Tagesarchiv: 1. Juli 2012

ACHTUNG! zeitänderungen im sommer-programm der schreibboutique christof zirkel

Schreibwoche: Kreative Sommer-Schreibwerkstatt in und mit Berlin
16.07. bis 20.07.2012. 5 Tage (Montag, Dienstag, Donnerstag 11.00 – 16.00 Uhr, Mittwoch 11.00 – 15.00 Uhr, Freitag 11.00 – 17.00 Uhr – gesamt: 25 Stunden)

Seminar: 1- Ein Einstieg in das Wissenschaftliche Schreiben
Ab 24.07.2012. 5 Termine (dienstags, 17.00 – 19.00 UhrZEITÄNDERUNG; 2-stündig; wöchentlich)

Seminar: 2 – Schreiben einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit
Ab 24.07.2012. 5 Termine (dienstags, 19.00 – 21.00 UhrZEITÄNDERUNG; 2-stündig; wöchentlich)

Schreibgruppe: „Ich bin schwul und noch viel mehr …“ – Biografisches Schreiben für schwule Männer ab 40
Ab 02.08.2012. 10 Termine (donnerstags, 18.00 – 21.00 Uhr; 3-stündig; wöchentlich)

Schreibwochenende: Einstieg ins Biografische Schreiben
17.08. bis 19.08.2012. 3 Tage (Freitag 15.00 – 19.00 Uhr, Samstag 12.00 – 18.00 Uhr, Sonntag 11.00 – 16.00 Uhr – gesamt: 15 Stunden)

Schreibwochenende: Einstieg ins Kreative Schreiben
24.08. bis 26.08.2012. 3 Tage (Freitag 15.00 – 19.00 Uhr, Samstag 12.00 – 18.00 Uhr, Sonntag 11.00 – 16.00 Uhr – gesamt: 15 Stunden)

Schreibgruppe: Frei-Schreiben – Das Leben gelassener gestalten
Ab 01.09.2012. 5 Termine (samstags, 15.00 – 18.00 UhrZEITÄNDERUNG; 3-stündig; wöchentlich)

Weitere Informationen zu den Angeboten werden in nächster Zeit auf der Homepage http://schreibboutique.de veröffentlicht

Ständiges Angebot der SchreibBoutique Christof Zirkel

Schreibberatung für AkademikerInnen oder andere Menschen in Schreibkrisen: siehe unter http://schreibboutique.de/schreibberatung/ oder per Mail beratung@schreibboutique.de

Schreibgruppe: „„Das Leben erzählen“ – eine offene Schreibgruppe für Biografisches Schreiben
Wöchentlich. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/biografisches-schreiben/ oder per Mail biografie@schreibboutique.de

Schreibgruppe: „„Kreativ – Kribbelnd – Krass“ – eine offene Schreibgruppe für Kreatives Schreiben
Wöchentlich. Weitere Informationen siehe unter http://schreibboutique.de/kreatives-schreiben/ oder per Mail kreativ@schreibboutique.de

Gruppe: „LeseZirkel – Gemeinsam Bücher lesen und besprechen“
Ab Juli 2012. Weitere Informationen siehe unter „Neue Zeiten für den LeseZirkel“ oder per Mail info@schreibboutique.de
Termine in diesem Jahr: 16.07., 20.08., 17.09., 15.10., 19.11., 17.12.

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schreibidee (377)

texte haben einen anfang und ein ende, dazwischen passiert etwas. manchmal passiert mehr, manchmal weniger. es gibt menschen, die lesen nach den ersten zeilen eines buches, erst einmal den schluss. auch wenn ich mir das gar nicht vorstellen kann und das gefühl hätte, dass die spannung genommen wird, aber bedeutungsvoll als rahmung des inhalts sind anfang und schluss. dieses mal soll vollständigen texten eine füllung verpasst werden – der vorhandene text wird selber zu anfang und schluss. eine schreibanregung zu „sandwich-texten“.

