schreibpädagogik und fremde

viele verschiedene schreibgruppen bieten sich im zusammenhang mit der „fremde“ an. angefangen bei schreibreisen, die man in der gruppe oder auch allein unternehmen kann und die man mit texten zur reise begleiten kann, über schreibgruppen für menschen, die neu in deutschland angekommen sind und versuchen, sich zurecht zu finden, bis zu gruppen für menschen mit migrationshintergrund, die teilweise zwischen baum und borke sitzen und sich manchmal in ihren beiden lebensländern irgendwie „fremd“ fühlen.

je globalisierter die welt wird, um so leichter kann man „fremde“ orte aufsuchen, dort hinziehen (obwohl viele einreisebestimmungen, die immer noch verhindern) oder weit umherziehen. das kreative oder auch das biografische schreiben (z.b. tagebuch) bieten viele möglichkeiten, die eigenen eindrücke auszudrücken.

so kann man selbstreflexive texte verfassen, die widerspiegeln, wie man versucht fuss zu fassen, wie man erste kontakte knüpft, wo die unterschiede zur bisherigen „heimat“ liegen, welche schwierigkeiten einem begegnen und darüber wie man sich durch die äußeren einflüsse verändert, was man dazulernt, was einem gefällt und welchen spaß man in der „fremde“ hat.

oder man verwandelt die eigenen eindrücke in geschichten, transportiert sie in etwas kreatives. das kreative gibt weniger die eigene gefühlslage wieder, sondern lässt sich durch das neue, aufregende beeinflussen. man wird zu entdeckerInnen, die neue welten erkunden und denen dabei vieles begegnet, das assoziationen hervorruft und schreibideen entstehen lässt. man kann land und leute porträtieren, man kann geschichten auf der strasse aufsammeln oder man nutzt die neue umgebung, um in der landessprache beim schreiben fuss zu fassen.

das schreiben nimmt dem „fremden“ oft seinen schrecken, macht vieles verständlicher. oder wie schon oben vorgeschlagen, man versucht darüber zwischen den eigenen bedürfnissen und der neuen gesellschaft eine brücke zu bauen. und sollte einem ablehnung aus der umgebung entgegenkommen (was ja zum beispiel in deutschland nicht so selten ist), dann kann man sich damit schriftlich auseinandersetzen. kreatives und biografisches schreiben können auch gegen fremdenfeindlichkeit zeichen setzen. man kann eigens dazu eine schreibgruppe initiieren oder auch nur an einer teilnehmen. dabei lässt sich mit engagierten vereinen und gruppen zusammenarbeiten und es können anschließend die ergebnisse veröffentlicht werden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s