Tagesarchiv: 18. Oktober 2011

schreibgruppen selber gründen – die zusammenfassung

10 hinweise, was man beachten und entscheiden muss, wenn man eine schreibgruppe selber gründen möchte, habe ich hier veröffentlicht. sie geben nur einen ausschnitt der fragestellungen, mit denen man beschäftigt sein wird, wieder. aber sie können den weg in eine gruppengründung eventuell erleichtern und klarer machen.

darum seien die 10 tipps hier noch einmal als links gebündelt. und sollte es weitere anregungen oder gedanken zur schreibgruppengründung geben, werde ich sie hier gern veröffentlichen. wie schon geschrieben, mehr als ein überblick wird es nicht sein. viel spaß beim gründen.

christof zirkel

schreibgruppen selber gründen:

01 die eigene rolle festlegen

02 werbung

03 organisation

04 ort

05 rhythmus / zeit

06 teilnehmer_innen

07 (schreib)gruppenleitung

08 geld / kosten

09 gruppen und konflikte

10 ergebnisse

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wortklauberei (84)

„flexiquote“

zur zeit gebiert die politik einen skurrilen begriff nach dem anderen. psychologisch gedeutet könnte man schreiben, es ist wohl eine zeit der unsicherheit und des nicht weiter wissens, denn sonst müsste man nicht so viel mit wortschöpfungen kaschieren. gerade ist es der quotenkampf um frauen in den führungsetagen der unternehmen. da man den herren der führung nicht zu nahe treten möchte, jedenfalls die aktuell dafür zuständige ministerin, fordert sie keine „frauenquote“, sondern eine „flexiquote“.

doch flexiquote ist abermals ein widerspruch in sich. eine quote stellt einen anteil dar, meist in prozent aber manchmal auch in festen stückzahlen. dieser anteil kann zwar variieren, aber in dem moment, in dem die quote gilt, ist sie ein fester wert. „flexi“ soll ja wohl der verniedlichende ausdruck für „flexibel“ sein, so wie „fix und foxi“. und betrachtet man „flexi“bel genau, dann ist ein synonym „biegsam“. sehr passend.

flexi relativiert die quote in allen bereichen, ist also eigentlich die vernichtung einer quote. denn die biegsame handhabung eines anteils ist nichts anderes als gelebte beliebigkeit ohne irgendeine grundlage. wenn wir dann schon solche nicht-quoten einführen, dann wäre ich dafür dass bei meiner steuer eine „flexiquote“ eingeführt wird, die es mir ermöglicht in der form einer selbstverpflichtung, die quote beliebig festzulegen.

um es noch einmal auf den punkt zu bringen: „flexiquote“ ist das bestreben trotz verwendung des wortes quote, keine quote zu haben, und ist die kleine schwester des „nullwachstums“.

p.s.: höchstens frau ministerin meinte damit, dass flexi von „flexen“ mit dem winkelschleifer kommt und sie damit an den stühlen der männlichen chefs sägen möchte. doch es macht einen anderen eindruck.