Monatsarchiv: März 2012

liste (100) – korruption

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „korruption“.

meiner ansicht nach die schlimmsten auswüchse der korruption:

meiner ansicht nach die korruptesten menschen:

in diesen situationen habe ich korruption am eigenen leib gespürt:

meiner ansicht nach die wichtigsten strategien gegen korruption:

in diesen momenten wäre ich gern selber korrupt:

liste (99) – nackt

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um das „nackte“.

in diesen situationen habe ich mich immer besonders „nackt“ gefühlt:

das gefällt mir an meinem nackten körper am meisten:

das gefällt mir an anderen körpern am meisten:

meine besten strategien um mich nicht nackt zu fühlen:

diese menschen möchte ich gern nackt sehen:

liste (98) – soziales gewissen

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um das „soziale gewissen“.

in diesen situationen muss ich andere menschen helfen und kann nicht anders:

hierbei finde ich unsere gesellschaft am ungerechtesten:

diese dinge finde ich ethisch überhaupt nicht vertretbar:

in diesen situationen komme ich immer in gewissenskonflikte:

am meisten solidarisch fühle ich mich mit diesen menschen:

liste (97) – wut

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „wut“.

das macht mich zur zeit sehr wütend:

so äußert sich bei mir wut meistens:

diese menschen haben mich mal sehr wütend gemacht:

diese menschen waren auf mich wütend:

das mache ich meist, um die wut loszuwerden:

liste (96) – sex

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um den „sex“.

meine sexuellen vorlieben:

das bedeutet sex für mich am meisten:

menschen, mit denen der sex toll war:

menschen, mit denen der sex nicht toll war:

menschen, mit denen ich gern sex hätte:

tag der listen

manchmal überkommt einen der wunsch die „100“ voll zu machen. so ein tag ist heute. da schwirren die ganze zeit immer wieder neue listen zur selbstbefragung durch den blog und bewegen sich langsam auf die 100te liste zu. doch heute soll sich dieser prozess einfach beschleunigen: eine liste nach der anderen wird hier erscheinen, um ausstehendes abzuhaken.

da kann, wenn man möchte, einfach einen tag der listen auch im eigenen alltag durchführen. sich mal hinsetzen und zu den themen, die ungeklärt scheinen, ständig durch den kopf schwirren, listen erstellen oder erstellte listen ausfüllen. schaden kann es nicht. man kann die listen ja jederzeit verwerfen oder verändern. denn es ändern sich auch in unserem leben immer wieder die prioritäten.

eine liste ist keine verordnung. sie bildet auch mein umdenken ab. doch gleichzeitig kann eine liste manche überlegungen oder unsicherheiten strukturieren und bei entscheidungsfindungen helfen. in diesem sinne, heute viele listen und in den nächsten tag die liste der 100 listen mit den passenden links.

frohes auflisten wünscht

christof zirkel

50 schreibideen aus diesem blog zum 7ten mal

da die sammlung an schreibideen immer größer wird, kann man sie hier auch häppchenweise durchsehen. hier also die schreibideen 301 bis 350. viel spaß damit und falls was gefällt ruhig aus dem blog kopieren. wie immer wäre eine kleine erwähnung des blogs am rande nett. (um zur eigentlichen schreibidee zu kommen, einfach draufklicken.)

die schreibideen bieten die möglichkeit, sie für sich selbst durchzuführen (auch wenn die beschreibung für schreibgruppen konzipiert ist). natürlich sind sie auch anregung, eigene schreibideen zu entwickeln.

frohes schreiben wünscht

christof

p.s.: alle schreibideen im überblick befinden sich auch in einem extra-blog unter http://schreibideen.schreibboutique.de!

