Tagesarchiv: 12. Februar 2012

ein seminar zum einstieg ins wissenschaftliche schreiben in der schreibboutique christof zirkel

es fällt schwer, eine hausarbeit zu verfassen? man hat schwierigkeiten, längere texte für ein handout oder thesenpapier kurz und knapp zu verfassen? man möchte sich auf spätere, längere schreibprozesse im wissenschaftlichem schreiben vorbereiten?

dann gibt es ab dem 28.02.2012 ein seminar in der schreibboutique christof zirkel. an fünf terminen von jeweils drei stunden länge werden die verschiedenen grundlagen des wissenschaftlichen schreibens vermittelt. gleichzeitig werden schreibtechniken vorgestellt, die es leichter machen, ideen zu generieren, thesen zu formulieren, einen roten faden zu finden, eine verständliche und aufgelockerte schreibsprache zu verwenden und gleichzeitig den wissenschaftlichen anforderungen gerecht zu werden.

in dem seminar werden vorgehensweisen des wissenschaftlichen arbeitens kombiniert mit schreibtechniken des kreativen schreibens. die teilnehmerInnen können mit hilfe diverser formen der selbstreflexion ihren wissenschaftlichen schreibprozess selbst analysieren und optimieren. der einstieg in den schreibfluss soll erleichtert werden und vieles mehr. weitere informationen zu den terminen und modalitäten finden sich hier: http://schreibboutique.de/wissenschaftliches-schreiben/.

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schreibidee (341)

um das eigene schreiben weiterzuentwickeln, empfiehlt sich der perspektivwechsel beim schreiben. das schärft den blick für ereignisse, für kleinigkeiten und für außergewöhnliche situationen. man kann abseits der üblichen zwischenmenschlichen perspektiven, auch etwas absurdere haltungen einnehmen. darum dieses mal eine schreibanregung zu „geschichten aus der perspektive eines handtuchs“.

zum beginn der schreibgruppe kann die gruppenleitung verschiedene handtücher mitbringen, um ein gespür für die vielfalt der stoffstücke zur abtrocknung zu geben. die schreibgruppenteilnehmerInnen werden dazu eingeladen, sich zu überlegen, was für ein handtuch sie gern wären (es kann sich auch um geschirrhandtücher oder handtücher in krankenhäusern und hotels handeln, selbst papierhandtücher sind eine möglichkeit). die teilnehmerInnen beschreiben sich als handtuch auf maximal zwei seiten und die texte werden in der schreibgruppe vorgetragen.

im anschluss soll der alltag dieses handtuchs, das sie sind, beschrieben werden. wie werden sie genutzt? mit was oder wem kommen sie in berührung? wie fühlt sich das an? was sehen sie als handtuch in ihrer umgebung (was erlebt zum beispiel ein sauna-handtuch?)? die schreibenden formulieren eine kleine geschichte zum alltag eines handtuchs. dabei können veschiedene situationen beschrieben werden, können gedanken und gefühle des handtuchs wiedergegeben werden oder können dialoge mit anderen gegenständen stattfinden. die bandbreite ist groß. die texte werden vorgetragen und es findet eine kurze feedbackrunde statt.

gemein wird es für handtücher, wenn sie zweckentfremdet werden. eine situation, die häufiger vorkommt, die der mensch achtlos vollzieht, die aber dem handtuch schmerzen bereiten kann, es emotional verletzt 😉 nun soll von den schreibgruppenteilnehmerInnen die zweckentfremdung in einer kleinen geschichte beschrieben werden. die geschichten werden anschließend in der schreibgruppe vorgetragen. sie sind aber nur die vorbereitung auf die eigentlich große geschichte.

denn im leben eines handtuchs kommt es mindestens einmal zu einem außergewöhnlichen ereignis, an das sich das handtuch sein leben lang erinnern wird. die schreibenden formulieren eine story, in der das handtuch eine wichtige oder außergewöhnliche rolle spielt. ob dies nun während des normalen handtuchdaseins oder während einer zweckentfremdung geschieht, bleibt den teilnehmerInnen überlassen. die geschichten werden in der schreibgruppe vorgetragen und es findet eine feedbackrunde statt, die eventuell das verständnis für die perspektiven eines handtuchs verbessern.