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Adieu !

Ruhe in Frieden - Christof Zirkel

Leider wird dieser Blog hiermit geschlossen.  In der Folge eines Herzinfarkts bin ich am 11. September 2012 gestorben. Ich danke für die große Aufmerksamkeit, die meine Ideen fanden und wünsche Ihnen allen weiter viele gute Schreibideen.

Die Inhalte dieser Seite bleiben weiter zugänglich.

Christof Zirkel

Die dokumentierenden und schreibenden ErzieherInnen (2)

Dokumentation – eine pädagogische Herausforderung

Nicht ohne Grund steht die verpflichtende Dokumentation in Kindertagesstätten in den Bildungs- und Orientierungsplänen u.a. in Kapiteln mit der Überschrift „Pädagogische Herausforderung“ (Beispiel: Orientierungsplan Baden-Württemberg S. 45ff.). Für ErzieherInnen in der Frühpädagogik ist es wahrlich eine Herausforderung. Um realitätsnah dokumentieren zu können muss die ErzieherIn nicht nur mit der Digitalkamera umgehen können, sondern auch – und das in besonderem Maße – mit dem Wort. Sei es die Beschriftung der Fotos in Dokumentationsmappen oder das Schreiben einer Beobachtung. Gemeint ist hiermit die besondere Fähigkeit wertfrei schreiben zu können. Wie schwer es sein kann Fotos zu beschriften und Kinder schriftlich zu beobachten ohne ein wertendes Wort braucht keiner weiteren Erklärung. Es fehlen auch oft die Worte eine Beobachtung so zu schildern wie sie eben gerade wahrgenommen wird. Das fällt nicht nur denjenigen schwer, denen ohnehin das Schreiben leicht von der Hand geht. In der Ausbildung und im Berufsprofil der ErzieherIn ist die Fähigkeit des dokumentierenden Schreibens nicht erwähnt. Somit stehen diese vor einer ganz neuen Herausforderung, die teilweise auch eine Überforderung ist.  
Die ErzieherIn soll durch die Dokumentation die Bildungsprozesse des Kindes erkennen, so die Forderung. Zu einem gewissen Teil ist das möglich aber es ist immer der Teil, den die einzelne ErzieherIn darin sieht. Jede andere ErzieherIn würde den Entwicklungsprozess ganz anders auslegen. Deshalb müssen auch regelmäßig Gespräche im Team zu den Dokumentationen stattfinden. Inwieweit man dann dem individuellen Lernprozess des Kindes tatsächlich kindgemäß nahe kommt ist jedoch nicht gewiss.

Bei aller Analyse der pädagogischen Dokumentationen darf man nie außer Acht lassen, dass man als Erwachsener die Sicht des Kindes einnehmen Weiterlesen