wund-starr-krampf (04)

wiederholung nach 29 jahren

auch das lässt einen am tv-programm verzweifeln: es ist ja nicht so, dass es nicht gute filme und serien gibt. es ist auch nicht so, dass sie nicht ab und zu wiederholt werden. es ist aber so, dass bei der auswahl der wiederholungen ein unglückliches händchen herrscht.

ich glaube, die alten james-bond-verfilmungen sind gefühlt hundert mal wiederholt worden, ebenso miss marple oder die „stirb-langsam“-reihe. gern werden auch filme wiederholt, wenn fortsetzungen oder neuverfilmungen ins kino kommen. nicht so bei den richtig guten filmen. vor beinahe 30 jahren gab es im fernsehen eine „serie“ – obwohl fast jede folge volle spielfilmlänge hat – aus großbritannien, von der „die zeit“ schrieb, dass es ein weihnachtsgeschenk der ard zum advent sei. vor einem jahr kam die neuverfilmung des buches in die kinos, doch auch dies war kein anlass, die serie abermals zu senden.

ich schreibe von „wiedersehen mit brideshead“, einer biografische rückschau des helden auf seine zeit zwischen den beiden weltkriegen in großbritannien. tolle bilder, tolle schauspieler, tolle handlung. es geht um freundschaften, beziehungen, auflehnung gegen starre strukturen, lebenskonzepte und den familienhorror. alles sehr britisch, alles in einer ruhigen erzählweise und doch alles ausdrucksstark.

und arte sei dank, wie so oft arte gedankt werden muss, nach 29 jahren schafft es ein sender die serie zu wiederholen: http://www.arte.tv/de/Programm/244,broadcastingNum=1350069,day=3,week=24,year=2012.html . jedoch auch hier wieder das übliche problem: gesendet werden die 7 folgen nachmittags ab 14.35 uhr fünf tage hintereinander, dann ein wochenende dazwischen und dann zwei folgen am montag nachmittag. von der serie gibt es keine weitere wiederholung (obwohl arte auch gern manches aus dem eigenen programm wiederholt). wer plant so etwas?

ärgerlich dabei: die 29 jahre, die sendezeit, der spartensender, die alternativen in den öffentlich-rechtlichen abendprogrammen und die dichte abfolge.
und wenn ich mir was wünschen dürfte: „engel in amerika“ sollte nicht erst in 29 jahren wiederholt werden.

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