schreibidee 301: aufgeräumte geschichten

schreibidee 302: raschelnde dialoge

schreibidee 303: gewittergeschichten

schreibidee 304: service-personal-texte

schreibidee 305: licht-geschichten

schreibidee 306: weinprobe

schreibidee 307: ausreden-texte

schreibidee 308: trauerreden

schreibidee 309: zitat-stories (remixed)

schreibidee 310: notizbuch-reste

schreibidee 311: lebens(t)raum-geschichten

schreibidee 312: nasen-geschichten

schreibidee 313: blatt-fall-geschichten

schreibidee 314: bunte-blätter-texte

schreibidee 315: bodenhaftungsgeschichten

schreibidee 316: selbstporträt-texte

schreibidee 317: textrand-geschichten

schreibidee 318: spinnennetz-texte

schreibidee 319: zahnrad-geschichten

schreibidee 320: strassenschilder-stories

schreibidee 321: analog- und digital-flarf

schreibidee 322: o-t-z-texte

schreibidee 323: buch-relaunch

schreibidee 324: vokal-tausch

schreibidee 325: barocke geschichten

schreibidee 326: absurde theorien

schreibidee 327: weihnachtsbaum-texte

schreibidee 328: gedankenspiele

schreibidee 329: gestrandete geschichten

schreibidee 330: mild vs. wild

schreibidee 331: renovierungsgeschichten

schreibidee 332: weltuntergang-stories

schreibidee 333: flotte-dreier-geschichten

schreibidee 334: freitag-den-13ten-geschichten

schreibidee 335: gebrauchsanweisungen

schreibidee 336: lebensliste-text

schreibidee 337: predigt-text

schreibidee 338: tränendrüsen-stories

schreibidee 339: milchprodukt-geschichten

schreibidee 340: wasser-geschichten

schreibidee 341: geschichte aus der perspektive eines handtuchs

schreibidee 342: ganz-nah-geschichten

schreibidee 343: digitale annäherungs-texte

schreibidee 344: intrigante geschichten

schreibidee 345: überraschende wendungen

schreibidee 346: geschichten-schichten

schreibidee 347: zitronen-stories

schreibidee 348: zebra-geschichten (schwarz-weiss)

schreibidee 349: nerd vs. herd

schreibidee 350: heimat-jedichte

schreibidee (352)

werbung und digitalfetischisten wollen uns glauben lassen, dass die digitale kommunikation und arbeit die lösung all unserer schwierigkeiten und probleme darstellen. ja, dass gar wie von zauberhand unser leben, unsere gesellschaft besser und bereichert werden. sie suggerieren uns mehr kontrolle und authentizität. es klingt wie im märchen. darum dieses mal eine schreibanregung zu „digitalen märchen“.

welche digitalen märchen kennen sie? dies ist die einstiegsfrage, die in der schreibgruppe gestellt werden kann. alle teilnehmerInnen erstellen eine liste, in der sie auflisten, welche dinge zum digitalen leben vermittelt wurden, jedoch der erwartete effekt stellte sich nicht ein. ein klassiker ist zum beispiel die aussage, dass die digitalisierung zeit spare. viele menschen haben das gegenteilige gefühl. und die entlarvung der märchen, dadurch, dass sie geschrieben werden, wird eventuell einen bewussteren umgang mit den digitalen werkzeugen ermöglichen.

zu dieser liste notieren sich die teilnehmerInnen ein paar stichworte, weshalb die propagierten aussagen für sie märchen sind. hier können persönliche erfahrungen oder erfahrungen von anderen einfließen. anschließend werden die märchen am flipchart gesammelt, es wird sich kurz darüber ausgetauscht und alle schreibgruppenteilnehmerInnen wählen einen aspekt für sich aus.

um ein märchen zu einem märchen werden zu lassen, sollten bestimmte kriterien auftauche. neben dem „es war einmal …“ braucht es ein paar fabelhafte wesen oder ereignisse (feen, zauberei, …) und es bedarf einer moral der geschicht, die sie glücklich bis an ihr lebensende leben lässt. darum wird als erstes ein klassisches märchen herangezogen, dass umgeschrieben wird. was nicht passt, wird passend gemacht, alle orientieren sich an einer geschichte. „schneewittchen“, „rumpelstilzchen“ oder „tischchen, deck dich“ passen da ganz hervorragend.

