Archiv der Kategorie: biografie

selbstbefragung (165) – wünsche

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um die „wünsche“.

  • wenn sie sich was wünschen dürften, dann wäre das …? warum?
  • ihr letzter großer wunsch, der in erfüllung ging?
  • ihr letzter großer wunsch, der nicht in erfüllung ging? warum?
  • welchem menschen konnten sie einen großen wunsch erfüllen?
  • wem in ihrem leben haben sie die pest an den hals gewünscht?
  • und bei wem ging dies in erfüllung? wie?
  • wem in ihrem leben wollten sie die wünsche vom gesicht ablesen?
  • und bei wem klappte dies? wie?
  • ihre wünsche an den weihnachtsmann dieses jahr?
  • und wenn sie jetzt bei einer fee drei wünsche frei hätten, welche wären das? und vor allen dingen – warum?

die letzten 150 selbstbefragungen sind als links hier gebündelt: https://schreibschrift.wordpress.com/2012/01/05/1500-fragen-zur-selbstbefragung-aus-diesem-blog/

wie man den spass am schreiben abgewöhnt (05)

lustlos lesen

bei dieser rubrik lande ich anscheinend immer wieder bei der schule, bei pädagogik und erziehung. dies hat mit unser aller biografien zu tun, mit unseren frühen erfahrungen – die nicht selten auswirkungen auf unser späteres leben haben. und doch, auch dies sei hier mal erwähnt – einmal etwas abgewöhnt, heisst nicht, es sich nicht wieder zu holen, es wieder zu entdecken. es gibt zwar etliche krude theorien, die immer noch von prägungen wie bei wildgänsen ausgehen und der meinung sind, einmal die lust am lesen verloren (oder jedweder anderen kompetenz), bleibt das auch so für den rest des lebens. langjährige tätigkeiten in der altenpflege haben mich eines besseren belehrt: der mensch kann (muss aber nicht) ein leben lang lernen, sich entwickeln.

also zurück zum lesen. in der schule gab es (und gibt es vielleicht noch) diese unsäglichen leseübungen (und lesewettbewerbe), die aus dem lesen eine konkurrenzveranstaltung machen. es geht dabei nicht mehr darum, texte, geschichten und literatur für sich zu entdecken, sondern es geht darum, die perfekte betonung, das fehlerfreie wiedergeben des textes vorzuführen. dies führt zum ausschluss mancher jungen menschen, da ihnen das laute deklamieren schwer fällt. die annäherung an literatur geschieht nicht über den inhalt, die aussagen und die eigenen gedanken dazu.

nun kann man einwenden, dass dies ja so nicht stimme, denn neben den leseübungen gebe es ja auch noch die bearbeitung von (welt)literatur. wohl wahr, aber auch hier geht es meist um lehrplanliche vorgaben, um einen literaturkanon, den man auch als kind und jugendlicher vielleicht nicht teilt, der aber als wichtig erachtet wird. oh je, was mussten wir uns durch die klassiker quälen, auch wenn wir in unserer freizeit zu ganz anderer literatur gegriffen haben. aber keine chance, diese literatur in den unterricht zu integrieren. doch, wir hatten einmal einen lehrer, der erlaubte es, ein einziges mal, dass seine schülerInnen, nachdem sie protestierten, ein buch zu wählen, das im unterricht behandelt werden sollte.

man muss da nur einmal zurück auf null gehen: haben sie mal kinder beobachtet, wenn sie die ersten bilderbücher bekommen? und wenn sie dann die ersten worte lesen können, sich bücher stück für stück selber aneignen. wenn man es in diesen momenten nicht vergeigt, wenn man den kindern die wahl, was sie lesen wollen überlässt, dann kann sich so etwas wie eine lust am lesen entwickeln. und das kann sich bis ins hohe alter durchziehen. doch zu dieser freiheit gehört auch, dass man sich literatur aneignet, die in den augen vieler nicht dem eigenen alter entspricht. kinder und jugendliche lesen anders als erwachsene. das, was uns tief berührt, muss jüngere menschen überhaupt nicht ansprechen.

