Tagesarchiv: 13. Juli 2011

selbstbefragung (111) – niederlage

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um die „niederlage„.

  • was war ihre letzte niederlage?
  • was war im laufe ihres lebens ihre grösste niederlage?
  • welche niederlagen haben ihnen sehr weitergeholfen?
  • können sie niederlagen feiern? warum?
  • welchen stellenwert haben niederlagen für sie in ihrem leben?
  • wann fühlten sie sich als gewinner und nicht wohl dabei?
  • was denken sie über das konzept von konkurrenz mit sieg und niederlage? beschreiben sie.
  • wie reagieren sie auf niederlagen guter freundInnen? was tun sie?
  • was tun sie, um keine niederlagen zu erleben?
  • welche eigenen oder fremden niederlagen fanden sie gut?
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schreibberatung und kommunikation

schreibberatung lebt, wie jede beratung von der kommunikation. das interessante bei schreibberatung könnte es sein, dass man die kommunikation schriftlich führt. so kann man zum beispiel klientInnen auffordern, ihre schwierigkeiten mit dem schreiben nicht nur zu berichten, sondern niederzuschreiben. ebenso können listen, texte oder auch gedichte erstellt werden, die zum beispiel den idealen schreibort beschreiben oder die ressourcen, die man in bezug auf das schreiben für sich vermutet.

diese schriftliche kommunikation bietet zwei chancen: zum einen ohne größere umwege in einen schreibprozess einzusteigen, der keine herausragenden leistungen oder erwartungen erfüllen sollte, sondern nur den status quo beschreibt. zum anderen fällt es manchen menschen leichter, ihre emotionen schriftlich darzustellen als sich mündlich ausdrücken zu müssen. man bietet also einen zusätzlichen kommunikationsweg an.

zusätzlich ist heutzutage in der schreibberatung immer öfter damit zur rechnen, dass die erste kontaktaufnahme und die ersten absprachen schriftlich verlaufen, da über das internet hergestellt. dies ist eigentlich schon der einstieg in die oben beschriebenen beispiele, denn die klientInnen sind aufgefordert ihr anliegen, schriftlich zu formulieren. pure online-beratung empfinde ich weiterhin als schwierig, da sehr aufwendig, um die schwierigkeiten einzukreisen und die lösungsmöglichkeiten zu suchen. wer nicht des schnellen tippens mächtig ist und nicht klar auf den punkt bringen kann, welche schwierigkeiten vorliegen, für den wird dieser prozess sehr anstrengend.

das eins-zu-eins-gespräch ist eine kommunikation, die es den beraterInnen ermöglicht, schneller und einfacher empathie zu entwickeln. das aushandeln der lösungsmöglichkeiten kann intensiver und meist tiefgehender diskutiert. werden. womit also die mündliche kommunikation auf keinen fall aus der schreibberatung verbannt ist. und das mündliche bietet neben dem üblichen beratungsgespräch eigene techniken, um den schreibfluss zu fördern. so lassen sich zum beispiel assoziationsübungen Weiterlesen

schreibidee (275)

wir haben wege, straßen, trampelpfade, schienen und schilder, die uns die wege weisen. unsere fortbewegung wird kanalisiert, gelenkt und geebnet. das macht es leichter, strecken zurückzulegen und es lässt uns schneller sein. das problem der gelenkten bewegung zeigt jeder stau: wenn zu viele den gleichen weg einschlagen, dann wird es eng. und zwischendurch möchte man ausbrechen aus all diesen festgefügten pfaden. diese schreibanregung bietet die chance zu „querfeldein-geschichten„.

kaum hat sich die schreibgruppe getroffen, verlässt sie auch schon wieder den treffpunkt, um sich dieses mal hinaus ins „umfeld“ zu begeben. am besten zu fuss, am besten mit kompass und leichten, handlichen schreibutensilien. zum einstieg eine kurze kreuz-und-quer-strecke ab dem treffpunkt. es werden gemeinsam jeweils und schritte gegangen. nach diesen hundert schritten notieren sich alle teilnehmerInnen der schreibgruppe drei dinge, die ihnen an diesem ort auffallen. dann wird von einem teilnehmer, einer teilnehmerin die richtung vorgegeben. man geht gemeinsam hundert schritte weiter, notiert wieder drei beobachtungen und danach gibt jemand anderes die richtung vor.

wenn alle schreibgruppenteilnehmerInnen einmal die richtung vorgegeben habe, dann sucht man sich einen platz, ein cafe oder ähnliches, um aus den ganzen notierten begriffen entweder einen, mehrere oder alle auszuwählen für eine kurze, maximal zweiseitige geschichte. die geschichten werden direkt vor ort vorgelesen. mit großer wahrscheinlichkeit orientierte sich die gruppe weiterhin an wegen und straßen. dies ist nun vorbei.

im nächsten schritt wird eine himmelsrichtung gelost oder bestimmt. dafür der kompass, denn im anschluss wird versucht, sich ausschließlich in diese richtung zu bewegen. natürlich kann es sein, dass häuser, zäune oder baugruben den weg versperren, aber es sollte versucht werden die hindernisse einfach zu umrunden. und es wird mit zeit gearbeitet. drei mal oder vier mal fünf minuten geht die gruppe konstant in die richtung. dann wird unterbrochen, es werden kurze notizen zu den eindrücken gemacht und es geht weiter. auch hier wird zum schluss eine geschichte zu den notizen geschrieben. auch diese geschichte wird vor ort gleich vorgetragen.

nun kann man die schreibanregung je nach gruppe und ort Weiterlesen