die märchen werden in der schreibgruppe vorgelesen und als kopie verteilt, um sie umzuschreiben. dann wird das märchen von allen „digitalisiert“, natürlich können dabei neue protagonistInnen erfunden werden und die moral der geschicht auch abweichen. die märchen werden in der schreibgruppe vorgestellt, es findet keine feedbackrunde statt. im anschluss wählen die teilnehmerInnen entweder ein neues märchen der digitalen welt aus oder sie bleiben bei ihrer vorherigen grundidee.

zum abschluss wird ein ausführliches, längeres märchen geschrieben, dass an keine vorgaben gebunden ist. es können auch mehrere digitale versprechungen in dem märchen eine rolle spielen. da ist zum beispiel die firewall, hinter der dornröschen schläft (als trojanerin), um zu warten bis ihr prinz (ein kleines aktivierungsprogramm) die hecke durchdringt und es wachküsst. die moral von der geschicht, traue prinzessinnen nicht. es findet nach dem vortrag der märchen eine ausführliche feedbackrunde statt. in ihr wird vor allen dingen betrachtet, wie märchenhaft die geschichten wirken.

Grimme Online Award – Vorschläge

hier können noch vorschläge für den grimme-online-award bis übermorgen eingereicht werden. sollte einem etwas im netz besonders gut gefallen, dann hier angeben. danach wird eine auswahl für den award nominiert und anschließend kann über die nominierungen abgestimmt werden. hier schon einmal der liste der vorschläge:

Grimme Online Award | Eingegangene Vorschläge.

schreibberatung und bewusstes

beratungen haben zwei funktionen: zum einen den status quo differenziert zu betrachten und zum anderen handlungsmöglichkeiten für veränderungen zu erarbeiten. dabei kann es passieren, dass allein die aufschlüsselung des status quo plötzlich zu neuen erkenntnissen führt. es handelt sich um keine wunder, die in diesen momenten geschehen, sondern um die veränderung der blickwinkel und die bewusstwerdung einzelner aspekte.

man wusste zum beispiel schon immer, dass man bei anstehenden schreibaufgaben gern die küche von oben bis unten putzt und aufräumt, wäsche wäscht oder liegengebliebenes in aktenordner sortiert, nur um nicht den schreibprozess zu starten. bis zur schreibberatung war einem aber nicht bewusst, welche mechanismen einen eigentlich dazu bringen, dem schreiben so sehr auszuweichen.

doch wenn man anfängt aufzulisten, welche momente zu den ausweichhandlungen führen, wenn man sich in diesen momenten notiert, was man gerade denkt und wenn man über die angst, einen text zu verfassen, selbstreflexionen schreibt, dann schlüsseln sich oft die mechanismen stück für stück auf und man kann gegensteuern. da werden einem zum beispiel negative erwartungen, die man durch schule und erziehung erfahren hat, bewusster. oder man erkennt die momente, in denen die ausweichhandlungen starten, man weiß um die ganz konkreten auslöser und kann sie das nächste mal umgehen.

für diese entwicklungen in einer beratung bedarf es also keiner besonderen tricks oder geheimnisvoller mechanismen. es bedarf nur einer neutralen person, die von außen die angemessenen und konkreten fragen stellt, um sich seiner selbst bewusster zu werden. im nachhinein wundern sich viele menschen, weshalb sie nicht selber auf diese fragen gekommen sind, warum es ihnen nicht von allein bewusst wurde, wie sie ihren ausweichhandlungen ausweichen können.

und in diesen momenten kommt wieder das verdrängen ins spiel, dass ja auch einen schutz darstellt. wir schützen uns vor der „wahrheit“ oder Weiterlesen

web 2.85 – the cowbird

diese homepage ist eine mischung aus blog, sammlung, texten und bildern. und sie kommt sehr ansprechend daher. „the cowbird“ ist eine seite für geschichtenerzählerInnen. für schreiberInnen, die über persönliches, erlebtes, erfahrenes oder auch ausgedachtes erzählen möchten. dafür, dass die seite noch nicht so wahnsinnig lang existiert, hat sich schon einiges eingefunden.

