Tagesarchiv: 21. März 2012

biografisches schreiben und bürokratie

es gibt und gab regelungen in unserer gesellschaft, die menschen handlungsunfähig machten und machen. ein lied davon können asylbewerberInnen (allein das wort ist eine zumutung) singen. hier war die bürokratie die beste möglichkeit, zuwanderung zu verhindern. ein klassiker dabei war zum beispiel, dass für mitbürger aus anderen ländern eine aufenthaltsberechtigung ausgestellt wurde, wenn sie arbeit nachweisen konnten. sie bekamen aber meist arbeit nur, wenn sie eine aufenthaltsberechtigung nachweisen konnten. wo anfangen. vielleicht kennen sie ähnliche situationen.

in der eigenen lebensgeschichte kann die bürokratie eine große rolle spielen. es kann einem widerfahren sein, dass der eigene lebensweg durch gesellschaftliche regeln und ausführungen verstellt wurde. es beginnt eigentlich mit der einschulung. das bildungssystem hat nur wenig mit wirklichen kompetenzen zu tun, es hat mit wissensverwaltung zu tun. was haben sie in diesem zusammenhang erlebt? wie ging es weiter in lehre, studium und dann beruf? wie weit konnten sie wirklich das machen, das sie interessierte?

es ist ganz logisch, dass sich große soziale netze regeln geben müssen, um miteinander auszukommen und möglichst viele zu berücksichtigen. doch diese regeln müssten regelmäßig überprüft werden, um sie langfristig menschlicher zu gestalten. wie sind sie mit den regeln klar gekommen? welche regeln erlebten sie in ihrem leben überflüssig, nervend und inhuman? in welchen situationen war ihre ohnmacht am größten. oder für den perspektivwechsel die frage: wann fühlten sie sich frei? beim biografischen schreiben sollte die verwaltung unseres eigenen lebens ruhig auch einmal betrachtet werden, denn meist wird der einfluss auf unsere entwicklung unterschätzt.

der widerstreit zwischen subjektiven bedürfnissen und den bedürfnissen der gesellschaft an einen wird selten offen ausgetragen, er findet nur noch mit stellvertreterInnen statt. und die stellvertreterInnen verwalten die finanzielle absicherung im auftrag der gesellschaft. doch wie gut können wir unsere vorstellungen von Weiterlesen

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Frühlingsanfang – Wikipedia

jepp,

wieder mal das schaltjahr vergessen und gedacht, heute ist der frühlingsanfang. doch zu spät, der zug ist abgefahren. also gestern um 06.14 uhr war es soweit. da funktionierte das mit dem wetter auch besser. schön, wenn es die tag-und-nacht-gleiche gibt.  Frühlingsanfang – Wikipedia.

selbstbefragung (158) – bürokratie

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um die „bürokratie“.

  • in welchem moment kam die bürokratie das erste mal über sie? beschreiben sie.
  • welche unterlagen haben sie überhaupt nicht verstanden?
  • welches problem bekamen sie im zuständigkeitswirrwarr nie geregelt?
  • verhalten sie sich auch manchmal bürokratisch? warum?
  • wann bedeutet bürokratie sicherheit für sie?
  • wie würden sie das steuersystem verändern? beschreiben sie.
  • bei welchen bürokratischen abläufen finden sie unsere gesellschaft am ungerechtesten?
  • wie gehen sie heute mit bürokratischen situationen um? beschreiben sie.
  • ist so eine „selbstbefragung“ wie diese hier nicht auch ganz schön bürokratisch? warum?
  • welches gesetz würden sie sofort erlassen?

die letzten 150 selbstbefragungen sind als links hier gebündelt: https://schreibschrift.wordpress.com/2012/01/05/1500-fragen-zur-selbstbefragung-aus-diesem-blog/