kreatives schreiben und tiere

wie konnte ich bisher nur die zwei-, vier-, sech-, acht- und x-beiner vergessen? eigentlich war meine affinität zu den geschöpfen dieser erde mal recht groß. aber beim schreiben erinnern sie wohl doch zu sehr an fabeln und märchen. und irgendetwas wehrt sich gegen die vermenschlichung. wie erzählte mir vor kurzem jemand, den ein hund angefallen hat? das herrchen (die verniedlichung ist wahrscheinlich in dem moment sehr passend) sprach mit seinem hund: „na du kleiner racker, was machst du denn für sachen?“

doch abseits davon sind tiere eine unerschöpfliche quelle fantasievoller geschichten. wieso nicht die fische vor der küste japans sich über die zunehmende strahlung unterhalten lassen. oder einfach nur wie tiervater brehm eine charakteranalyse eines tieres (oder eines fantasietieres) erstellen. auch hier greift natürlich die vermenschlichung, aber es gibt gar keine andere möglichkeit. ich weiß nicht, was die dicke hummel denkt, wenn sie eine honigreiche blüte findet. ich weiß auch nicht, was der hund denkt, wenn er mir den knochen vor die füße wirft.

und ich kann natürlich diverse tiere miteinander kommunizieren lassen. sie können mich oder andere menschen plötzlich ansprechen. sie können untereinander ein gespräch führen. der zeichentrickfilm macht es vor, wie gut tiere eine rolle abgeben. es ist der mix aus charakterisierung, vermenschlichung und übertragung, der die zuschauer das agieren der tiere auf das leben des menschen übertragen lässt. also doch zurück zur fabel, die die verschiebung auf ein anderes lebewesen nutzt, um eine botschaft direkter zu vermitteln. würde man in tiergeschichten die tiere durch menschen ersetzen, käme vieles sehr moralisch und belehrend daher. sind es aber zum beispiel hase und igel, wird der inhalt eher akzeptiert.

ansonsten können allein die namen der tiere anlass zu schreibideen liefern. dichten sie doch mal auf „okapi“ einen reim. oder das „gnu“ auch ein beliebter geselle für humorvolle lyrik. wie redet ein „schuhschnabel“, wie liebt ein „zaunkönig“, wie wütet eine würgeschlange und was bitte erlebt ein „kakadu“? allein die insektenwelt bietet tausendfache möglichkeiten für geschichten. eine solche vielfalt wie in der tierwelt wird nur noch von der pflanzenwelt erreicht. aber es wäre eine andere geschichte, darüber zu schreiben, was die liane denkt, wenn tarzan an ihr hängt 😀 .

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