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web 2.0 und kreatives schreiben

„möglichkeiten“ ist das zauberwort des web 2.0. im gegensatz zum schlichten begriff „web“ soll das „2.0“ suggerieren, dass es um eine fortentwicklung des vorgängers geht. das stimmt nicht ganz. der technische hintergrund ist immer noch der gleich, nämlich meist die programmiersprachen „html“ und „java“. doch das web 2.0 ist sozusagen benutzerfreundlicher. es verlangt vom einzelnen keine großen kenntnisse mehr in den programmiersprachen und im hypertext. es bietet eine art formular, das mit inhalten, bildern, musik oder anderen audiodaten gefüllt werden kann.so leicht wie dieser blog zu erstellen war, so leicht kann sich jeder an die öffentlichkeit mit eigenem begeben. und dabei sind der kreativität kaum grenzen gesetzt. außer der tatsache, dass es visuell abbildbar sein sollte. das ist bei geschriebenem aber nicht das problem, ist lesen doch eine visuelle angelegenheit. und viele computer können die texte auch vorlesen, sollte man selber verhindert sein, zu lesen.doch web 2.0 bietet dem kreativ schreibenden menschen noch viel mehr möglichkeiten. die vielfältigsten finden sich im layout. soll heißen, wenn lesen schon visuell ist, dann kann ein text natürlich sehr leicht weiter visuell aufbereitet werden. auch hierzu gibt es die entsprechenden programme, um nicht mehr alles selber in binäre formeln packen zu müssen. das layout kann das kreative schreiben beflügeln, wenn man sich zum beispiel die präsentation des textes während des schreibens schon überlegt. es kann den text und seine aussagen verstärken. ebenso kann der text aber auch überfrachtet werden mit visuellen reizen, so dass die eigentliche aussage dahinter verschwindet. oder tolle und wichtige texte können vom publikum ignoriert werden, da sie kein ansprechendes layout bieten.es ist heute feststellbar, dass die visualisierung voranschreitet. man wird in absehbarer zeit, wenn man mit seinen kreativen schriftstücken beachtet werden will, wahrscheinlich nicht darum herumkommen, sie visuell aufzubereiten. deshalb zum beispiel auch einen weblog zur schreibpädagogik. das medium nicht zu nutzen, trennt einen in der zukunft von vielen potentiellen interessenten und lesern. die verlagerung des lebens in die virtualität wird kaum aufzuhalten sein. das kann man bedauern, widerstand leisten, oder, soweit es einem möglich ist, nutzen. beim kreativen schreiben ist das web 2.0 meiner ansicht nach auch eine bereicherung, neben allen (gesellschaftlichen) problematiken.

der richtige ton im blog

die community diskutiert über die umgangsformen im web 2.0. sicherlich eine notwendige auseinandersetzung, deren ergebnis aber nicht unbedingt etwas an den teils grenzüberschreitenden verhaltensweisen ändern wird. hier ein link zu einem artikel in der süddeutschen zeitung vom 14.03.08, der den stand der diskussion wiedergibt: http://www.sueddeutsche.de/,ra12l1/computer/artikel/105/163647/ .

doch es wird immer menschen geben, die sich falsch angesprochen fühlen, die ihre meinung nicht wiedergegeben sehen. die zeitungen haben dafür die leserbrief-seite. auch hier behält die zeitung sich das recht vor, leserbriefe nicht abzudrucken oder sie zu kürzen. und sie muss mit der folge leben, dass menschen ihr abo kündigen oder die zeitung nicht mehr kaufen und andere gerade wegen der veröffentlichten positionen einen blick in sie werfen. was spricht dagegen, einen blog zu moderieren, wie sich dies auch für jede andere diskussion anbietet? denn sonst kommt nur der zu wort, der am lautesten schreit, auch dies eine erfahrung seit menschengedenken. das problem besteht eher darin, dass diskussionskultur im populistischen geschrei nicht mehr vermittelt wird. und dies betrifft alle medien und alle formen der auseinandersetzung in der gesellschaft!?

kommunikationswissenschaften und blogs

so groß die kulturkritischen vorbehalte gegenüber den modernen medien und virtuellen welten auch sein mögen, einen vorteil bietet das internet, viele informationen. sicher, sie sind teilweise mit vorsicht zu genießen, doch oft genug stehen sie als pdf-datei zur verfügung, können heruntergeladen werden und in ruhe gelesen werden. eine dieser schönen stellen ist die homepage http://www.kommunikation-gesellschaft.de/ . bietet sie doch diverse texte zu „alten und neuen medien aus soziologischer, kulturanthropologischer und kommunikationstheoretischer perspektive“.eine fundgrube an aktuellen auseinandersetzungen, sowohl mit blogs, wikis, aber auch anderen medialen kommunikationsformen. und in abgrenzung von vielen kulturpessimistischen äußerungen, wird überhaupt erst einmal analysiert und geforscht, was die medien bieten können und was nicht.mir scheint dies wichtig, da sich die meisten positionen oft nur zwei polen zugeordnet werden können: web 2.0 und virtuelle medien zerstören unsere kommunikationskultur vollständig und führen zur vereinsamung des einzelnen. und web 2.0 und virtuelle medien bieten eine ganz herausragende neue form der demokratisierung der gesellschaft. ja, sie sind die lösung für viele aktuelle probleme und fördern die kommunikation.es wurde schon viel über beide positionen schwadroniert, nicht, dass ich dies hier nicht auch tun werde, aber obige seite bietet sinnvolle zusätzliche informationen. und sie fasst die texte kurz in einem blog zusammen, der auch die möglichkeit bietet, kommentare abzugeben.

die schwierigkeiten der virtuellen welt

schon beim einrichten dieses blogs ergaben sich wissenslücken. die virtuelle welt, und im speziellen das web 2.0 erscheinen einfach, wenn man sie von außen betrachtet. doch bis es soweit ist, muss man sich durch diverse einstellungen ackern, sie auch noch verstehen und umsetzen. das erschwert manchem, der sich gerne an den diskussionen beteiligen würde, den zugang.

so begeben sich zwar immer mehr menschen in das internet, es erstellen auch immer mehr blogs, doch gleichzeitig scheitern auch noch viele an den hohen hürden der digitalen technik. es wäre zu wünschen, dass die schulen schon früh genug, allen schülern den zugang zum internet erklären und ermöglichen. so manche(r) hätte bestimmt für andere relevantes mitzuteilen. Weiterlesen