neben den geschichten ist vor allen dingen das layout sehr ansprechende. bilder treten bei den stories nicht in den hintergrund. sie nehmen ebenso viel raum ein, wie der text. daneben ist die homepage mehrfach verschränkt, verlinkt und durchsuchbar. das macht das leseerlebnis so labyrinthisch aber auch abwechslungsreich. also eine seite, die sich vielleicht in der nächsten zeit zu einer sehr vielfältigen homepage für storyteller entwickelt.

hier sollen geschichten erzählt werden, die das leben schreibt und die lang erhalten bleiben. man kann selber entscheiden, wie die story in erscheinung treten soll. alles ist vorbereitet, man kann es nutzen, wie man lustig ist. dafür muss man eine einladung anfordern. doch dann befindet man sich in gesellschaft mit anderen geschichtenerzählerInnen, die mehr als ihre tagesform berichten möchten. die seite ist zwar privat, gleichzeitig aber auch literarisch und erzählend. (lyrik wird hier ebenso platziert).

zu finden ist die homepage unter http://cowbird.com .

kreatives schreiben und bewusstes

es passt wunderbar, dass ich mir dieses thema für heute vorgenommen hatte. da befand ich mich die letzten tage unter schreibenden mit viel kreativem potential und wir entwickelten schreibideen, probierten sie selber aus. irgendwann im laufe der zeit entspann sich eine diskussion darüber, wie weit die teilnehmenden der arbeitsgruppe persönliches in ihre texte einfließen ließen. oder anders formuliert: inwieweit unsere unbewussten ängste in texten widergespiegelt werden.

teil wurde psychologisierend diskutiert und sich andererseits dagegen gewehrt. darum vorab ein bemerkung: ich kann mich bewusst zum kreativen schreiben verhalten. dies bedeutet, ich treffe selbst die entscheidung, wie weit ich gehen möchte, was ich veröffentlichen möchte und wem ich was veröffentlichen möchte. ich kann mich darum auch strategisch verhalten: eventuell schreibe ich nur über die dinge, von denen ich glaube, dass sie die anderen interessieren. oder ich lasse sehr persönliche aus, stelle es den anderen nicht zur verfügung, da es mich zu sehr beschäftigt. vielleicht versuche ich auch nur einen lustigen text entstehen zu lassen.

natürlich fließt bei jedem schreibprozess persönliches ein. texte entstehen aus meinen erfahrungen heraus. ich kann nicht abgekoppelt von mir schreiben. allein meine wortwahl, meine ideen-generierung oder auch meine vorlieben beim schreiben haben mit mir zu tun. selbst wenn ich dem zufall viel raum gebe, so ist allein die entscheidung für den zufall eine persönliche.

ebenso kann es bei jedem schreibprozess sein, dass unbewusstes einfließt. ich wäre ein übermensch, wenn ich bei jedem schritt, bei jeder handlung, genau wüsste, worauf diese basieren. mein kopf ist ein heiterer gesell, der nicht in der eindeutigkeit agiert, wie es mir manchmal forscherInnen weiß machen wollen. unsere träume zeigen uns sehr klar, dass wir vieles abgespeichert haben, an das wir uns Weiterlesen

schnickschnack (115)

wie kann man sich das internet vorstellen? ein kabelwirrwarr zwischen milliarden von computern, das chaotisch miteinander verknüpft ist? oder die flotte, so oft propagierte „datenautobahn“ über die wir mit unseren klicks und nachrichten rasen? ist das internet ein monster, ein spinnennetz, ein gewebe, eine verzweigte wurzel.

da digitalität schwer zu fassen ist, virtualität eben nur etwas simuliert und eigentlich gar nicht existiert und elektrizität unsichtbar durch die geräte und leitungen huscht, versuchen wir, metaphorische darstellungen für uns zu finden. kinder und jugendliche sind da oft direkter und kreativer, ausdrücke für unklares, uneindeutiges zu finden. sie vereindeutigen schneller und haben wenig scheu, dies auch mitzuteilen. darum ist das projekt „can you draw the internet?“ eine spannende angelegenheit.

