biografisches schreiben und lachen

„heiter weiter“ könnte man zum motto seines lebens machen. doch oft gestalten sich lebensläufe nicht ganz so entspannt und fröhlich. aber jeder mensch kennt situationen, in denen er sich vor lachen ausschüttelte. jeder mensch hat freunde und bekannte, die es immer wieder schaffen, einen zum lachen zu bringen. nur wenigen menschen ist das lachen vollständig vergangen. etliche untersuchungen sollen auch gezeigt haben, dass lachen gesund sei, so dass sich inzwischen menschen zu „lach“-gruppen zusammengeschlossen haben.

also kann man die eigene biografie auch einmal unter einem humorvollen gesichtspunkt betrachten. kann man sich an situationen erinnern, die randvoll mit lachanfällen waren? was war der auslöser? wie erinnert man sich heute an die situationen? waren drogen im spiel 😉 ? mit welchen menschen hat man immer sehr viel zusammengelacht und tut es vielleicht auch heute noch? wie viel lachen kam in den eigenen beziehungen vor? kann man über sich selbst lachen?

noch interessanter wird es oft, wenn man bei der eigenen lach-lebensgeschichte genauer betrachtet, was einem zum lachen beigebracht wurde. sehr oft wird menschen beigebracht, dass man nicht zu laut und nicht zu auffällig lacht. vor allen dingen männern wird anscheinend das tiefe, kumpelhafte lachen vermittelt, aber so aus voller inbrunst laut loslachend erlebt man sie selten. genetisch bedingt kann das nicht sein, da es auch anders geht. also gibt es wohl die unausgesprochene regel, dass männer nicht kreischen, nicht losprusten und nicht den ganzen raum mit ihrem lachen füllen.

doch wer hat einem dies vermittelt? ebenso, wie manche frauen ausschließlich die hohen tonlagen bedienen, obwohl ihre stimmfrequenzen zu ganz anderen tönen fähig sind. auch dies ist nicht selten gesellschaftlich vermittelt. man kann einmal sein eigenes lachen aufnehmen und nachhören, wie es auf einen selber wirkt. und wann hat man das letzte mal so richtig aus dem bauch heraus gelacht?

wenn einem diese betrachtungen zu heiter sind, dann sollte man auf die momente blicken, die einem das lachen vergehen ließen. wann kippte im eigenen leben einmal eine sehr fröhliche runde in ihr gegenteil? hat man viel auf kosten anderer gelacht oder wurde man oft ausgelacht? welchen umgang findet man damit? wann stört einen lautes lachen anderer und wann nicht?

lachen scheint eine emotionsäußerung von uns zu sein, die vielfältiger nicht sein kann. vergleicht man es mit dem weinen, ist die bandbreite der ausdrücke und situationen größer. und wenn wir es ausgiebig erlebt haben, dann schätzen wir es sehr. na dann, heiter weiter, wenn möglich 😆

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