Tagesarchiv: 15. Februar 2011

selbstbefragung (82) – musik

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „musik„.

  • welche musik hören sie am liebsten zur entspannung? zählen sie auf.
  • welche musik stresst sie? warum?
  • wann hören sie am liebsten musik?
  • welches instrument würden sie gern spielen können und welches instrument können sie spielen? beschreiben sie.
  • auf welchem konzert waren sie zuletzt? auf welches konzert würden sie gern gehen?
  • wann erleben sie musik am intensivsten? warum?
  • musik ist die größte massenbewegung der welt, woher kommt das ihrer ansicht nach?
  • tanzen und drücken sie sich aus zu der musik, die ihnen gefällt? warum?
  • wie würde ihr perfekter musikmix aussehen? was für ein bild oder gemälde würde dazu passen?
  • sind sie takt-voll und wie sieht ihr rhythmus aus? beschreiben sie.

schreibberatung und stress

der heutig alltag hält viele gründe für uns bereit, weshalb wir keine zeit haben zu schreiben. kein problem. das ist eine persönliche entscheidung, wann man schreiben möchte und wann nicht. nur wenn abschlüsse, prüfungen oder arbeitsbedingungen fordern, doch dem schreiben raum zu geben, dann bleibt uns nichts anderes übrig. schnell kann man an den knackpunkt gelangen, dass man weder lust noch zeit hat, dieser anforderung zu folgen.

der einfache aber nicht sehr hilfreiche rat, den sich viele menschen in diesem moment geben, lautet, man muss einfach prioritäten setzen. schön, wenn dies klappt, doch es führt zu keiner reduzierung der alltagsursachen für den stress. das schreiben wird eingebettet in den gesamten stress-komplex. ab diesem moment kann es schnell zur qual werden und der widerstand dagegen wächst.

auch der versuch, genau in dem moment, in dem das schreiben ansteht, das ganze leben umzukrempeln, die restlichen stressoren zu beseitigen, um sich ganz der einen aufgabe zu widmen, kann kontraproduktiv sein. man macht in einem angespannten moment zu viele baustellen gleichzeitig auf. wenn man die jahre vorher dem stress nicht herr wurde, weshalb sollte man es exakt in dem moment, in dem man unter druck steht, besser können. man überfordert sich und gerät eventuell an einen punkt, an dem gar nichts mehr geht.

schreibberatung kann in diesen zeiten vielleicht noch einen ganz anderen ratschlag geben: das schreiben in kleinen häppchen in den alltag zu integrieren. also nicht einen großen berg in großen schritten in angriff zu nehmen, nicht alles zu verändern, sondern im rahmen des vorhandenen kleine schritte, einzubetten. das beginnt mit fünf minuten schreiben am tag. oft fällt schon dieser schritt schwer, es wird formuliert, man habe die zeit nicht gefunden. hier kann die schreibberatung den anfang machen, indem man während der sitzung Weiterlesen

schreibidee (215)

das fernsehen widmet sich momentan der frage, wie sehr wir alle unter druck stehen. schon bei der ersten folge stellt man sich die frage, weshalb sich eigentlich kaum jemand gegen diesen ständigen stress wehrt und sich sagt, das ist euer lebenskonzept, meines sieht anders aus. aber anscheinend leichter gesagt, als getan. also, setzen wir uns alle konsequent unter stress. unsere wissenschaften können uns auch genau sagen, ab wann der stress negativ wird. aber vielleicht sollte man das ganze mal kreativ angehen. darum soll in dieser schreibanregung „der kleine stressor“ thema sein.

wie sieht er aus, „der kleine stressor“ aller schreibgruppenteilnehmerInnen? zu beginn liegen stifte und papier bereit, um ein bild vom eigenen, aktuellen, bösen kleinen stressor zu malen. es ist allen überlassen, wie sehr sie dabei ins detail gehen. anschließend werden die teilnehmerInnen aufgefordert eine zweiseitige beschreibung ihres kleinen stressors zu formulieren. was ist er für ein typ? wie verhält er sich? und wo begegnet er einem?

im zweiten schritt wird ein dialog mit dem eigenen kleinen stressor geschrieben. man kann sich gegen ihn wehren, kann ihn fragen, weshalb er auftaucht, kann versuchen, ihn näher kennenzulernen. „auf du und du mit dem eigenen stressor“ könnte die überschrift dieser sequenz lauten. für diesen dialog sollte reichlich zeit vorhanden sein. anschließend wird die charakterisierung des stressors und der dialog mit ihm in der schreibgruppe vorgetragen und ein feedback wird gegeben.

da es sich ja um einen „bösen“ kleinen stressor handeln soll, also einen, den man nicht unbedingt erleben möchte, ist zum abschluss von den teilnehmerInnen der schreibgruppe ein ratgebertext zu verfassen, wie man den stressor in den griff bekommen kann, wie man ihn wieder los wird. was braucht man dazu? welche mittel gibt es gegen ihn? ein ergebnis könnte es sein, sich nicht zu lang mit dem stressor zu unterhalten und sich nicht zu viel mit ihm auseinander zu setzen, sondern ihn einfach zum teufel zu jagen. warum nicht aus allen bildern und stressoren, sowie den ratschlägen zur bekämpfung ein kleines buch machen?