und hat ein mensch einmal entdeckt, in welche welten er sich mit hilfe der bücher begeben kann, wird er diesen weg Weiterlesen

liste (109) – fliegen

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um das „fliegen“.

was ich meist im flug erledige:

meine liebsten flugziele:

meine häufigsten kritiken am fliegen:

meine heftigsten abstürze aus den höhen des lebens:

meine schönsten höhenflüge:

biografisches schreiben und fliegen

fliegen wird gern als menschheitstraum beschrieben. auch diese fähigkeit, wie das schwimmen, haben wir der tierwelt abgeschaut. dabei haben kluge köpfe versucht, technische geräte zu entwickeln, die uns in die luft und ins wasser bringen und befähigen, uns dort fortzubewegen. inzwischen sind dies sehr ausgereifte geräte, die uns sogar zum mond fliegen lassen. doch was bedeutet das für uns selber? schätzen wir diese maschinellen fortbewegungen oder erscheinen sie uns eher unsicher und anmaßend.

beim betrachten der lebensgeschichte: welche erfahrungen haben wir mit dem fliegen gemacht? wenn man zum beispiel aus beruflichen gründen viel fliegen musste, dann schätzt man es eventuell, in der freizeit auf dem boden zu bleiben. manch eine(r) kann anhand seiner reisedokumente und ausweise nachvollziehen, wo man schon gewesen ist. und für manche ist das fliegen mit der sehnsucht nach fremden orten verbunden. listen sie doch einmal auf, was sie mit dem fliegen verbinden. schauen sie, welche rolle diese menschliche fähigkeit in ihrem leben gespielt hat. und notieren sie ihre gedanken dazu.

aber sie können das fliegen beim biografischen schreiben auch noch ganz anders verwenden: erstellen sie eine flugbahn ihres lebens. es kann sich an den abbildungen der flugbahnen von zugvögeln orientieren: dabei notieren sie die orte, die sie im laufe ihres lebens aufgesucht haben. sie zeichnen die zwischenlandungen und die ziele ein. oder sie orientieren sich beim erstellen der flugbahn vor allen dingen an der flughöhe. sie definieren für sich, was eine große höhe bedeutet und was es heisst, auf dem boden zu landen oder abzustürzen. zeichnen sie ihr leben mit ihren flughöhen auf. notieren sie bei den verschiedenen höhenmetern, welches ereignis Weiterlesen

selbstbefragung (164) – fliegen

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um das „fliegen“.

  • welches war ihr schönste flugreise?
  • würden sie gern fliegen können? warum?
  • worauf fliegen sie zur zeit?
  • worauf sind sie im laufe ihres lebens am meisten geflogen? beschreiben sie.
  • wohin möchten sie unbedingt noch fliegen?
  • auf wen fliegen sie? warum?
  • der angenehmste flughafen, den sie kennen?
  • was halten sie von der debatte über fluglärm?
  • über welcher region der welt würden sie gern einen rundflug machen?
  • wie sieht das paradies aus, in dem sie landen möchten? beschreiben sie.

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liste (108) – sonne

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „sonne“.

meine liebsten sonnenplätze:

meine besten rezepte gegen hitze:

meine schönsten nackten momente in der sonne:

die schlimmsten momente zu vieler sonne in meinem leben:

die menschen mit dem sonnigsten gemüt, die ich kenne:

biografisches schreiben und sonne

ganz schlicht: welche rolle hat die sonne in ihrem leben bisher gespielt? auf diese frage kann man den aspekt „sonne“ beim biografischen schreiben reduzieren. natürlich schließen sich meist andere fragen an: wie? was soll die sonne mit meinem lebens zu tun haben? warum sollte ich mich das fragen?

es ist eine möglichkeit, einen zugang zur eigenen lebensgeschichte zu finden. wenn man bei adam und eva beginnen möchte, dann basiert unser ganzes leben auf der sonne. die pflanzen benötigen die sonne, um energie mit hilfe des chlorophyls zu speichern und zu verwenden. inzwischen werden wir wie die pflanzen und bauen solaranlagen für unseren energiebedarf.

aber man kann an der sonne entlang die eigene lebensgeschichte wie an einer schnur aufreihen: wie waren die ersten familienurlaube? was spielte man als kind draußen? ging man in freibäder und an seen, um freundInnen zu treffen? was passierte da? wie war es mit den ersten flirts draußen? wie romantisch war der eigene naturbezug? garten und schönes wetter? wo fuhr man mit den eigenen kindern zum urlaub hin? hatte man einen job draußen oder drinnen? wie stark beeinflusst das wetter das eigene einkommen? spürt man den klimawandel? ist das eigene gemüt immer sonnig gewesen oder auch bewölkt? und wie war es mit der stimmung wann? wie ist der bezug zum eigenen körper? mag man es nackt in der sonne zu liegen? …

es gibt so viele möglichkeiten die sonne in die betrachtungen und als startpunkt einzubeziehen. dies natürlich nur, wenn es einem schwer fällt, einen ausgangspunkt für das aufschreiben der eigenen biografie zu finden. ansonsten sind die sonne, das wetter, die natur eventuell einzelne aspekte in der eigenen lebensgeschichte. man erinnert sich oft an harte winter oder heisse sommer im zusammenhang mit anderen ereignissen. diese müssen nicht mit dem wetter im zusammenhang stehen, doch die temperaturen können Weiterlesen

selbstbefragung (163) – sonne

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um die „sonne“.

  • sitzen sie gern in der sonne? warum?
  • in welcher jahreszeit gefällt ihnen die sonne am besten?
  • stehen sie mit dem sonnenaufgang auf? warum?
  • welches war ihr schönster sonnenuntergang? beschreiben sie.
  • waren sie schon einmal in einem solarium? warum?
  • wie sonnig ist ihr gemüt? beschreiben sie.
  • ab wann scheint ihnen die sonne zu heiss?
  • ihr letzter sonnenstich?
  • ihr letzter sonnenbrand?
  • ihre sonnenseiten des lebens? beschreiben sie.

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schnickschnack (118) – tagebücher von keith haring

manchmal gibt es richtig schöne, spannende projekte im netz. man findet sie wirklich nur dadurch, dass man entweder durch zufall darauf stösst, die anderen auf einen selber zufällig stossen oder man es an einem anderen ort gelesen hat. dieses mal habe ich den hinweis in der zeitschrift „art“ gefunden.

in new york (brooklyn) gibt es zur zeit eine ausstellung zu den frühen jahren von keith haring. und parallel dazu werden frühe tagbücher / journale von keith haring veröffentlicht. jeden tag eine seite aus den notizen. sie sind lesbar und zeigen zumindest einen prozess der selbstannäherung und ideenfindung. da die ausstellung nun seit gut einem monat geöffnet hat und bis anfang juli läuft, werden noch etliche seltenheiten im netz zu finden sein.

wenn man sich die seiten durchliest, dann zeigt sich, dass kreativität und kunst schwer von selbstreflexion zu trennen sind. und dass die sammlung von spontanen gedanken und ideen nur schriftlich funktioniert. der gedanke, man könne alles im kopf behalten, ist ein trugschluss. keith haring schreibt am anfang seines tagebuchs, das er mit 20 jahren führte, er habe die jahre vorher zu viele ideen und eindrücke vergessen, die grundlage von weiterführendem waren oder sein könnten. darum werde er beginnen, die eindrücke möglichst schnell zu notieren.

eine feine sache ist es, dass diese gedanken nicht verloren sind, sondern zumindest auschnitthaft allen zugänglich gemacht werden. nach dem motto „lernen von den alten“ – obwohl „alt“ im zusammenhang mit keith haring natürlich der falsche ausdruck ist, bieten persönliche niederschriften oder lebensgeschichten doch viele anregungen und momente, die zur eigenen weiterentwicklung beitragen können. und wer es bis dahin noch nicht gemacht hat, fängt nach der lektüre vielleicht auch an, ein eigenes tage- und ideenbuch zu führen.

zu finden sind die seiten unter http://keithharing.tumblr.com/ .

liste (107) – haltung

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „haltung“.

in diesen situation will ich unbedingt die haltung bewahren:

diese situationen machen mich immer haltlos:

das gehört für mich zu einer persönlichen haltung dazu:

die wichtigsten aspekte meiner politischen haltung:

die haltung dieser menschen bewundere ich am meisten:

kiez on the blog – ein online-projekt

der begriff „kiez“ ist laut der brüder grimm „ein merkwürdiges altes wort des nordöstlichen deutschlands“. er umreisst meist ein wohngebiet, eine strasse, einen platz. die berlinerInnen (auch die hinzugezogenen) schwören irgendwann auf ihren kiez. die wahl des wohnortes bekommt eine große bedeutung, obwohl der nahverkehr einen an jeden ort bringen kann. und wie es für eine metropole üblich ist, unterscheiden sich die wohngebiete teils stark.

man kann in berlin, aber auch in potsdam mit dem nahverkehr vom villenviertel in trabantenstädte reisen und sich ein andermal plötzlich auf einem dorfplatz mit der kirche in der mitte wiederfinden. man kann beinahe alle sprachen der welt hören und sich kulinarisch in beinahe jede region des planeten entführen. man kann tag und nacht orte aufsuchen, an denen sich menschen treffen. man hat eigentlich nie alle winkel der städte gesehen. immer entsteht etwas neues, passiert etwas oder erlebt man skurriles.

darüber soll in dem neuen blog „kiez on the blog“ geschrieben werden. der blog der hoffbauer berufsakademie in potsdam greift die geschichten des kiezes auf. studierende teilen etwas über ihren kiez mit und alle leserInnen sind eingeladen, sich daran zu beteiligen. das projekt will das eigene lebensumfeld ein wenig näher bringen. es will den blick für das nahe und nächste schärfen. und es bietet eine plattform, sich darüber auszutauschen. und das vorhaben bietet den studierenden die möglichkeit, sich dem kreativen schreiben auf einem anderen weg anzunähern.

das projekt startet dieser tage und verspricht einen spannenden blick auf berlin und potsdam zu offenbaren. die webseite findet man unter http://www.kiez-on-the-blog.de . wer lust hat, kann bilder, texte, musik oder filme auf die seite stellen. auf dass der blick auf das nächste auch die vielfalt der städte widerspiegelt.

biografisches schreiben und haltung

was würden sie als ihre grundhaltungen in ihrem leben bezeichnen? diese frage kann zum (schreib)anlass beim biografischen schreiben genommen werden, um einmal zu schauen, mit welchen positionen man sein leben meistert. es gibt keinen menschen, der keine meinung hat. auch wenn viele auf nachfragen sagen, „ich habe dazu keine meinung.“, wissen sie doch genau, dass dies nicht stimmt.

man hat eine meinung, nimmt eine haltung ein, will sie aber nicht offen legen. das ist das schöne am biografischen schreiben: wenn man es nicht offenlegt, kann man einmal alles aufschreiben, was man anderen noch nie sagen wollte. wie sieht es also in ihrem inneren aus? wie stehen sie zu fragen der ethik und moral? welche politik finden sie gut? wen haben sie das letzte mal gewählt? bei welchen themen fällt es ihnen extrem schwer, eine klare haltung einzunehmen?

und die spannendste frage, warum behalten sie manche haltungen für sich. abseits des gedankens, man müsse ja nicht jedem menschen alles erzählen, bleibt es doch ein interessantes detail, dass man zu manchen themen auch den besten freundInnen nichts mitteilt. spüren sie einmal in sich hinein, was sie denken und fühlen zu den heiklen themen unserer welt.

