web 2.0 und angst

ja, das internet kann angst machen. je mehr meldungen durch die welt schwirren, wie hoch die kriminalität im netzt ist, wie sie anwächst, wem gerade wieder daten gestohlen wurden und dergleichen mehr. dazu vorab zweierlei: das netz wird immer häufiger genutzt, die zahl der nutzer und die verweildauer nehmen zu. in dieses verhältnis wären die vorfälle zu setzen. außerdem wäre es sinnvoll einmal zu schauen, wie weit staat und anbieter nicht die gleichen mittel verwenden, an informationen zu kommen, den nutzer zu erfassen. oder andersrum gefragt: warum wird per se von staatlicher seite vor allen dingen im internet so wenig unternommen, den bürger zu schützen.

doch wie nun umgehen (mit der vielleicht nicht ganz so großen) bedrohung? sich zurückhalten ist die devise. dazu gehört: wenn jemand schon auf der startseite von mir verlangt die cookies freizuschalten, dann sollte ich am besten, wenn ich auf die seite nicht angewiesen bin und den anbieter nicht ganz bewusst ausgewählt habe, diese seite einfach verlassen. dann gibt es die möglichkeit über versuche, an daten zu gelangen, jemanden unter druck zu setzen, zu berichten. das wäre zum beispiel eine aufgabe des staates, öffentlichkeit zu schaffen.

zur zurückhaltung gehört auch, sich nicht in eine welt zu begeben, die man nicht kennt. das soll heißen, wenn ich nicht genau weiß, wie weit ich einem forum vertrauen kann, wer mich alles liest, dann sollte ich zurückhaltend mit privaten informationen sein. ich verschicke ja auch nicht an menschen briefe, die ich nicht kenne. warum sollte ich das im netz machen?

außerdem sollte man sich überlegen, weshalb man immer noch konzerne unterstützen, die ihre angebote nicht wirklich offenlegen, die vor lauter kleingedrucktem kaum mehr zu erkennen sind? warum ihnen auch noch das gefühl geben, dass der laden trotzdem brumme? es gibt meist alterantiven, andere angebote. bestes beispiel sind die ganzen open-source-produkte.

ach ja, und dann muss man sich einfach nur bewusst machen: wenn man das web 2.0 betritt, dann begibt man sich in eine öffentlichkeit. wie wenn man sich in seine wohnstrasse oder auf einen platz stellt und einfach mitteilungen rausgibt. dagegen spricht überhaupt nichts, nur es sollte bewusst geschehen. dann weiß ich, was ich geschrieben habe, dann ist mir sehr wohl bewusst, wie weit ich gehe, dann überraschen mich manche reaktionen auch nicht.

und noch eines: man muss nicht auf alles reagieren, egal ob es als mail, als kommentar oder sonstwie daherkommt. man kann wählen. denn das internet ist auch ein schutzschild für menschen, die sich sonst nicht trauen zu sagen, was sie denken. das ist legitim, gibt jemandem einen rahmen, der interessantes und spannendes umfassen kann, das man sonst nie erfahren würde.

natürlich unterscheidet sich das internet nicht groß von anderen orten auf dieser welt. es gibt sie, die menschen, die alles nur nutzen, um anderen zu schaden, um rücksichtslos zu sein. doch das ist keine neue erkenntnis. leider verhalten sich viele nutzer des netzes nur seltsamer als sonst: entweder übervorsichtig oder absolut naiv und unwissend. hier wäre aufklärung in schulen oder anderen einrichtungen sehr sinnvoll.

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