schreibidee (303)

dieser sommer war in vielen regionen recht feucht. dabei entwickelte sich erst eine gehörige luftfeuchte und dämpfigkeit, anschließend, bildeten sich die entsprechenden wolkengebilde und es folgten turbulente niederschlagsszenarien begleitet von ordentlichen gewittern. gewitter scheinen die dramatisierungen der wettergötter und wetterfeen zu sein. eine kleine schreibanregung zu „gewittergeschichten„.

gewitter sind wunderbare grundlagen für den aufbau eskalierender szenarien bis sich alles entlädt. darum mögen die schreibgruppenteilnehmerInnen in kurzen stichworten die abfolgen eines gewitters und die arten der entladung notieren, um sie anschließend in der gruppe vorzustellen. am flipchart werden alle aspekte eines gewitters in eine zeitliche reihenfolge gebracht. ebenso werden die unterschiedlichen verlaufsformen nebeneinander gestellt, was zum beispiel bei der entladung den starkregen, neben dem hagelschauer, dem wetterleuchten und der sturmböe stehen lässt.

die verschiedenen begrifflichkeiten und zustände während eines gewitters werden nun als analogien verwendet. alle teilnehmerInnen notieren sich emotionen und ereignisse neben die wetterphänomene. auch dies kann wieder stichwortartig geschehen und es können zu einem wetterzustand gern mehrere analogien notiert werden. so kann drückendes, dämpfiges wetter mit einem saunagang, aber auch mit drückenden stimmungen in beziehung gesetzt werden.

anschließend wählen sich die schreibgruppenteilnehmerInnen zwei analogien aus und beschreiben sie auf jeweils maximal zwei seiten ausführlicher. die kleinen analogien werden in der schreibgruppe vorgetragen, es findet keine feedbackrunde statt.

nun wird ein szenario erstellt, das eine große analogie zum gesamten gewitterwetter darstellt. angefangen mit der zunehmenden wärme, über die verschiedenen luftmassen, die aufeinander prallen, die wolkentürme, die luftfeutigkeit und dergleichen mehr. welche geschichte kann man analog zur wetterentwicklung finden? aus der analogie entsteht eine ausführliche geschichte, die niedergeschrieben wird. eine situation, die sich im laufe der zeit beständig zuspitzt, bis es zur entladung und anschließenden abkühlung kommt. die gewittergeschichten werden vorgelesen und es findet eine ausführliche feedbackrunde statt. dabei wird betrachtet, wie treffend die geschichte eine analogie zu einem gewitter ist.

am schluss kann der schreibgruppe zur abkühlung eistee oder ein kaltgetränk angeboten werden 😉

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