schreibidee (315)

irgendwann lernten wir menschen, aufrecht zu laufen. das war ein vorteil, da wir somit die steppe besser überblicken konnten und wussten, wann (fress)feinde auf uns zukamen. das führte aber dazu, dass wir andere wichtige details ab und zu außer acht lassen, nämlich, was zu unseren füssen geschieht. wir stolpern gern mal oder geraten in eine bodenfalle, also zumindest in den actionfilmen 😉 . nur wer rückenprobleme hat, schaut beständig auf den boden. darum dieses mal eine schreibanregung zu „bodenhaftungsgeschichten„.

den schreibgruppenteilnehmerInnen wird im vorfeld des gruppentreffens eine aufgabe übermittelt. sie mögen eine woche lang immer mal wieder auf ihren wegen ausschließlich auf den boden blicken und notieren, was sie gesehen haben. das kann zu reichhaltigen notizen führen, denn es liegt mehr auf dem boden rum als man so vermutet. diese notizen sollen zum treffen der schreibgruppe mitgebracht werden. zu beginn werden alle eindrücke des bodensatzes auf dem flipchart notiert.

aus der sammlung aus liegengebliebenem wählen sich alle teilnehmerInnen jeweils drei gegenstände aus und schreiben dazu eine kurze geschichte von maximal zwei seiten länge. die geschichten werden in der schreibgruppe vorgetragen, es findet keine feedbackgruppe statt.

anschließend erstellen alle teilnehmerInnen ein cluster zu dem thema „füsse“, eigentlich unser zweites paar hände, die sich zu gehwerkzeugen entwickelt haben. auch hierzu wird eine kurze geschichte von maximal zwei seiten geschrieben, die ohne feedback in der gruppe vorgetragen wird.

nun kommt ein längerer schreibabschnitt. es sind zwei geschichten zu schreiben, die sich in einem detail und damit natürlich in der handlung unterscheiden sollen. in der geschichte gibt es eine(n) protagonistIn. er / sie verliert einmal die bodenhaftung und einmal bleibt die bodenhaftung bestehen. wie entwickeln sich die zwei ähnlichen handlungen mit und ohne bodenhaftung? es kann länger geschrieben werden. beide geschichten werden hintereinander in der schreibgruppe vorgetragen. in der feedbackgruppe wird beleuchtet wie eindrucksvoll bodenhaftung und verlorene bodenhaftung umgesetzt wurden.

anschließend verabschieden sich die schreibgruppenteilnehmerInnen in die schwerelosigkeit 😀 .

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