biografisches schreiben und ziele

wie weit setzt man sich ziele in seinem leben? zwei aspekte können in bezug auf das biografisches schreiben betrachtet werden. zum einen der blick in die vergangenheit und zum anderen der daraus folgende ausblick in die zukunft. vielleicht kann man bei diesen betrachtungen einfließen lassen, wie weit man sich überhaupt ziele im laufe seines lebens gesetzt hat.

es gibt menschen, die die nächsten fünf bis zehn jahre ihres lebens planen. sie nehmen sich vor, bestimmte gehaltsvorstellungen zu erreichen, ausbildungen abzuschließen oder auch nur gesund geblieben zu sein. andere menschen wiederum lassen alles auf sich zukommen, sie wollen und können nicht planen, sondern erwarten gespannt, was als nächstes in ihrem leben passiert. sie haben maximal grobe ziele, dass sie zum beispiel ihr finanzielles auskommen im laufe ihres lebens haben oder dass sie einen großen freundeskreis ihr eigen nennen können.

bei der zielorientierung gibt es kein gut oder schlecht. hier sollte wieder jeder der vorstellung folgen, die ihm am angenehmsten ist. beide gerade genannten vorstellungen bieten vor- und nachteile. die starke orientierung an zielen kann eine gute planung und vorbereitung auf nächste schritte im leben bedeuten. sie kann ebenso einschränken, da an den zielen lang festgehalten wird, auch wenn sie sich als nicht zu verwirklichen herausstellen. keine konkreten ziele zu verfolgen ermöglicht ein flexibles reagieren auf ereignisse. gleichzeitig besteht aber die gefahr, sich in dem um einen herum geschehenden zu verheddern und die eigenen interessen aus den augen zu verlieren. zwischen diesen beiden polen der zielorientierung gibt es eine große bandbreite unter den menschen.

beim betrachten der eigenen lebensgeschichte kann man einen blick darauf werfen, wie weit man dem nahe gekommen ist, was man sich wünschte, erträumte oder eben angestrebt hat. fühlt sich der aktuelle lebenszustand angenehm an? hat man das gefühl nach all den jahren an einen punkt gelangt zu sein, der für einen selber wünschenswert war? sind neue ziele entstanden oder gibt es noch alte ziele, die man weiterverfolgen möchte? und erfüllten sich die erwartungen an die lebenssituationen, wenn man ein ziel erreichte? es kann ja auch sein, dass man zwar das ziel erreichte, dabei aber viele positiven oder negativen nebenwirkungen vorher übersah.

nach dem biografischen blick zurück, lohnt sich noch ein blick nach vorn. gibt es ziele, die man in der zukunft unbedingt noch erreichen möchte oder will man eine ruhephase nach allen bemühungen einlegen? und wenn, wie sehen die ziele aus? wie realistisch sind sie? kann man sich jetzt vielleicht träume verwirklichen, von denen man dachte, dass sie sich nie verwirklichen lassen? möchte man seine ganze frühere zielorientierung über den haufen werfen? also entweder inzwischen genau planen oder sich einmal treiben lassen? dieser ausblick in die zukunft kann im biografischen schreiben ein guter abschluss all des aufgeschriebenen sein.

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