schreibidee (246)

berlin ist nicht nur die hauptstadt des landes, berlin ist auch die stadt der haustiere, vor allen dingen der hunde. in ländlicheren regionen würde man nicht unbedingt von haustieren sprechen, sondern von nutztieren, die gehalten werden, doch das sind feinheiten. darum werden nutztiere einfach dazugezählt, wenn es in dieser schreibanregung darum geht, „haustier-geschichten“ zu schreiben.

doch beim einstieg kann man nicht davon ausgehen, dass jeder mensch einmal mit einem haustier (nutztier) gelebt hat. darum werden die schreibgruppenteilnehmerInnen aufgefordert, falls sie nie ein haustier hatten, eines ihrer wahl zu erfinden. denn zu beginn sollen alle teilnehmerInnen auf jeweils einer seite maximal drei haustiere, die sie hatten oder erlebten in einem psychogramm beschreiben. was waren die eigenheiten des tieres (hier darf auch das eigene reitpferd oder der wellensittich der oma beachtung finden).

die kurzen haustier-psychogramme werden in der schreibgruppe vorgelesen. anschließend wählt man eines der tiere aus. es darf auch das tier anderer teilnehmerInnen sein. es soll eine geschichte geschrieben werden, die zwei vorgaben hat: zum einen spielt das tier die hauptrolle, zum anderen tauchen die gedanken des tiers in der geschichte auf. die geschichten werden anschließend in der schreibgruppe vorgetragen und beim feedback wird betrachtet, wie gut die „tierischen“ gedanken erfasst wurden.

anschließend sollte die menschliche seite der haustierhaltung beleuchtet werden. dieses mal wir eine geschichte aus sicht der haustierhalterInnen geschrieben. dazu gibt es auch eine vorgabe: die halterInnen müssen in ihr haustier (nutztier) vernarrt sein und es das verhalten des tieres vermenschlichen. auch diese geschichte wird anschließend in der schreibgruppe vorgetragen, um im feedback den fokus auf die darstellung der vermenschlichung zu legen.

zum abschluss können dann noch sehr versöhnliche texte geschrieben werden. denn nun geht es um kurze geschichten, wie ein haustier das leben eines menschen zum positiven verändert. zum beispiel wird durch das tier die einsamkeit überwunden, das herrchen wird gerettet oder das pferd baut zum autistischen kind eine beziehung auf. es gibt viele möglichkeiten für schöne erlebnisse mit tieren.
generell wäre zu überlegen, ob die schreibgruppenteilnehmerInnen ihre tiere nicht mitbringen können, wenn sie lust haben.

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