Tagesarchiv: 4. April 2011

schreibberatung und wahl der beraterInnen

schreibberatung ist nicht mit einer therapie gleichzusetzen, hat aber viele anteile eines therapeutischen vorgehens und kann in psychologische fragestellungen münden. darum sind ähnliche kriterien bei der wahl von schreibberaterInnen anzuwenden, wie bei der wahl von therapeutInnen.

hier gibt es eigentlich nur drei regeln, die zu beachten wären. einziges manko bei der wahl von schreibberaterInnen: die auswahl an anbieterInnen ist relativ gering. das bedeutet, dass ich keine große auswahl habe und somit nicht die gleiche vielfalt wie bei therapeutInnen erwarten kann. menschen in problematischen oder notsituation hätten gern eine sehr schnelle abwendung der schwierigkeiten, darum begeben sich etliche nicht auf die suche und führen keine erstgespräch mit mehreren anbieterInnen. doch der reihe nach.

grundvoraussetzung für schreibberatung wie auch therapie muss es sein, dass die betroffenen sich selber auf den weg machen, sich hilfe zu suchen. es macht keinen sinn, jemanden in die schreibberatung zu schicken, wenn er selber nichts an seiner situation verändern möchte. es geht um die grundmotivation sich hilfe zu suchen, die notwendig ist, damit eine beratung auch effekte zeitigen kann. sich in eine beratung zu begeben, obwohl man nicht möchte, wird nicht funktionieren.

zum zweiten geht es darum, beraterInnen zu suchen, mit denen man auch kann. auch wenn die zahl der gespräche in der schreibberatung geringer sind als in einer therapie, ist es notwendig, dass ich mit jemandem spreche, dem oder der ich auch so weit vertraue, dass ich meine problematiken offen lege. dies lässt sich auf ein einfaches prinzip runterbrechen, die beraterInnen müssen mir ansatzweise sympathisch sein. denn fühle ich mich nicht wohl im gespräch, Weiterlesen

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nabelschau (40)

erkenntnis, die zweite. kein thema lässt die menschen so zu märchenonkels und -tanten werden, wie die energieproduktion. und es nervt. wer sich nur ein wenig mit dem thema auseinandersetzt, weiß, dass viele behauptungen einfach humbug sind. hier ist gesundes misstrauen angebracht, da große konzerne ganz eigene interessen verfolgen und viele sich zu handlangern machen. darum hier ein paar gegenpositionen:

  1. restrisiko“ hieß schon immer, dass es ein risiko gibt, das statistisch betrachtet jederzeit eintreten kann. es würde nicht restrisiko heißen, wenn man es unter kontrolle haben könnte, denn dann wäre es kein risiko mehr! so ist die teilnahme am straßenverkehr mit einem restrisiko verbunden. ich kann in einen unfall verstrickt werden, auch wenn ich mich an alle verkehrsregeln halte.
  2. billiger atomstrom“ ist eine große lüge. der atomstrom war und wird auch in zukunft nie billig sein. nur die finanzrechnung beim atomstrom ist eine geschönte. die folgekosten der entsorgung werden gesondert berechnet, von der stromproduktion abgekoppelt und in künftige generationen verschoben. würden diese langzeitkosten eingerechnet wäre der atomstrom sehr viel teurer.
  3. protest gegen überlandleitungen“ würde alternative energiepolitik erschweren. schon längst gibt es erdkabel, die ebenso strom transportieren können. oder was glauben die menschen, wie der strom aus norwegen zu uns kommt? der energieverlust bei überlandleitungen ist enorm. und wie bei eisregen oder stürmen festzustellen ist, sind die überlandleitung nicht das nonplusultra.
  4. der strom muss von den windkraftwerken an der nordsee dort hingebracht werden, wo er gebraucht wird.“ wir haben ein stromnetz, das es ermöglicht, auch dezentral strom zu produzieren. natürlich muss nachgerüstet werden, aber dieser fetisch „großprojekt“ ist in bezug auf jede energiegewinnung pure verschwendung. kleinteilig lassen sich nachfrageschwankungen viel einfacher und umweltschonender abfedern.
  5. alternative energien sind zu wetterabhängig„. hallo, liebe herrschaften, seit über zwanzig jahren gibt es schon längst konzepte zu einem kleinteiligen energiemix, der nicht nur wetterabhängig ist. dazu zählen blockheizkraftwerke, die sogar bei den emissionen besser abschneiden Weiterlesen