „sorry“ strahlt schon etwas gelassenheit aus.

darum der zweite schritt: es wird ein einseitiger text mit der überschrift „was wäre so schlimm daran, wenn ich mich entschuldige?“ verfasst. diese texte werden jedoch in der schreibgruppe vorgetragen. dadurch kann sich noch einmal über die beweggründe für entschuldigungen ausgetauscht werden. anschließend wählen alle teilnehmerInnen jeweils den gewichtigsten satz aus ihren zehn „sorry-sätzen“ aus. zu diesem satz verfassen sie ein elfchen, einen schneeball und ein haiku. die drei kleinstgedichte werden in der gruppe ohne feedback vorgetragen.

im letzten schritt werden aus den kleinstgedichten ein längeres gedicht formuliert. vorgabe ist es nicht, dass es sich reimen müsste. einzige vorgabe ist es, dass die erste zeile mit dem wort „sorry“ beginnen muss. das gedicht kann eine begebenheit wiedergeben, kann die beweggründe für das fehlverhalten beschreiben oder kann einfach nur eine rhythmisch formulierte entschuldigung sein. das letzte wort des gedichts muss dann auch noch einmal „sorry“ sein. die gedichte werden in der schreibgruppe vorgetragen und beim feedback formuliern die schreibgruppenteilnehmerInnen zusätzlich, ob sie die entschuldigung annehmen würden und wie ernsthaft das gedicht auf sie wirkt.

schreibpädagogik und entschuldigen

eine etwas seltsame überschrift. man muss sich ja für eine schreibgruppenteilnahme oder eine schreibgruppenleitung sowieso nicht entschuldigen. also was hat das entschuldigen mit den angeboten zum schreiben, zum schreiben können, zu tun?

eine sehr beliebte form, den eigenen text in gruppen vorzutragen, besteht darin, eine erklärung oder eine untertreibung voranzustellen. als erste reaktion tritt bei den anderen teilnehmerInnen oft das gefühl, es gehe um fishing-for-compliments, auf. man erklärt seinen text vorher schon einmal für nicht so gelungen, benennt knackpunkte und vorweggenommene urteile. man macht für das in den eigenen augen mittelmäßige ergebnis die knappe zeit, den gerade vorherrschenden persönlichen stress oder auch nur die tagesform verantwortlich.

eigentlich entschuldigt man sich für seinen eigenen text, den man den anderen zu gehör bringt. damit senkt man die erwartungen und versucht einer kritik vorzubauen. im gleichen atemzug macht man aber seine eigene kreative schöpfung zunichte und wertet sie ab. ich mache mich klein und überhöhe die anderen zum jüngsten gericht. ich nehme vermutetes feedback vorweg. durch die entschuldigung, mache ich es anderen schwer, sich gelassen mit meinem text auseinanderzusetzen. sie sind aufgefordert, mir zu widersprechen, wenn sie den text nicht so schlecht finden, wie ich ihn beschrieben habe.

durch das entschuldigen setzt man andere schreibgruppenteilnehmerInnen und die gruppenleitung unter druck. ähnliches suggerieren gruppenleitungen, die schon zu beginn zu verstehen geben, dass sie dieses mal leider schlecht vorbereitet sind oder dass ihre tagesform eingeschränkt ist. es geht nicht darum, unterstützung durch die gruppe zu erfahren, es geht darum, jegliche kritik im keim zu ersticken. denn was kann man darauf noch sagen? wer sagt schon „ja aber du bist die gruppenleitung, du müsstest vorbereitet sein.“? das mag man denken, doch offen ausgesprochen wird es selten.

eigentlich hätte der titel dieses post „schreibpädagogik und nicht-entschuldigen“ lauten müssen. denn es geht mir darum, zu zeigen, wie man als leitung oder als teilnehmerIn diese vorgehensweise aushebeln kann. man könnte mit einer überspitzung der situation reagieren und sagen: „ja, dann lies doch deinen schlechten text vor. wir haben keinen zweifel daran, dass der wieder nichts geworden ist, so wie wir das schon von dir gewöhnt sind.“. Weiterlesen

„die schreibfitnessmappe“ von ulrike scheuermann – eine buchankündigung

im märz 2011, erscheint das übungsbuch zu fragen des beruflichen schreibens. ulrike scheuermann hatte vor ungefähr zwei jahren ihr schreibförderndes buch „wer reden kann macht eindruck, wer schreiben kann macht karriere“ veröffentlicht. (die rezension findet sich hier: https://schreibschrift.wordpress.com/2009/05/08/wer-reden-kann-macht-eindruck-wer-schreiben-kann-macht-karriere-ein-buchtipp/ ).

im vorangegangenen buch finden sich schon reichlich tipps und anregungen, wie mit dem schreiben im beruflichen kontext umgegangen werden kann. was mache ich, wenn mir für den bericht gerade nichts einfällt? wie finde ich die angemessene sprache in meinen geschäftlichen mails? wie erzeuge ich in meinem berufsleben einen schreibfluss? diese und viele weitere fragen werden in dem buch behandelt.

doch nun erscheint ein buch, prallvoll mit übungen, anregungen zum praktischen training und beispielen über die umsetzung. das buch „die schreibfitnessmappe: 60 checklisten, beispiele und übungen für alle, die beruflich schreiben.“ lässt erwarten, dass nach dessen lektüre so etwas wie „schreiblust“ (auch im berufsalltag) entstanden ist. dass man sich nicht beständig mit beruflichen texten quält.

weitere informationen und einen ersten einblick erhält man auf der homepage von ulrike scheuermann unter http://www.ulrike-scheuermann.de/pdfs/Flyer_DieSchreibfitnessmappe_Scheuermann_2011.pdf . das buch erscheint im linde verlag in wien. ISBN 978-3-7093-0332-0 . mitte märz wird das buch in berlin präsentiert und vorgestellt. näheres dazu demnächst hier.

selbstbefragung (84) – entschuldigungen

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „entschuldigungen„.