kinder wurden in großbritannien und in den usa aufgefordert, sich ein bild vom netz zu machen. dann neben fanden sich auch einige professionelle kreative, die ebenso ihre bilder des webs beisteuerten. die ergebnisse des projekts können hier betrachtet werden: http://www.canyoudrawtheinternet.com/uk/ . wenn man rechts oben auf die us-flagge klickt, werden die ergebnisse aus amerika sichtbar.

und da das bild des internet auch durch die vielen zeichnungen und grafiken noch nicht abschließend entstanden ist, kann die idee, das netz zu zeichnen in allen kreativen gruppen und an schulen weiter aufgegriffen werden. vielleicht lässt man auch noch eine metaphorische geschichte, wie das internet aussieht, schreiben. mir scheinen die bildgewordenen vorstellungen sehr spannend und vielfältig. also, stift in die hand und los!

biografisches schreiben und bewusstes

wir menschen haben zum selbstschutz einen wunderbaren mechanismus: das verdrängen. in vielen lebensbereichen ist dies für uns sehr hilfreich. doch manchmal verdrängen wir lang etwas und es will doch immer wieder an die oberfläche, in unser bewusstsein rücken. die anstrengung, es weiter zu verdrängen wächst stetig an und kann irgendwann eventuell nicht mehr geleistet werden. dann kommt bei uns etwas hoch, das wir eigentlich nicht sehen oder fühlen wollten.

solche situationen kennt jeder mensch. mal sind es größere packen, die wir verdrängt haben, mal kleinere begebenheiten oder emotionen. wenn wir versuchen selbst-bewusster zu werden, dann machen wir uns an die arbeitet, verschüttete erinnerungen und verdrängtes ans tageslicht zu bringen. gerade das biografische schreiben ist eine gute technik, um sich seine eigene lebenssituation aber auch verdrängtes bewusst zu machen.

um verdrängtes aufgreifen zu können, muss der richtige zeitpunkt kommen. man kann sich etwas nicht unter zwang bewusst machen. der richtige zeitpunkt hängt, wie schon oben ein wenig beschrieben, mit entwicklungen in unserem leben und mit unserer person zusammen. ich möchte noch einmal betonen – auch beim biografischen schreiben kann verdrängung ein nützliches mittel sein. es geht nie um die radikale selbstentblössung bis auf die knochen, auch nicht vor sich selber.

doch man kann natürlich durch assoziationstechniken, dem automatischen schreiben und der verbindung von meditation und schreiben sich auf die spur kommen. dies muss nicht immer negativ sein. man kann positve ereignisse ebenso verdrängen, wenn die persönliche umwelt dem erlebten feindlich Weiterlesen

selbstbefragung (157) – bewusst

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „bewusstes“.

  • was ist ihnen erst in letzter zeit sehr bewusst geworden? warum?
  • wo möchten sie bewusst noch genauer hinschauen? beschreiben sie.
  • was erleben sie gern sehr bewusst?
  • was in ihrem leben haben sie unbewusst oft wiederholt, obwohl sie das nicht wollten?
  • welcher mensch in ihrem leben hat ihnen wichtige aspekte bewusst gemacht? wie?
  • in welchen situationen haben sie das bewusstsein verloren?
  • wie selbst-bewusst sind sie? beschreiben sie.
  • wem würden sie gern wichtiges bewusst machen? was?
  • was möchten sie auf keinen fall bewusst erleben?
  • was tun sie, um sich etwas bewusst zu machen?

die letzten 150 selbstbefragungen sind als links hier gebündelt: https://schreibschrift.wordpress.com/2012/01/05/1500-fragen-zur-selbstbefragung-aus-diesem-blog/

zwei mal 50 schreibideen stehen als pdf-datei zum download bereit

hier im „schreibschrift“-blog habe ich inzwischen 350 schreibideen veröffentlicht. es wurde zeit, alle ein wenig zu bündeln, zu layouten und als kleine pdf-broschüre zur verfügunge zu stellen. zwei packungen von jeweils 50 schreibideen, also die ersten hundert hier im blog veröffentlichten, sind fertiggestellt und hochgeladen. sie sind nicht hier im blog zu finden, sondern auf meiner „schreibboutique“-seite.

