Tagesarchiv: 12. Juli 2011

schreibidee (274)

es gibt kaum einen vierbeinigen freund, der den menschen so beschäftigt, wie der hund (außer natürlich für manche die pferde, deren rücken irgendwie das glück der erde sind). aber auch bei pferden sind meist hunde ein zierendes beiwerk, wie bilder von jagdgesellschaften aus früheren zeiten zeigen. und die katze ist doch ein eher widerspenstiges wesen, wohingegen der hund regelmäßig zu lebenspartnerInnen- oder kinder-ersatz umfunktioniert wird. bei dieser großen bedeutung wird es zeit eine schreibanregung für „hunde-texte“ zu geben.

die haltung zu hunden ist zwiespältig, nicht wenige menschen fürchten sie, im gegensatz zu den hundenarren. und mancher hund wurde von ihren besitzerInnen in eine waffe verwandelt. darum soll zum einstieg, das persönliche verhältnis zum hund von den schreibgruppenteilnehmerInnen geklärt werden. alle schreiben einen zweiseitigen brief an einen hund mit der anrede „hallo hund, was ich dir immer schon einmal schreiben wollte …“. die briefe werden in der schreibgruppe vorgetragen.

im anschluss werden auszüge aus „die aufzeichnungen des pudels ali“ (autor wolfdietrich schnurre) von der schreibgruppenleitung vorgetragen und als kopie verteilt. nun sind alle teilnehmerInnen aufgefordert, die aufzeichnungen ein wenig fortzuführen. wie sieht die welt und das zusammenleben mit den menschen, aus der sicht eines hundes aus? manche hundebesitzer schwören ja darauf, dass ihr vierbeiner sie versteht. ist das wirklich so? auch diese texte werden anschließend in der gruppe vorgetragen und es gibt eine feedbackrunde, die raum für eine diskussion über das wesen der hunde gibt.

zum abschluss ist noch eine hundegeschichte zu schreiben. einzige vorgabe für diese geschichte ist es, dass ein hund der hauptprotagonist ist. wie das umgesetzt wird, bleibt den schreibgruppenteilnehmerInnen überlassen. der hund muss nicht positiv oder vermenschlicht dargestellt werden, er soll nur eine rolle spielen. die geschichten werden vorgelesen und es findet eine feedbackrunde statt.

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