  • mit wem würden sie sich gern wieder versöhnen? warum?
  • bei wem sollten sie sich entschuldigen, schaffen es aber nicht? beschreiben sie.
  • wer muss sich noch bei ihnen entschuldigen? warum?
  • wie gehen sie damit um, wenn keine entschuldigung kommt, obwohl sie sie erwarten?
  • wann versäumten sie, sich zu entschuldigen, und jetzt herrscht unversöhnlichkeit? warum?
  • wie entschuldigen sie sich am liebsten?
  • wann ist versöhnung für sie am schönsten?
  • wie lange warten sie, bis sie den kontakt abbrechen? warum warten sie so lang?
  • sind sie zu empfindlich?
  • können sie ihrem gegenüber eine blöße zeigen? wann geht das nicht?

kreatives schreiben und entschuldigungen

so, da sitzt man nun und möchte eine entschuldigung schreiben. eigentlich steht schon fest, für was man sich entschuldigen sollte. aber der einstieg klappt nicht. es ist so verteufelt schwer, die richtigen worte zu finden. dabei würden wahrscheinlich zwei, drei einfache sätze genügen, um sich zu entschuldigen. man möchte noch ein wenig erklären, ein wenig in interaktion mit dem gegenüber treten. und man hat angst davor, die entschuldigung abzusenden. was, wenn das gegenüber nicht reagiert? wenn es sich viel zeit lässt und man sich fragt, ob die entschuldigung überhaupt angekommen ist?

diese situation kann durch das kreative schreiben vielleicht ein wenig entschärft werden. oft ist die entschuldigung ohne große umschweife das beste. und natürlich liegt die letztendliche entscheidung, ob die entschuldigung angenommen werden kann, beim gegenüber. das ist nun mal so. vielleicht sollte man erst noch einmal ein freewriting zu der frage, weshalb man sich überhaupt entschuldigen möchte oder was man mit einer entschuldigung erreichen möchte, aufschreiben. denn vielleicht stellt man dann fest, dass man eine gegenleistung für eine entschuldigung haben möchte. man möchte, dass das gegenüber sich auch entschuldigt. dann sollte man es lieber bleiben lassen.

man kann ebenso freewritings zum entschuldigungstext machen. man kann also mehrmals fünf minuten einfach eine entschuldigung schreiben, ohne lang darüber nachzudenken. dann vergleicht man die entstandenen texte und wählt den ansprechendsten aus. den überarbeitet man, feilt ihn aus und versendet ihn. man kann aber auch in einem freewriting darüber reflektieren, warum es einem so schwer fällt, sich eine blöße zu geben, also einen schritt auf jemanden zu zu machen, ohne eine reaktion erwarten zu können.

abseits der ganzen selbstfindungsprozesse, die das kreative schreiben unterstützt, kann man auch am gesamten text arbeiten. eine entschuldigung lässt sich in eine geschichte verpacken, man kann ein gedicht schreiben oder einen treffenden slogan dafür finden. eine schön verpackte entschuldigung erweicht das herz Weiterlesen

web 2.50 – zettelkasten von daniel lüdecke

verknüpfen ist das zauberwort. der computer und das internet bieten die möglichkeit einer umfassenden verknüpfung von texten untereinander oder mit dateien wie musik, bildern oder filmen. da verknüpft man und verknüpft man (zum beispiel in diesem blog) und verliert bei der fülle leicht den überblick. wenn man dies als hobby macht, lässt es sich aushalten. doch wenn am schluss ein werk entstehen soll, dann kann das zusammensuchen der einzelnen dateien und vor allen dingen textbausteine anstrengend werden.

da freut es, wenn es einer benutzeroberfläche gibt, die einem einen digitalen zettelkasten zur verfügung stellt. so ein zettelkasten ermöglicht einem ganz neue sichtweisen, sogar eventuell ein anderes arbeiten und denken. niklas luhman hat sich über diese veränderungen viele gedanken gemacht, daniel lüdecke hat sie aufgegriffen und einen digitalen zettelkasten entwickelt. dieser wächst auch in seinen anwendungsmöglichkeiten. natürlich muss der mensch noch den großteil der daten angeben, auch die passenden stichwörter und teilweise die verknüpfungen.

aber das programm sucht auch einmal gern eigenständig ähnlichkeiten und übereinstimmungen heraus, wenn man es machen lässt. so lässt sich jedenfalls eine übersichtliche literaturdatei, ein gedankenpool, eine doktorarbeit 😉 erstellen. und dies sowohl für apple-computer, für windows und für linux. gefunden habe ich diese wunderbare programm nicht allein, es stand bei frederick weitz im blog ( http://frederikweitz.blogspot.com/ ). und es ist für lau herunterladbar bei daniel lüdecke unter http://zettelkasten.danielluedecke.de/index.php . viel spaß mit all den zetteln ohne sich zu verzetteln 🙂

liste (26) – entschuldigungen

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um „entschuldigungen“.

für diese ereignisse und aussagen möchte ich unbedingt noch entschuldigen:

die sollten sich bei mir entschuldigen:

meine schönsten versöhnungen:

da helfen auch keine entschuldigungen mehr:

diese ereignisse und aussagen werden mir noch ewig leid tun: