Schlagwort-Archive: abhängig

web 2.0 und störung

im internet oder netz lassen sich störungen leicht benennen: es konnte keine verbindung hergestellt werden oder es werden daten geklaut. im gegensatz zu den anderen im laufe der woche hier benannten störungen wird die störung im web 2.0 immer existentieller. viele menschen verbringen einen großen teil ihrer arbeitszeit in der einen oder anderen weise im internet. ob nun mit dauerkontakt durch das smartphone oder am computer im firmennetzwerk.

auch freizeit, beziehungen, freundschaften und familienleben verlagern sich immer öfter ins web 2.0. da wird gechattet, gemailt, sich in der cloud bewegt oder es werden flashmob-treffen organisiert. ganz abgesehen von den fernseh- oder radiosendern, die inzwischen den abruf des programms zeitverzögert zulassen. wenn man dann noch das handy als fotoapparat oder den pc als spielkonsole in online-rollenspielen nimmt, dann ist die freizeit eng mit dem web 2.0 verknüpft.

störungen im netz sind somit für die nutzerInnen inzwischen schwer auszuhalten. die geschäftliche wie auch die private kommunikation käme zu einem großen teil zum erliegen. wie aufgebracht die menschen reagieren kann abgelesen werden, wenn zeitweise handynetze ausgefallen sind oder die zugangsmöglichkeiten ins netz nicht funktionieren. und man möge es nicht unterschätzen, inzwischen werden auch viele logistische aktionen und dienstleistungen über das netz abgewickelt.

störungen sollten also möglicht vermieden werden. so betreiben etliche firmen ein internes und ein externes netz. im web 2.0 kann auf alternative server ausgewichen werden und selbst bei stromausfall springen teilweise ersatzaggregate an. denn die abhängigkeit ist so groß, dass inzwischen bücher gefragt sind, die darüber berichten, wie es sich anfühlt, wenn man für längere zeit das internet ruhen lässt, sich zurückzieht. abhängigkeiten sind immer sehr anfällig Weiterlesen

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liste (39) – sucht

wer lust hat, kann sich diese seite ausdrucken und ausfüllen. ich schlage listen vor, die einem vielleicht einen überblick zu verschiedenen themen der eigenen lebensgeschichte geben können. dieses mal geht es um die „sucht„.

diese dinge könnten mich süchtig machen:

menschen, von denen ich abhängig bin:

meine stärksten süchte:

situationen, in denen ich die selbstkontrolle verlor, und es war schön:

situationen, in denen ich die selbstkontrolle verlor, und es war nicht schön:

kreatives schreiben und sucht

in einer zeit, in der individualismus und selbstverantwortung gaaaanz toll sind, in so einer zeit stellen abhängigkeiten von stoffen, dingen oder menschen einen makel dar. auf der anderen seite entstehen anscheinend genau in diesen zeiten verstärkt abhängigkeiten, also wieder einer der vielen widersprüche im sozialen leben, denen wir ausgesetzt sind.

widersprüche wiederum sind ein gefundenes fressen für das kreative schreiben. man kann sie in geschichten und texten so wunderbar aufeinander prallen lassen. darum bietet „sucht“ abseits der persönlichen, niemandem zu wünschenden schwierigkeiten ein weites feld an möglichkeiten der kreativen beschreibung. so kann man neue süchte erfinden, sich überlegen wovon mensch noch abhängig werden kann. ob dies nun nahrungsmittel, handlungen oder menschen sind. da überschneiden sich fetisch, gier und sucht.

das kreative schreiben kann in worte fassen, welche versuche unternommen werden, zur befriedigung der persönlichen bedürfnisse zu kommen, von denen man nicht lassen kann. es kann die kollision zwischen einem kontrollierten, geregelten leben und der abhängigkeit, dem verlust der selbstkontrolle in bezug auf die sucht abgebildet werden. es kann die meist große hilflosigkeit der umwelt in einer lupe betrachtet werden oder es kann das arrangement mit der nicht endenden sucht seziert werden.

sucht ist eines der ereignisse in unserem leben, das sich zu großen teilen unserer kontrolle entzieht. darum verursacht es im alltag und im leben bruchstellen, stellt uns auf die probe. oder um es anders zu formulieren: Weiterlesen