Tagesarchiv: 6. September 2011

schnickschnack (101)

alles digitale ist elektronisch, benötigt strom, damit es in datenpäckchen umgepackt werden kann und gespeichert wird. kein wunder, dass die ausstellung, der kongress oder auch die messe in linz „ars electronica“ heisst und sich in der hauptsache mit den verwendungsmöglichkeiten digitaler verarbeitung auseinandersetzt. dabei liegt ein schwerpunkt sicherlich auf der künstlerischen bearbeitung digitaler möglichkeiten.

aber schaut man sich das programm an, dann geht es noch um viel mehr. es geht zum beispiel um zukunftsperspektiven: wie in zukunft mit all den digitalen errungenschaften umgegangen werden soll. es findet zudem ein wettbewerb statt, der viele und hohe prämierungen vergibt. es lohnt ein blick in die prämierungsliste und man bekommt ein gespür dafür, wofür der digitale lebensbereich nutzbar ist.

es finden sich projekte, perfomances, programme und vieles andere darunter. eins, zwei dinge werde ich hier noch vorstellen. die „ars electronica“ endet heute, aber im internet gibt es zum glück archive. vorbeischauen lohnt sich, wenn man sich für die digitalen lebens- und kunstwelten interessiert. zu finden ist das alles unter http://www.aec.at/news/ .

liste (65) – wald

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um den „wald„.

dinge, die ich am liebsten aus dem wald mitbringe:

dinge, die ich am liebsten im wald mache:

waldregionen, die mir am besten gefallen:

dinge, die mir im wald angst machen:

meine schönsten gedanken bei waldspaziergängen:

wortklauberei (79)

„sozialer patriotismus“

der thesaurus in meinem computer bietet als einen begriff für „patriotismus“ das wort „volkstümelei“ an. da bekommt dann die umschreibung des zukünftigen wegs der spd durch herrn gabriel eine treffende richtung, denn es wäre von „sozialer volkstümelei“ zu reden. warum diese wortwahl?

kann sich mal jemand entscheiden, was wir sind. sind wir nun eine globalisierte welt, eine europäische gesellschaft oder sind wir wieder deutscher nationalstaat, der sich nur um seine belange schert? eigentlich bietet die deutsche sprache einen ausreichenden begriff dafür, dass sich reichere menschen auch um ärmere menschen sorgen und dass ärmere menschen ebenso chancen erhalten wie reichere menschen. der begriff lautet „solidarität„.

und um solidarität auszuüben oder solidarisch untereinander zu sein, benötige ich keinen hinweis auf die nationalstaatlichkeit, das können menschen auch über grenzen hinweg. die krux besteht jedoch darin, dass die spd in den letzten jahren fleissig mit daran beteiligt war, die solidargemeinschaft unserer gesellschaft aufzulösen. vieles wäre aufgrund der globalisierung nicht mehr finanzierbar gewesen, müsse sich ändern, um konkurrenzfähig zu bleiben.

tja, und jetzt die kehrtwende, zurück hinter die grenzen. dabei wird aus den augen verloren, dass gesellschaften noch so patriotisch sein können, sich aber trotzdem verschulden ohne ende und ungerecht die reichtümer verteilen. also noch das wörtchen „sozial“ davor. doch die begriffe „sozial“ (thesaurus: zwischenmenschlich) und „patriotisch“ widersprechen sich an den hochgezogenen mauern. „sozialer patriotismus“ klingt hübsch, hilft uns aber auch nicht weiter.