Tagesarchiv: 3. Februar 2011

web 2.49 – edge.org

der mensch verfügt über einen vorsprung gegenüber tieren und technischen geräten. er kann über seine situation reflektieren, nachdem er sie wahrgenommen hat und erfahrenes kommuniziert. aus den reflexionen resultieren beim menschen oft handlungen. doch er misstraut seiner eigenen wahrnehmung oder nimmt sehr unterschiedlich wahr. darum muss sich der mensch immer wieder über seine möglichen handlungen austauschen.

im internet gibt es eine plattform, die den rahmen für einen umfassenden austausch über fragen, die die menschheit bewegen, bietet. „edge.org“ stellt einmal im jahr eine frage zur zukunft und menschheit, sozusagen eine frage des jahres, und fordert dazu auf, antworten in essays zu geben. ein teil der eingehenden antworten wird dann veröffentlicht und zur diskussion gestellt. die frage dieses jahres lautet: What Scientific Concept Would Improve Everybody’s Cognitive Toolkit? . letztes jahr ging es zum beispiel darum, inwieweit das internet unser leben beeinflusst und unser denken verändert.

nun sind wissenschaftlerInnen, künstlerInnen, philosophInnen, psychologInnen und zum beispiel schriftstellerInnen aufgefordert, eine antwort auf die frage zu finden. auf der homepage kann man viele antworten, aber auch viele journalistische auseinandersetzungen mit der frage des jahres zu finden. leider ist die website ein wenig unübersichtlich und man muss sich erst einmal durchwühlen, wo denn nun welcher beitrag ist. wann handelt es sich nur um eine journalistische aufarbeitung und wann handelt es sich um einen essay.

doch während man sucht, kann man sich ja schon einmal gedanken zur großen frage machen. vielleicht verfasst man einmal einen eigenen essay. zu finden ist die seite unter: http://www.edge.org/ . viel spaß beim lesen und erfahren, wie es uns so geht (übrigens wird ausschließlich in englisch kommuniziert).

schreibidee (210)

in den science fiction spielt die technik eine große rolle. es werden raumschiffe erfunden, neue technische möglichkeiten oder roboter mit herz. in anderen romanen und geschichten hat die technik selten einen herausragende rolle. gut, vielleicht das telefon oder das auto, das liegen bleibt, die mikrowelle, um das essen warm zu machen. aber so eine echte hauptrolle, davon träumen die geräte um uns herum. darum mögen die ergebnisse dieser schreibanregung „technik-geschichten“ sein.

als einstieg schreiben alle schreibgruppenteilnehmerInnen eine einseitige liebeserklärung an ihr bevorzugtes technisches gerät zuhause. um was es sich dabei handelt, spielt keine rolle. die texte werden vorgetragen und die geräte am flipchart gesammelt. anschließend werden noch mehr geräte am flipchart aufgelistet, die im eigenen lebensumfeld zu finden sind.

alle teilnehmerInnen wählen sich ein gerät aus, um sich danach vorzustellen, dieses gerät hätte ein herz und könnte denken oder wäre ein ganzer kosmos von kleinen helfern, die in dem gerät wirken. es wird ein cluster zu dem lebewesen neben einem erstellt. und es wird eine längere geschichte über die abläufe innerhalb des gerätes erstellt. wenn zum beispiel die sklaven, die im pürrierstab die zahnräder drehen müssen in streik treten und dann durch einen kurzschluss stromschläge bekommen, um ihre arbeit weiter zu verrichten, dabei aber sterben und das gerät nicht mehr funktioniert. es ist unglaublich, welche dramen neben uns in der wohnung stattfinden 😉 die geschichten werden vorgetragen und somit ein kosmos im haushalt eröffnet. anschließend wird ein feedback von der schreibgruppe gegeben.

als abschluss wählen sich die teilnehmerInnen der schreibgruppe ein weiteres gerät aus, das sie beleben wollen. die zwei geräte, die sie nun für sich ausgesucht haben, lernen sich kennen. der dialog zwischen den beiden, wie sie in kontakt miteinander kommen, sollte aufgeschrieben und anschließend mit verteilten rollen in der schreibgruppe vorgetragen werden. denn die technik lebt!