zu finden sind diese Broschüren unter http://schreibboutique.de/downloads/broschueren/. die weiteren fünf packungen von jeweils 50 schreibideen werden im laufe der zeit folgen. alle weiteren informationen kann man im vorwort der broschüren finden.

viel spaß beim lesen und beim schreiben,
christof zirkel

p.s.: sollten ideen aus den broschüren verwendet werden, wäre es eine freude, wenn der „schreibschrift“-blog erwähnt werden würde.

liste (95) – neid

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um den „neid“.

das ruft bei mir den grössten neid hervor:

auf diese menschen bin ich neidisch:

die menschen scheinen auf mich neidisch zu sein:

meine häufigsten verhaltensweisen, wenn ich neidisch bin:

dinge, auf die ich überhaupt nicht neidisch bin, andere aber meinten, man müsse das sein:

ab 10ten april seminar zum schreiben einer wissenschaftllichen abschlussarbeit

Ob Master-, manche noch Diplom- und Magisterarbeit oder ob Doktorarbeit, manchmal gerät man in die Situation, nicht zu wissen, wie man beginnen soll. Oder es stellt sich die Frage, wie man einen regelmäßigen Schreibfluss beibehalten kann, wo der rote Faden ist, wie die Struktur der wissenschaftlichen Arbeit am sinnvollsten ist und vieles mehr. Dann kann dieses Seminar der SchreibBoutique Christof Zirkel ab Anfang April 2012 mit fünf jeweils 3-stündigen Treffen bestimmt weiterhelfen. Es werden Arbeits- und Schreibtechniken vermittelt, die das Verfassen von Abschlussarbeiten erleichtern. Zudem steht Raum zur Klärung persönlicher Schwierigkeiten beim Schreiben zur Verfügung.
Hier die Daten zum Seminar:

Termine: 10./17./24.04., 08./15.05.2012 (dienstags 17.00 – 20.00 Uhr)
Ort: SchreibBoutique Christof Zirkel, Heesestr. 6, 12169 Berlin
Informationen: http://schreibboutique.de/wissenschaftliches-schreiben/
Teilnehmerzahl: Maximal 10 TeilnehmerInnen
Rückfragen / Anmeldung: Mail: info@schreibboutique.de

Aber auch hier im Blog sind viele Gedanken und Anregungen zum Wissenschaftlichen Schreiben zu finden. Einfach in die Suchfunktion die Worte „wissenschaftliches schreiben und“ eingeben und schon werden die Posts zum Thema angezeigt. Vielleicht helfen ja einzelne Gedanken weiter. Außerdem finden sich unter obigem Link auf der Homepage der SchreibBoutique neben der Seminarankündigungen weitere Infos.

schreibidee (351)

es gibt diese tage, die mit dem linken bein, an denen man das gefühl hat, irgendwer habe nichts besseres zu tun, als einem knüppel zwischen die beine zu werfen. ja, es gibt sogar jahre oder leben, die eben diese ständig auftauchenden hürden in den vordergrund rücken lassen. und doch nimmt der mensch unablässig eine hürde nach der anderen, auch wenn kein lebensplan sich so vollendet, wie gedacht. darum eine schreibanregung für „hürdenlauf-texte“.

als einstieg betrachten alle schreibgruppenteilnehmerInnen ihr eigenes leben und überlegen sich, welche hürden in den letzten zehn jahren vor ihnen auftauchten. dabei sollte es sich um hürden handeln, die sie zu einer verhaltensänderung gezwungen haben, die ihre pläne durchkreuzten. nun greifen sich die schreibenden jeweils zwei hürden heraus, die sich in einmal text von maximal einer seite näher beschreiben. anschließend wird eine der hürden in der schreibgruppe vorgestellt.

im zweiten schritt notieren sich die teilnehmerInnen ihre zwei elegantesten sprünge über die hürden. wie haben sie die hindernisse genommen? was mussten sie dafür tun? nicht notwendig ist, dass es wirklich funktionierte. man kann hürden auch umreissen, in stolpern geraten. die eleganz der strategie sollte im vordergrund stehen. zu jeder hürden-überwindung wird auch ein kurzer text von maximal einer seite verfasst. die texte werden nicht in der schreibgruppe vorgetragen.

