kreatives schreiben und fliegen

schon als kind gefiel mir die idee in der geschichte von nils holgerson, mit den gänsen mitzufliegen, oder wie pippi langstrumpf im auto abhob. auch harry potter absolvierte so manche flüge. dieses doch oft wiederkehrende thema taucht in literatur für erwachsene nicht mehr ganz so häufig auf. eigentlich schade. aber wahrscheinlich sind wir erwachsenen zu abgeklärt, um den traum vom fliegen ohne entsprechende gerätschaften (raumschiff enterprise) zu träumen.

das kreative schreiben bietet die möglichkeit, dem fliegen wieder mehr raum zu geben. lassen sie doch einmal drachen steigen und stellen sie sich vor, auf dem drachen zu sitzen. ziehen sie in gedanken mit den zugvögeln durch die welt. schauen sie den film „birdy“, der eine szene zeigt, in der der protagonist glaubt mit einem seiner kanarienvögel durch die strasse zu fliegen (in diesem film bekommt der wunsch zu fliegen eine außergewöhnliche bedeutung).

leider gibt es keine vögel, die so groß sind, dass sie einen mit auf den flug nehmen können (im gegensatz zu schwimmen und den delphinen oder zum reiten). aber dafür haben wir menschen dann doch das drachen- und gleitschirmfliegen erfunden. sollten sie das gefühl also live erleben wollen, bevor sie es zu papier bringen, dann nutzen sie die angebote. ansonsten stellen sie es sich vor, seien sie kreativ in ihrer vorstellung. kinder breiten die arme aus, machen geräusche und rennen los, um ein gefühl vom fliegen zu bekommen.

beim kreativen schreiben kann man seine gedanken ausbreiten, sie aufsteigen lassen, die perspektive verändern (sollte dies schwerfallen, rufen sie „google earth“ auf und blicken aus dem weltall auf ihr haus). breiten sie ihre arme aus (mental), spüren sie den wind an den fingerspitzen, lassen sie sich federn oder ledrige flügel wachsen, nehmen sie anlauf und schweben sie über die welt hinweg. wo würden sie sich hintragen lassen? welche kapriolen würden sie in der luft schlagen? und wie gefährlich schiene ihnen ein absturz?

oder schöpfen sie aus ihrer fantasie fabelwesen und engel (wir menschen haben ja fliegende menschen erfunden), die sie ab und zu in die luft schicken. und natürlich können sie in gedanken auch in ein flugzeug steigen und dort ihre geschichten erleben. zieht man seine kreise ein wenig weiter, dann kann man sagen, dass wir eigentlich fliegen, mit der welt im all, nur die schwerkraft lässt uns am boden bleiben. wie wäre es mit der aufhebung der schwerkraft? was würde sich für uns ändern?

und wenn man dann so viel durch die luft schwirrte, dann könnte man ähnliche gedanken auf unsere eigene fortbewegung anwenden. denn eigentlich ist es auch ein phänomen, laufen zu können. wer weiß, ob uns nicht die vögel beneiden, gehen zu können? wir machen das automatisch, doch eigentlich ist es ein ebenso faszinierendes phänomen, sich aus eigener kraft fortbewegen zu können. was tun wir, wenn wir gehen? wohin zieht es uns? vielleicht ist es ganz angenehm nicht immer höhenflüge zu erleben, da es vertraut ist und auf dem boden der tatsachen bleibt. ihrer kreativität sind wie immer keine grenzen gesetzt.

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