Tagesarchiv: 5. August 2011

schreibidee (289)

musik und ohrwürmer begleiten viele von uns im alltag, in speziellen situationen und manche beziehungen haben „ihr lied“ oder „ihre musik“. laute und klänge untermalen gedanken, lassen ideen entstehen und können beruhigend oder aufputschend wirken. warum also nicht musik als schreibanregung verwenden und „1-treffen-1-song-stories“ entstehen lassen?

vor dem schreibgruppentreffen werden alle teilnehmerInnen aufgefordert, ein einziges musikstück (nicht länger als 5 minuten), das ihnen besonders gut gefällt, möglichst als mp3-datei (oder auf einer cd) mitzubringen. beim treffen findet zu beginn eine hitparade statt. alle songs werden vorgespielt und die gruppenteilnehmerInnen wählen ihr lieblingsmusikstück. alle schreibgruppenteilnehmerInnen haben 3 stimmen, die sie nach dem hören der musik abgeben können.

während des hörens machen sich alle notizen zu ihren eindrücken, assoziationen oder dinge, die ihnen durch den kopf gehen. dies muss sich nicht auf die musik beziehen, es werden einfach stichworte notiert. nach der stimmabgabe wird ein kurzer text geschrieben, der maximal zwei seiten umfassen sollte und aus den stichworten entstanden ist. parallel wertet die schreibgruppenleitung die abstimmung aus. die entstandenen geschichten werden vorgelesen. es findet keine feedbackrunde statt.

nun wird die abstimmung bekannt gegeben. dann wird das musikstück, das gewonnen hat, mindestens noch dreimal hintereinander gespielt. die schreibgruppenteilnehmerInnen machen sich während dieser zeit notizen. im anschluss schreiben alle noch ein fünf minütiges freewriting, das sich nicht auf den song beziehen muss. aus den stichworten und dem freewriting wird nochmals eine kurze geschichte von maximal zwei seiten geschrieben. auch diese geschichten werden vorgelesen, aber es findet keine feedbackrunde statt.

zum abschluss soll eine längere geschichte geschrieben werden. vorgabe ist es, dass das lied oder musikstück eine wichtige rolle in der geschichte spielt. ansonsten gibt es keine vorgaben. die geschichten werden nach dem schreiben vorgetragen und es findet eine ausführliche feedbackrunde statt. und danach kann dann der song noch ein einziges mal gespielt werden. ich vermute, dann ist der bedarf an diesem musikstück für längere zeit gedeckt 😉

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web 2.64 – blablameter.de

und noch ein spielzeug zur überprüfung der eigenen textqualität, der von einem bekannten ausgegraben wurde. nach der schriftstellerInnen-vergleichs-analyse mit „ich schreibe wie …“ kann nun nach „blabla“ im text geschaut werden. doch was ist blabla? laut den macherInnen des „blablameters“ folgendes: „Das BlaBla Meter prüft die Texte auf unterschiedliche sprachliche Merkmale. Es wird u.a. geprüft, ob übermäßiger Nominalstil vorliegt, darüber hinaus wird der Text in unterschiedlicher Gewichtung auf bestimmte Phrasen geprüft. Alle Details wollen wir aber nicht verraten 😉 „.

na dann, auf zum selbstversuch. ich habe mir die wortklauberei (77) gegriffen (siehe: https://schreibschrift.wordpress.com/2011/07/29/wortklauberei-77/ ), die zum „schlichtgefieder“, und getestet. ergebnis:
Ihr Text: 2067 Zeichen, 308 Wörter
Bullshit-Index :0.13
Ihr Text zeigt nur geringe Hinweise auf ‚Bullshit‘-Deutsch.

die macherInnen weisen ausdrücklich darauf hin, dass dies nichts über den inhalt und die qualität des textes aussagt. na jedenfalls relativ wenig blabla (die skala geht von 0 bis 1). das mag jetzt schon einmal tröstlich sein, obwohl die rückmeldungen von leserInnen wahrscheinlich die wichtigere qualitätskontrolle ist. und selbst dann mag der eigene stil weiterhin beibehalten werden, wenn man sich kritik verbieten möchte, das gute recht aller schreibenden.

also, ruhig mal testen unter http://www.blablameter.de, ein wenig über den nominalstil informieren und sich dann zurücklehnen und weiterschreiben.