wenn man sich seiner haltung schriftlich annähert, wenn man also seine vergangenheit betrachtet und sich überlegt, auf welche seite man sich geschlagen hat, bei welchem thema man nach außen trat und seine haltung mitteilte, dann offenbaren sich manchmal aspekte, die man von sich selber bis dahin nicht genau kannte. das schreiben fördert das erschließen von gründen für das eigene verhalten und die eigene haltung. man kann also ein wenig nabelschau betreiben und das unterfüttern, was das biografische schreiben ausmacht: man kann die gründe für seine eigenen handlungen klarer benennen.

das bedeutet nicht, dass man sich rechtfertigen muss, es bedeutet nur, mir werden meine handlungen noch ein wenig bewusster (aber nur, wenn mir vorher nicht so ganz klar war, weshalb ich was getan habe). daneben bekommt das schriftliche nachdenken über die eigene haltung beinahe philosophische dimensionen: der urschleim unserer sozialen aktivitäten basiert auf haltungen. und unsere haltungen entstehen aus erlebtem, also erfahrenem, aus vermitteltem, also Weiterlesen

selbstbefragung (162) – haltung

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um die „haltung“.

  • in welchen situationen zeigen sie haltung? benennen sie.
  • in welchen situationen konnten sie keine haltung zeigen, obwohl sie wollten? warum?
  • was ist für sie das schwierigste dabei, haltung zu bewahren?
  • welche haltung nehmen sie zur politik ein? beschreiben sie.
  • in welchen momenten fühlten sie sich haltlos?
  • diskutieren sie mit anderen über ihre haltung? wann?
  • wer konnte sie davon überzeugen, eine andere haltung einzunehmen? wie?
  • wen haben sie davon überzeugt eine andere haltung einzunehmen? warum?
  • wie wichtig ist es ihnen, die haltung zu bewahren? warum?
  • was finden auch sie an ihrer eigenen haltung eine wenig befremdlich?

die letzten 150 selbstbefragungen sind als links hier gebündelt: https://schreibschrift.wordpress.com/2012/01/05/1500-fragen-zur-selbstbefragung-aus-diesem-blog/

liste (106) – gesundheit

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „gesundheit“.

die wichtigsten aspekte für mich zum thema „gesundheit“:

die schlimmsten krankheiten, die ich in meinem leben überwunden habe:

das brauche ich, um gesund werden zu können:

die unangenehmsten aspekt bei krankheiten:

diesen menschen möchte ich helfen, wieder gesund zu werden:

liste (105) – schmerz

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um den „schmerz“.

die schlimmsten körperlichen schmerzen, die ich erlebt habe:

die schlimmsten seelischen schmerzen, die ich erlebt habe:

meine liebsten schmerzmittel:

damit habe ich anderen schmerzen zugefügt (körperlich oder seelisch):

schmerzen, die ich nie erleben möchte:

biografisches schreiben und schmerzen

körperliche schmerzen sind das fieseste, was ein mensch erleben kann. sie sind erst einmal ohne medizinische hilfe und ohne die konzentration auf andere dinge unausweichlich. sie lassen den menschen ohnmächtig seinen körper spüren. die folge von schmerzen sind handlungen, entweder, den schmerz zu unterdrücken oder die ursache für den schmerz zu suchen. jeder mensch erlebt im laufe seines lebens körperlichen schmerz (es müsste schon mit einem wunder zugehen, wenn jemand ein absolut schmerzfreies leben führen könnte – nur den muskelkater ordnen wir anders ein als die zahnschmerzen.)

erstellen sie doch einmal eine schmerzkurve ihres lebens. wenn sie das machen, haben sie gleich zwei effekte: sie bekommen einen stärkeren bezug zu ihrem körper und sie bekommen einen überblick über all die kleinen und großen gesundheitlichen schwierigkeiten, die sie im laufe ihres lebens erlebt haben. dann können sie neben die körperschmerz-kurve auch gleich noch eine kurve des psychischen schmerzes einzeichnen. wann ging es ihnen seelisch alles andere als gut. was schmerzte sie emotional am stärksten? wenn sie diese kurve in ihre lebensbetrachtungen mit einbeziehen, lassen sich vielleicht zusammenhänge herstellen.

