schreibpädagogik und medien

bei der anleitung von schreibgruppen können alle medien eine gute unterstützung sein. je nach schreibanregung kann man jedes medium verwenden: radio, fernsehen, zeitung, zeitschriften, bücher, tonträger, internet, film-dvds und was einem sonst noch so in kombination einfällt. der computer ermöglicht es uns heute alles collagierend miteinander zu verbinden. sollte man gut vernetzt sein und eine prima digitale ausstattung zur verfügung haben, dann können multimediale projekte leicht in angriff genommen werden.

leider stehen dem meist noch technische hürden im weg. denn sonst wäre es leicht möglich eine kombination aus kollaborativem schreiben und der verstärkung des geschriebenen durch bilder, töne und filme herzustellen, die wiederum als projekt oder labyrinth im internet der öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. das ganze eingerahmt von einem ansprechenden und die texte verstärkenden layout ließe „einmalige“ auftritte zu.

doch auch abseits solcher überbordenden collagen genügen manchmal kurze einsätze einzelner medien, um eine schreibidee einzuleiten oder zu verwirklichen. das fängt bei fotografien aus zeitschriften (oder dem internet) an, geht weiter über einzelne zeitungsartikel, bücher, radiosendungen (interviews, hörspiele …), filmausschnitte, kurzfilme oder spielfilme, animierte homepages oder nachschlagewerke im internet bis zu musikalischer untermalung oder präsentationen. in diesem blog habe ich etliche schreibideen vorgestellt, die unter der verwendung einzelner medien umsetzbar sind.

noch konkreter wird die vorstellung der medien beim „uncreative writing“, da dort der gedanke des „remix“ eine große rolle spielt. diese technik kann auf alle eben aufgezählten medien angewendet und mit geschriebenem verknüpft werden oder zu geschichten animieren. einzig zu beachten scheint mir, dass der mediale in schreibgruppen zeitlich nicht dominiert. so kann es für teilnehmerInnen frustrierend sein, erst einen 90-minütigen film anzuschauen, um dann noch eine halbe stunde etwas zu schreiben.

natürlich kann man zwischenzeitlich medial in die vollen gehen, doch man sollte mit der schreibgruppe abklären, ob dies auch in ihrem interesse ist. solche konzentrationen können sehr spannend werden aber auch die schreibmotivation reduzieren. auch der technische aufwand ist zu bedenken. wenn man bei der vorbereitung einer schreibgruppe die meiste zeit darauf verwendet, mit den technischen voraussetzungen klar zu kommen, dann können schlichtere anregungen eventuell mehr erreichen.

als gruppenleitung sollte man zudem darauf achten, dass man während der anleitung durch den einsatz von medien nicht zu stark zum multitasking gezwungen ist. dies kann einen schnell fahrig wirken lassen und die darstellung der schreibanregung leidet meist darunter. also empfiehlt sich meist, sich auf ein medium zu konzentrieren, dies aber ausführlich zu nutzen. oder man findet unterstützung durch eine weitere person, die sich auf die bedienung der medien konzentriert, damit man sich darüber keine gedanken machen muss.

manchmal können dann in schreibgruppen nicht nur tolle texte entstehen, sondern auch in anderen künstlerischen bereichen zusätzliche ergebnisse entstehen und die kreativität weiteren ausdruck finden.

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