kreatives schreiben und fühlen

kreativität hat viel mit fühlen und spüren zu tun. kreativität ist eng verknüpft mit der intuition, also mit dem hören auf das eigene bauchgefühl. und das eigene bauchgefühl basiert anscheinend laut diverser untersuchungen auf einem riesigen pool von unbewussten wahrnehmungen und eindrücken. ja, je mehr raum man dem fühlen und spüren gibt, um so leichter lassen sich intuitive momente nutzen.

und so bietet das kreative schreiben diverse techniken, schreibend der intuition raum zu geben, den inneren zensor in den hintergrund zu rücken und sich fröhlich im spüren und fühlen zu tummeln. allein das freewriting, das cluster oder diverse assoziationstechniken nutzen die intuition für spätere kreative schaffensphasen.

doch gleichzeitig stellt sich ein phänomen ein, das ebenso dem spüren und fühlen mehr raum gibt und das im laufe der zeit das kreative schreiben ebenso ständig mit neuen ideen füttert. die wahrnehmung verändert sich. wer einmal angefangen hat, ideen aus der umwelt zu schöpfen, dem ist sicherlich aufgefallen, dass die wahrnehmung derselben intensiver wird. man achtet verstärkt auf ereignisse, eindrücke und eben auf das bauchgefühl. es fällt schwer, diese entwicklung wieder rückgängig zu machen. eher empfiehlt es sich, immer ein büchlein oder ein blatt papier und einen stift bei sich zu führen, um die eindrücke zu notieren.

denn wenn man nicht ausschließlich auf die unbewussten wahrnehmungen hoffen möchte, die mit der intuition hervorgespült werden, dann kann man diesen prozess auch ein wenig steuern. nur einen gedanken, ein fühlen niederschreiben, kurz nachdem sie geschehen sind, das kann später sehr hilfreich sein. selten greift man das notierte eins zu eins wieder auf, aber man hat sich sozusagen einen intuitiven pool außerhalb des eigenen bauchs und kopfs geschaffen. den kann man anzapfen, wenn man lust hat, zu schreiben, einem aber gerade nichts interessantes einfällt.

fühlen ist für das kreative schreiben eine von mehreren grundlagen. es kommt zum beispiel auch dann zum tragen, wenn man sich in die leserInnen versetzen möchte, die angesprochen werden sollen. man macht sich eine gedankliche vorstellung, wie sie auf das geschriebene reagieren könnten, vermischt dies aber gleichzeitig mit einem nachspüren, einer ahnung.

auch beim kreativen schreiben, wie in den anderen posts zum fühlen auch, macht es den eindruck, wie wenn dieses fühlen erlernbar wäre, man es durch veränderte aufmerksamkeiten fördern kann. das ist eigentlich die schöne nachricht am „fühlen“. es bildet die grundlage für die vorstellung, dass jeder mensch kreativ sein und ein künstler, eine künstlerin sein könne. mein tipp: spüren so doch einfach mal hin, was sie gerade fühlen, wenn sie diese zeilen lesen und machen sie sich ein paar notizen.

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