web 2.0 und suche

das internet zu durchsuchen ist inzwischen eine kunst für sich. ich habe das gefühl, dass die trefferquoten gerade mal wieder etwas rückläufig sind, vor allen dingen bei bestimmten suchen. alles was mit handel, vermietung oder verkauf zu tun hat, wird von großanbietern dominiert und selten vom eigentlichen hersteller. man findet immer erst einmal nur seiten, die schon vorsortiert haben.

doch vielleicht möchte man sich erst einmal gut informieren über ein produkt, möchte die homepage der hersteller finden. wenn man einen hersteller nicht von vornherein weiß, wird die suche zu einer odyssee. die masse diverser portale hat natürlich höhere zugriffszahlen als die direktanbieter, doch diese verlinken häufig sehr ungern mit den herstellern. der zwischenhandel schiebt sich auch im internet mit aller macht dazwischen.

ebenso schwieriger werden die suchen nach sehr komplexen begrifflichkeiten. selbst wenn man bestimmte begriffe ausschließt, den wortlaut verwendet haben möchte und dergleichen mehr, immer umständlicher. denn die suchmaschinen kombinieren inzwischen wieder verstärkt textbruchstücke aus listen, tabellen oder blogs. dadurch, dass wahrscheinlich erst einmal stichworte abgefragt werden, findet sich in den ergebnislisten viel wust.

ich hatte den eindruck, dass dies zwischenzeitlich besser war. ebenso ärgerlich bleibt die tatsache, dass die alternativvorschläge, da der suchmaschine bestimmte begriffkombinationen seltsam vorkommen, vorangestellt werden. ich würde als betreiber einer suchmaschine voraussetzen, dass die suchenden sehr genau wissen, was sie eingeben. so gehört der alternativvorschlag an einen anderen ort, nämlich ans ende der ergebnisseite. natürlich ist diese funktion hilfreich, wenn man sich vertippt, wenn man diverse begriffe falsch kombiniert hat. aber durch das voranstellen der alternativen, wird signalisiert, dass ein fehler begangen wurde.

und zu guter letzt: versuchen sie mal in einem anderen land zu suchen. hier gestaltet sich der prozess weiterhin extrem umständlich. denn immer wieder springen die suchmaschinen auf die deutsche ausgabe zurück, doch diese erfasst nur einen bruchteil der datenbanken des auslands. wenn sie also ihren suchbegriff verändern, da sie das zu suchende noch stärker eingrenzen möchten, landen sie wieder auf der heimatseite, wenn der suchmaschine danach ist. also nicht nur der suchmaschine, sondern auch ihrem browser. sie sollten also sehr genau darauf achten, in welche suchmaske sie ihren begriff eingeben.

und doch, so kritisch das nun hier klingen mag: wer ein wenig zeit mitbringt, wer weiß, wie man wortkombinationen herstellt, wer eine vorstellung von alternativbegriffen für den suchbegriff hat und wer sich auch mal gern durch mehrere ergebnisseiten klickt, der kann viel im web 2.0 finden. außerdem kann man zudem am rande der suche andere spannende dinge entdecken. nur in eile sollte man möglichst nicht sein.

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