Tagesarchiv: 9. August 2011

web 2.65 – benrik.co.uk

grafikdesign, schreiben und kreativität sind eine perfekte mischung, um im internet die welt zu verändern. und wenn man dann auch noch den markt der lebensratgeber betritt, der boomt ohne ende, dann kann etwas sehr anregendes zum vorschein kommen. es ist keine neues angebot, es existiert schon länger. doch wie das web so ist, es muss einen erst einmal jemand darauf aufmerksam machen.

und darum hier die „neuentdeckung“ der homepage von ben carey und henrik delehag (also „benrik„). die beiden spielen mit dem netz. neueste variante ist die app „situationist“ für das iphone, eine software, die helfen soll, gewünschte situationen zu erleben. aber ich möchte den blick auf eine sammlung von täglichen anregungen lenken. es ist das buch „this book will change your life“ daraus entstanden. im netz sind die einzelnen beiträge für 365 tage abgelegt.

jeden tag eine andere handlungsanweisung oder lebensanregung der außergewöhnlichen art. ob es darum geht, eine fliege auf ein blatt papier zu bringen und zu erschlagen, oder einfach einen schrei auszustoßen (man kann zwischen drei vorgeschlagenen lautformen wählen), das buch von seite 1 (siehe http://benrik.co.uk/bestof/large/showme.php?day=1) bis seite 365 (siehe http://benrik.co.uk/bestof/large/showme.php?day=365) regt an. die vorschläge für den einzelnen tag sind wunderbar grafisch aufgearbeitet und bieten auch etwas für das auge.

außerdem kann sich das leben wirklich verändern, wenn man diesen teils subversiven vorschlägen folgt 😉

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schreibidee (293)

was war zuerst da, das ei oder das huhn? die klassische frage lässt sich wahrscheinlich nie klären, lenkt den blick aber auf die grundlage unseres lebens. wir waren mal ein fischei, dann ein froschei oder dergleichen mehr. gut, flügel hatten wir wohl nie, aber aus einem ei reifen wir immer noch heran. also zeit, dass in diesem blog endlich zum schreiben von „eiergeschichten“ angeregt wird.

besonders gut lässt sich diese schreibidee durchführen, wenn man räume zur verfügung hat, die über eine kochgelegenheit verfügen. auf alle fälle sollte die schreibgruppenleitung für alle teilnehmerInnen mindestens ein ei besorgen. die rohen eier werden zu beginn an die teilnehmerInnen verteilt. dann werden von allen kurze texte von maximal einer seite zum rohen ei, das vor ihnen liegt verfasst.

anschließend bekommen alle teilnehmerInnen ein schälchen, in das sie das ei schlagen können. abermals wird zu eiweiß und eigelb ein kurzer text von maximal einer seite verfasst. danach werden die eier in eine größere schüssel gegeben und es wird daraus rührei gemacht. im vorfeld sollte gefragt werden, ob alle teilnehmerInnen davon essen wollen. jedenfalls bekommen alle ein tellerchen mit rührei und sollte vor dem essen oder danach abermals einen kurzen text von maximal einer seite dazu verfassen. nun werden jeweils alle drei kurzen texte vorgelesen.

dann notieren sich die schreibgruppenteilnehmerInnen, was man mit eiern noch alles machen kann: von ostereiern bis zu wurfgeschossen auf unliebsame zeitgenossen. im anschluss wird eine längere geschichte geschrieben, in der das ei eine wichtige rolle spielt (dies können auch dialoge sein, wie sie zum beispiel loriot zum hartgekochten ei verfasst hat). die geschichten werden vorgetragen und es findet eine kurze feedbackrunde statt.

zum abschluss wird ein perspektivwechsel vorgenommen. es ist eine geschichte aus der perspektive eines eis zu schreiben. da kann die evolutiongeschichte neu formuliert werden, man kann in die rolle eines froscheis schlüpfen oder eben die tortur in der küche beschreiben. die eiergeschichten werden anschließen vorgetragen und es findet eine feedbackrunde statt. sollten dann alle noch nicht genug cholesterin zu sich genommen haben, kann man aus weiteren eiern noch eierspeisen zaubern.