zu beginn der schreibgruppe werden von den teilnehmerInnen passende texte ausgewählt. das können zeitungsartikel, kurze geschichten, anzeigen, gebrauchsanweisungen oder ähnliches sein. die texte werden gesammelt und anschließend wird gelost, wer welchen text bekommt. nun wählen die teilnehmerInnen für den ihnen vorliegenden text die stelle aus, an der der „sandwich-belag“ eingefügt werden soll. die texte werden an die linken nachbarInnen weitergegeben.

im nächsten schritt werden in die vorliegenden texte kleine geschichten oder ereignisse als belag eingefügt. wie dies umgesetzt wird, bleibt den schreibenden überlassen: es können bezüge zum vorliegenden text hergestellt werden, es kann aber auch collagierend mit den brüchen gearbeitet werden. ist der belag fertig werden die texte abermals nach links weitergegeben, denn neben wurst, käse, fleisch oder dergleichen mehr, bekommen sandwiches noch ein wenig gemüse mit auf den weg (salat, tomate, gurke usw.).

nun dürfen die schreibenden den ihnen vorliegenden texten noch eine dünne schicht am anfang und ende der einschübe (des belags) verpassen. ist dies abgeschlossen werden die texte abermals weitergegeben. zum krönenden abschluss wird den sandwiches noch ein dressing, eine soße oder paste hinzugefügt. dabei handelt es sich um eine geschmacklich intensive und alles verbindende sprache.

das bedeutet die schreibenden überarbeiten den einschub in den originaltext noch ein wenig sprachlich, geben eine eigene note hinzu, verändern kleinigkeiten und würzen das geschriebene. dann ist der sandwicht-text fertig und kann verspeist werden. dazu werden die entstandenen gemeinschaftstexte in der schreibgruppe vorgetragen und es findet eine feedbackrunde (ein geschmacksurteil) statt.

die schreibidee kann mit einem wirklichen picknick und dem essen von sandwiches verbunden werden. es kann nicht nur mit zwei umfassenden textabschnitten gearbeitet werden, sondern zwei oder drei einschübe gemeinsam verfasst werden. es können vorgaben für die zutaten gemacht werden und vieles mehr. interessant ist am schluss, wie weit die neuen texte von den ausgangstexten abweichen und wie weit etwas ganz neues entstanden ist.

biografisches schreiben und engel

die überschrift mag ein wenig befremdlich für menschen klingen, die nicht an engel glauben. es handelt sich dabei auch eher um ein gedankenspiel, denn um eine glaubenseinstellung. mit engeln verbindet man gewisse eigenschaften: dass einem gutes durch sie widerfährt, dass sie hilfreich sind, dass sie einen beschützen, betreuen, hegen und pflegen, dass sie selbstlos sind und keine gegenleistung erwarten und vieles mehr.

beim biografischen schreiben kann man einmal schauen, ob es mitmenschen im laufe des eigenen lebens gibt, die diese eigenschaften widerspiegeln. oder hat man selber die rolle eines engels für andere menschen übernommen? werfen sie einen blick auf ihre sozialen interaktionen. nutzen sie das konstrukt des engels, um unterschiede zwischen den verhaltensweisen ihrer mitmenschen festzustellen und fragen sie sich, wie sie damit umgehen. gibt es zum beispiel menschen, denen sie noch einmal dafür danken möchten? gibt es menschen, von denen sie sich distanzieren möchten, da sie weder engel noch angenehmer mitmensch sind oder waren?

die vorstellung von engeln ist eine brücke, sich der beziehung zu anderen menschen ein wenig bewusster zu werden. man kann natürlich noch einen schritt weiter gehen und sich fragen, wann man in seinem leben einen schutzengel hatte. es gibt eigentlich im leben jedes menschen situationen, die auf die eine oder andere weise brenzlig waren und man das glück hatte, dass einem nichts geschah, dass alles gut ausging. wie ist man im nachhinein mit solchen Weiterlesen