schreibidee (249)

wir lernen, dass es momente gibt, in denen wir nicht bekommen, was wir gern hätten. das leben ist eine ständige zurückhaltung der eigenen bedürfnisse, um das soziale gefüge nicht implodieren zu lassen. wenn man sich überlegt, wie viele menschen auf engem raum leben, dann zeigt sich, dass rücksichtnahme und zurückhaltung grundvoraussetzung für den sozialen frieden sind. dieser frieden wurde und wird immer wieder gestört, wenn die gier mit einem davongaloppiert. schreiben wir doch mal „gierige texte„.

alle teilnehmerInnen erstellen für sich ein liste mit zehn bedürfnissen, die sie gern möglichst schnell befriedigt haben möchten. diese listen werden nicht veröffentlicht, sondern bleiben bei den schreibenden. anschließend wird das persönliche bedürfnis ausgewählt, das sich am vordringlichsten anfühlt. nun werden zwei kurze texte verfasst: erst ein text von einer seite länge, in dem das bedürfnis befriedigt wird. dann einen text, genauso lang, in dem die befriedigung des bedürfnisses nicht gelingt. beide texte werden ohne feedback anschließend vorgelesen.

im nächsten schritt wird ein blick weg von der eigenen person auf die gesellschaft geworfen. unsere gesellschaft basiert auf dem prinzip der nahegelegten bedürfnisse. auf dem flipchart sammelt die schreibgruppe bedürfnisse, die uns durch werbung, politik oder anderen menschen nahegelegt werden. anschließend wählen alle teilnehmerInnen jeweils für sich ein bedürfnis aus, das sie momentan vorrangig finden. es wird eine lange geschichte über die gierige verwirklichung dieses bedürfnisses geschrieben. anschließend werden die texte in der schreibgruppe vorgetragen und es gibt eine feedbackrunde.

zum abschluss wird ein kurzer text geschrieben, der das bild eines zusammenlebens ohne gier beschreibt. vorgabe ist es, dass dieses bild eines sucht- und gierfreien zusammenlebens in eine handlung oder einen dialog gepackt wird. die texte werden dann vorgetragen.

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