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schreibidee (334)

es gibt tage, da wacht man auf, erinnert sich an wilde träume, man fühlt sich verspannt, hat leichte kopfschmerzen, steht sozusagen mit dem linken bein auf. im laufe des tages geschehen einem absurde kleinigkeiten, gleich zu beginn verschüttet man den kaffee, die filtertüte zerreisst, während man sie in den mülleimer werfen möchte. die milch ist sauer, das brötchen fällt auf die beschmierte seite … man schaut in den kalender: entweder ist vollmond oder freitag, der 13te. zu letzterem die schreibanregung für „freitag-den-13ten-geschichten“.

gleich zu beginn werden von den schreibgruppenteilnehmerInnen zwei kleine geschichten geschrieben. beide sollen von alltagsbegebenheiten handeln, die an manchen tagen gern gehäuft auftreten und die „murphys gesetzen folgen“. sie verlaufen nach dem motto: wenn sie sich in einer kassenschlange anstellen, können sie davon ausgehen, dass es in ihrer schlange am längsten dauert und alle anderen kassenschlangen sich schneller fortbewegen. so kann zum beispiel die hektik wegen eines wichtigen termins beschrieben werden, in der während des schuhe anziehens die schnürsenkel reissen o. ä.. die geschichten werden in der schreibgruppe vorgetragen.

anschließend werden am flipchart weitere klassische begebenheiten gesammelt, bei deren häufung man glauben könnte, jemand habe etwas gegen einen. anschließend werden noch zeichen des aberglaubens am flipchart gesammelt. auch zu jeweils einem zeichen sollte eine maximal zwei seiten lange geschichte geschrieben werden. die geschichten werden vorgelesen.

denn dann wird die eigentliche „freitag-den-13ten-geschichte“ geschrieben. es soll sich dabei um eine geschichte handeln, die an die filme erinnert, bei denen man denkt: schlimmeres kann jetzt aber nicht mehr passieren, doch die autorInnen haben noch eins draufgesetzt und die nächste katastrophe passiert. diese aneinanderreihung ergibt erst den gedanken, an diesem tag müsse etwas übernatürliches sich gegen einen gerichtet haben. die schreibgruppenteilnehmerInnen dürfen in alle fantasietöpfe greifen, die ihnen einfallen, seien die ereignisse noch so absurd.

zum abschluss werden die geschichten vorgetragen und es wird in einer feedbackrunde ein kleines ranking erstellt, wer die absurdeste abfolge von ereignissen beschrieben hat. vielleicht wollen dann alle noch eine kurze geschichte darüber schreiben, wie man dem aberglauben begegnen und ihn außer kraft setzen kann, damit am nächsten freitag, den 13ten einem die tote taube, die vor die füße fällt, keinen schrecken einjagt 😉

selbstbefragung (13) – aberglaube

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich ab nun ein wenig unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „aberglaube„.

  • macht es ihnen schwierigkeiten, diese selbstbefragung zu lesen, da es die 13te ist?
  • glauben sie, schwarze katzen haben eine andere seele als andere katzen?
  • wie weit bestimmen sterne und planeten ihr leben? berichten sie.
  • fühlen sie sich nicht ohnmächtig, wenn sie darauf vertrauen, dass zufällige ereignisse, wie zum beispiel die geburt und der aszendent, ihr leben bestimmen sollen? warum?
  • wie selbstbestimmt erleben sie ihr leben?
  • welchen bezug haben sie zu engeln? begründen sie?
  • wie erklären sie sich manche phänomene, dass sie zum beispiel schon vorher spüren, was sich ereignen wird?
  • waren sie schon einmal bei wahrsagerInnen? warum?
  • wie erklärt man als „vernünftiger“ mensch anderen, dass der aberglaube etwas verheisst, das er nicht halten kann?
  • was ist das legen von tarotkarten für sie? berichten sie.

wortklauberei (13)

„schicksalsreportage“

dann, wenn der aberglaube ins spiel kommt (wie hier bei der wortklauberei „13“), dann stehen alle tore für absurdes offen. immer wieder tuen sich die privatsender des fernsehens durch einen hang zur mystik und zum aberglauben hervor. darum fällt es ihnen auch so leicht, über ufos, außerirdische und dergleichen mehr zu berichten. hat wohl was mit der kundenbindung zu tun. der mensch widmet sich in unsicheren zeiten gern dem gedanken, er habe keinen einfluss auf die entwicklung und außergewöhnliche ereignisse im hintergrund steuerten sein leben. ist der hang zu den männlein vom mars und weiblein von der venus beim einzelnen gering, dann gibt es immer noch den gedanken ans „schicksal“. das soll hier nicht heißen, dass es nicht ereignisse gibt, die einen überraschen und auf die man keinen einfluss hat.

es soll nur heißen, dass die schicksalsereignisse so überraschend kommen, dass eine kamera nun nicht dabei sein kann. so wird es schwierig mit der „schicksalsreportage„, die sich eher in einer schicksalsnacherzählung erschöpft. zu den erzählungen gehört es, dass von den betroffenen möglichst dass innerste nach außen zu kehren ist, damit etwas entsteht, das manche journalistInnen als „authentisch“ bezeichnen. da wird dann gern die kamera auf die verzweifelten gehalten und viele zuschauer befinden sich sofort im zustand des „fremdschämens“. sie halten diese reportage schwer aus. ebenso wie die menschen, über die berichtet wird. meist realisieren sie erst einige zeit später, dass ein schwacher moment in ihrem leben dafür genutzt wurde den voyeurismus anderer zu befriedigen. und im nachhinein entwickelt sich die reportage für sie zu einer katastrophe. wahrscheinlich ist das mit dem begriff „schicksalsreportage“ gemeint 😦

schreibaufgabe (13)

nun, die dreizehnte, wenn das mal kein schlechtes omen ist. deshalb dieses mal auch eine schreibaufgabe, die dem aberglauben rechnung trägt, gemixt mit einem meiner liebsten kinderbücher „jim knopf und die wilde dreizehn“ von michael ende.

die aufgabe lautet also dieses mal: es ist ein text, egal in welcher form zu verfassen, der den titel „die wilde dreizehn“ trägt. aberglauben und zauber bieten sich an, müssen aber nicht auftauchen. die länge der texte ist frei wählbar. ich will noch nicht glauben, dass es kein interesse gibt, selbst verfasste auszutauschen 😮 .

oder sollte die dreizehn ein gutes omen werden?