wir leben mit dem phänomen, dass die psychischen schmerzen manchmal zu körperlichen schmerzen führen können und die körperlichen zu psychischen. wenn man das einmal im überblick sieht, dann kann man sich die frage stellen, wie groß dies eine rolle bei einem selber spielt? diese form der selbstbefragung kann einem hinweise im eigenen umgang mit schmerzen liefern. schreiben sie ihre ganz persönliche schmerzgeschichte. und begeben sie sich auf die gedankliche reise der schmerzbekämpfung.

in deutschland wird die behandlung von körperlichen schmerzen immer noch stiefkindlich betrachtet. es hat sich in den letzten jahren zwar etwas gebessert, aber meist herrscht die auffassung vor, krankheit habe mit schmerzen einher zu gehen. dabei haben wir menschen medikamente entwickelt, die die meisten von uns in schmerzfreiheit leben lassen würden. doch die werden sehr zögerlich gegeben. es wird meist mit formen der abhängigkeit Weiterlesen

selbstbefragung (161) – schmerz

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um den „schmerz“.

  • welcher körperliche schmerz war ihr letzter? beschreiben sie.
  • welcher seelischer schmerz war ihr letzter? beschreiben sie.
  • was tun sie gegen schmerzen als erstes?
  • wer hat ihnen zuletzt schmerzen zugefügt?
  • wem haben sie zuletzt schmerzen zugefügt?
  • welches war der größte schmerz ihres lebens? beschreiben sie.
  • wann fühlen sie sich schmerzen gegenüber am ohnmächtigsten?
  • warum fügen sich ihrer meinung nach, menschen gegenseitig schmerzen zu?
  • welche schmerzhafte erfahrung (körperlich oder psychisch) hat ihr leben verändert? warum?
  • können sie weinen, wenn etwas schmerzt? warum?

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liste (104) – störung

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um das „kombinieren“.

die unangenehmsten störungen in meinem leben:

die häufigsten störungen in letzter zeit:

die angenehmsten störungen in meinem leben:

dabei störe ich andere am liebsten:

das ist für mich ganz schön gestört:

biografisches schreiben und störung

neben den störungen beim schreiben, erlebt der mensch im laufe seines lebens beständig störungen. das gehört zum leben dazu. man versucht meist einen plan, ein konzept, ein ziel oder den nächsten schritt zu verfolgen. doch wie das leben so ist, es kann immer etwas dazwischen kommen. für viele menschen ist dies schwer auszuhalten. sie versuchen, kontrolle über ihre lebensbedingungen zu erhalten.

beim biografischen schreiben sind genau diese momente interessant. ein blick darauf, wann die lebensplanung in richtungen abdriftete, die man nicht wollte, die man aber im nachhinein positiv empfand, zeigt einem, wie viel man selbst bestimmen kann und was man nicht im griff hat. bei negativen erlebnissen stellt sich zusätzlich ein starkes gefühl von ohnmacht ein, das für alle menschen schwer auszuhalten ist. auch hier lohnt ein blick.

welche strategien hat man entwickelt um mit positiven oder negativen unwägbarkeiten umzugehen? kann es für andere interessant sein, darüber zu lesen. oder ist es für einen selber noch einmal eine zusätzliche form, das eigene bisher verbrachte leben aufzuschlüsseln und neue ziele zu benennen. störungen der unberechenbaren art sind also meist die extremen entwicklungspunkte in der lebenslinie eines menschen.

