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verlag (6) – klaus wagenbach

klein aber fein, könnte man zu diesem verlag sagen. wie auf der startseite zu sehen ist, gibt es den „verlag klaus wagenbach“ nun seit 44 jahren. das heißt, der verlag wurde kurz vor 1968 als kritisches verlagsprojekt gegründet. es war schon immer ein ziel des verlags, literatur und politik miteinander in verbindung zu bringen. das hat mit der lebensgeschichte des verlagsgründers klaus wagenbach zu tun. sie konnte schon als dokumentation im fernsehen gesehen werden.

und der verlag formuliert klar von seiner seite, dass er auch aktuell seine aufgabe nicht darin sieht neutral zu sein. welcher verlag ist das schon. wagenbach sieht auch weiterhin seine aufgabe darin, politische literaten zu veröffentlichen, neben der weltliteratur, die genauso verlegt wird. so führt ein link von der homepage zum beispiel auf die seite erich-fried.de, auch ein bekannter dichter, der schon lang bei wagenbach verlegt wird. daran kann man sehen, wie kann es bei einem von der studentenrevolte beeinflussten verlag auch anders sein, dass die politische ausrichtung des verlags eher links ist.

klaus wagenbach hat sein steckenpferd schon lang bei der literatur und dem leben von franz kafka gefunden, was bedeutet, dass in diesem jubiläums-kafka-jahr natürlich sonderveröffentlichungen anstehen. das engagement des verlags klaus wagenbach geht in viele richtungen und ist auf der hompage unter folgender adresse einzusehen: http://www.wagenbach.de/index.html

biografisches schreiben und politische bewegungen

 

es sei erlaubt noch einmal einen blick auf das jubiläum der 68er zu werfen. zur zeit quellen aus allen ecken und winkeln betrachtungen zu den studentenrevolten in den verschiedenen ländern. da wird analysiert, bewertet und es werden schlussfolgerungen gezogen. wie war das damals? was hat es bewirkt? doch selten wird berichtet, wie es von einzelnen erlebt wurde, was sie dazu gebracht hat, an der bewegung teilzunehmen. die berichte erscheinen häufig distanziert und teilweise sogar sediert.

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schreibidee (17)

eigentlich wurde die idee hier schon beschrieben, doch gehen wir mal ins detail. es geht um schreibanregungen mit hilfe von jahreszahlen bei wikipedia. so bietet es sich zur zeit geradezu an, einmal einen blick auf das jahr 1968 zu werfen. die seite findet sich hier: http://de.wikipedia.org/wiki/1968

gestern begannen übrigens die usa und vietnam vor 40 jahren erste friedensgespräche. und der musikalische nummer eins hit war die single „delilah“ von tom jones, bei den alben das album „horizontal“ von den bee gees und ab ende mai bis ende des jahres heintje mit dem album „heintje“, maaahmaaah 😛 http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nummer-Eins-Hits_in_Deutschland_%281968%29 und wer hat den oscar bekommen? : http://de.wikipedia.org/wiki/Filmjahr_1968

diese seiten lassen sich zum beispiel mit einem beamer bei einer schreibgruppe an die wand projizieren und alle teilnehmerInnen suchen sich einen begriff, eine person aus, die sie besonders interessieren. entweder kann nun noch der jeweilige link aufgerufen werden oder es wird eine assoziationsübung durchgeführt, die in einem text mündet.

es kann aber auch vorgeschlagen zum beispiel drei begriffe auszuwählen, die wiederum in einer geschichte, in einem gedicht auftauchen sollen.

in einer schreibgruppe für biografisches schreiben, in der die teilnehmerInnen das jahr 1968 schon bewusst miterlebt hatten, können mithilfe der informationen auf der homepage erinnerungen wachgerufen werden, die in einer geschichte münden. diese schreibübungen sind natürlich für jede jahreszahl vorstellbar. so könnten zum beispiel die geburtsjahre der schreibgruppenteilnehmerInnen aufgerufen werden. dadurch erfährt man mehr über die anderen teilnehmerInnen und diese können eine geschichte zu sich und ihrem geburtsjahr verfassen.

den möglichkeiten mit den jahreszahlen sind keine grenzen gesetzt. nur die technischen voraussetzungen müssen gegeben sein.

politisches schreiben

 

heute ist einer dieser tage, die eine politische bedeutung haben. als „tag der arbeit“, soll er an die erkämpfung der rechte der arbeitnehmer erinnern. dass dies inzwischen ein wenig altbacken wirkt, da sich auf der einen seite arbeitnehmer wieder kapitalistischen goldgräberstimmungen gegenüber sehen und auf der anderen seite die gewerkschaften meist kein interesse mehr an polarisierungen haben, aus angst die mitglieder könnten ihnen weglaufen. mancher arbeitnehmer glaubt sogar, ohne organisation und vertretung besser dazustehen. das hat sich in etlichen berufszweigen inzwischen gerächt.

abseits davon bebten manche europäischen gesellschaften vor exakt 40 jahren. vor allen dingen der mai 1968 spielte in frankreich eine große rolle, bis zum generalstreik und neuwahlen, die in den augen vieler leider nicht das ergebnis erbrachten, das sie sich erwünschten. Weiterlesen