anschließend stellt die leitung der schreibgruppe eine protagonistin, einen protagonisten vor. und je nach teilnehmerInnenzahl in der schreibgruppe wird die lebenssituation der person um die entsprechende jahreszahl zurückgehend vorgestellt. nun wird von der schreibgruppe gemeinsam ein hindernis-parcours erstellt. in jedem jahr bis zur gegenwart taucht eine hürde auf. was das für eine ist, wird von der gruppe festgelegt. dann wird in der schreibgruppe gelost, wer welche hürde übernehmen muss.

im nächsten schritt schreiben alle teilnehmerInnen den schluss ihrer geschichte, soll heißen, es wird der letzte abschnitt verfasst, der zeigt, ob die hürde genommen wurde oder die person daran scheiterte. wie sehen die konsequenzen aus? dieser letzte abschnitt wird noch einmal abgeschrieben oder kopiert und den vertreterInnen der nächsten hürde in der schreibgruppe übergeben. nun knüpfen alle ihre zu schreibenden geschichten an den letzten absatz ihrer vorgängerInnen an.

es werden ausführliche geschichten zur jeweiligen situation geschrieben, natürlich mit dem letzten absatz, der schon geschrieben wurde und an den schluss gestellt wird. dann wird der gesamte hürdenlauf eines menschen über mehrere jahre in der schreibgruppe vorgelesen. anschließend findet eine ausführliche feedbackrunde zur gruppengeschichte statt. und zum abschluss können sich alle gemeinsam noch ein happy-end ohne hürde überlegen oder alle teilnehmerInnen formulieren jeweils einen kurzen schluss des hürdenlaufs und tragen ihn in der gruppe vor.

web 2.0 und medien

das web 2.0 ist irgendwie ein medium für sich, das wiederum auf alle möglichen medien zurückgreift, sie verknüpft, neu arrangiert und ganze netze durch mediale welten spannt. es entstehen im web 2.0 gebilde, die keiner katalogisierten bibliothek oder einem filmarchiv entsprechen. es sind verwebungen, die lebendiger und interdisziplinärer erscheinen. dabei entstehen zusätzlich verknüpfungen mit subjektiven ausdrücken, bewertungen und emotionalen darstellungen.

neben der bedrohlichen sehr persönlichen datensammlung entsteht noch etwas ganz anderes: das web 2.0 erhält durch seine „leichte“ bedienung und die medienfülle eine dermaßen große vielfalt, wie sie für menschen vor einem jahrzehnt nicht vorstellbar schien. am spannendsten scheint mir dabei, dass auch eine geringe leserInnenzahl nicht verhindert, dass grandiose einzelne auftritte überall im web 2.0 glänzen. menschen drücken sich in einer vielfalt aus, die ihrer vielschichtigkeit gerechter wird, als alles zuvor dagewesene.

man schaue sich an, dass neben dem ganzen marktgeheul im netz, viel persönliche energie und kompetenz in ein stetig wachsendes gewebe eingespeist wird. es bestätigt die vorstellung, dass der mensch viel kreativer und schillernder ist, als ihm oft eingeredet wird. wäre da nicht eine teilweise enervierende urheberrechtsdebatte, die manches engagement schon wieder im keim erstickt, dann könnten sich noch mehr ausdrucksformen im web 2.0 finden (ich meine hier nicht die kriminellen download-seiten).

das web-2.0-bashing ist zwar weiterhin in mode, doch viele lassen sich dadurch nicht beirren und folgen einfach ihren interessen. so lang sich niemand gezwungen fühlt im sozialen netzwerk agieren zu müssen, kann das web 2.0 einen produktiven austausch befördern, der sich abseits der gewohnten kunst-, kultur- und medienpfade bewegt. dass daraus dann immer wieder neue pfade entstehen können, die im laufe der zeit Weiterlesen