nehmen man nur einmal das klassische beispiel des unberechenbaren todes. eigentlich ist die vorstellung vom tod auch die motivation für viele lebensimpulse. so entsteht bei manchen menschen die vorstellung, dass man jeden tag so intensiv wie möglich verbringen sollte, da man nie weiß, wann einen der tod ereilt. andere lebenskonzepte verwirklichen die vorstellung, dass man im jetzigen leben möglichst positive Weiterlesen

wie man den spass am schreiben abgewöhnt (02)

fieses feedback

es gibt gruppen, die sich treffen, um gegenseitig texte vorzulesen. das kann erst einmal schön sein. doch in manchen gruppen gilt der ehrgeiz möglichst viele texte in grund und boden zu stampfen, sich zu richterInnen des guten geschmacks zu machen. hier sind kritik und feedback meist nicht förderlich, sondern personalisierend und motivationshemmend. bei diesen gruppen handelt es sich schon um die fortgeschrittenen-variante des fiesen feedbacks.

es fängt oft im kleinen an. auch bei diesem thema kann ich nur wieder die schule heranziehen. dort machen wir alle meist die ersten erfahrungen mit ersten textkritiken. man schreibt aufsätze und die lehrerInnen suchen nicht nur schreibfehler, sondern kommentieren und benoten den geschriebenen beitrag. viele lehrerInnen sind so sensibel, die anfänge kreativer schreibprozesse förderlich zu kommentieren. doch leider kam es immer wieder vor, dass das feedback zu viel oder zu wenig potential bemängelte und somit ein urteil sprach, das einhergehend mit einer note, spuren hinterlässt.

so berichteten mir mehrere menschen, dass lehrerInnen den kindern vor allen dingen zu viel fantasie attestierten, die den rahmen eines schulaufsatzes sprengten. was heisst in diesem zusammenhang zu viel? da galoppieren die geschichten mit einem kind davon. man kann dies auch als großes potential verstehen, das im laufe der zeit in produktive bahnen gelenkt werden könnte. und so wird nicht die fantasie im keim erstickt.

oder es wird jemandem bescheinigt, dass er in den naturwissenschaftlichen fächern ja prima sei, aber die aufsätze einfach zu kurz wären. auch hier wird nicht vorgeschlagen, einmal verschiedene formen der verdichtung auszuprobieren oder mit einer schreibtechnik nachdem alles geschrieben ist, zwischen zwei sätze immer einen weiteren satz einzuflechten und mal zu schauen, was dabei herauskommt.

abseits der schule gibt es die fiesen feedbacks jedoch ebenso. wenn sich ein kind sehr für das schreiben interessiert und überlegt, eigene texte zu veröffentlichen, dann wächst die angst vieler eltern exponentiell an, das kind könne auf die idee kommen, schriftstellerIn zu werden. das muss in den augen vieler erziehungsberechtigter verhindert werden, handelt es sich doch um einen brotlosen und etwas abseitigen berufswunsch. also wird das schreiben in der textkritik strategisch madig gemacht. es wird an den kompetenzen zur veröffentlichung von texten gezweifelt.

ähnliches kann man im berufsleben erleben, wenn man einen etwas lebhaftere, blumige sprache wählt, wenn jemand gern nebenher geschichten oder romane schreibt, wenn jemand überhaupt signalisiert lust am (kreativen) schreiben zu haben. auch diese aussagen werden gern in lächerliche gezogen. die texte werden unerbittlich einer geschäftsfähigkeitsprüfung unterzogen und alle anderen bestrebungen ignoriert.

womit ich zum schluss wieder bei den textkritiken in gruppen „gleichgesinnter“ lande. auch im internet ist in den foren für schreiblustige zu lesen, wie unverhältnismäßig manche kritik daherkommt. es wird nicht die wirkung des textes auf einen selbst diskutiert, sondern es werden wieder noten mit punkten, sternchen oder ziffern erstellt. es wird ein ranking erstellt. leider wird in den seltensten fällen wirklich zum text passend argumentiert. auch hier ist das feedback einfach nicht förderlich. schade, dass dies noch nicht einmal in kreisen von menschen geschieht, die große lust am schreiben haben.

die professionelle variante des fiesen feedbacks ist häufig die literaturkritik. erstaunlich, dass schreiben und geschriebenes solche widerstände verursacht. einzige lösung: sich davon in der eigenen schreiblust nicht behindern lassen.