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wortklauberei (94)

„globalzufriedenheit“

natürlich ist es werbung (und nicht ein ergebnis der sicherheitskonferenz in münchen), in der anscheinend bei der befragung der kunden der spitzenplatz bei der „globalzufriedenheit“ eingenommen wurde. doch was ist das? bedeutet dies, dass die menschen rundum zufrieden sind (da ja der globus eine kugel ist)? oder bedeutet dies, dass menschen auf dem ganzen globus mit dem angebot zufrieden sind? und was wäre dann „globalunzufriedenheit“? etwa die stimmung nach der letzten uno-sitzung?

mir scheint, die globalzufriedenheit ist etwas ähnliches wie mega-sauberkeit oder turbo-preise oder ultra-leicht. denn anders erschließt sich das wort nicht. jedoch bietet es perspektiven für zukünftige wortschöpfungen, die unsere erde einbeziehen. globalsauberkeit wäre der begriff, wenn der umweltverschmutzung einhalt geboten wurde. oder globalsattheit würde bedeuten, dass alle menschen zu essen haben. nur bei globaleitelkeit oder globalverlässlichkeit kann ich mich noch nicht so ganz entscheiden, wo ich die worte einordnen sollte.

also global betrachtet ist globalzufriedenheit ein ganz schön anmaßender begriff. gesteigert werden kann er wahrscheinlich nur noch mit planetarischer zufriedenheit oder (welt)allzufriedenheit. doch in diesem moment müssten wir erst einmal mit den anderen wesen in den unendlichen weiten kommunizieren können. das dürfte aber dem schöpfer dieses wortes nicht so schwer fallen, handelt es sich doch um ein telekommunikationsunternehmen. da passt dann doch wieder alles 🙂 .

schreibidee (70)

die zeit der laternenumzüge mit „laterne, laterne – sonne, mond und sterne“ hat mich auf die schreibidee gebracht, in einer schreibgruppe „all-geschichten“ schreiben zu können. einstieg in die schreibanregung können wortspielereien sein. die teilnehmerInnen werden aufgefordert, begriffe in den raum zu rufen, die mit der buchstabenfolge „al“ oder „all“ beginnen. diese begriffe werden auf die weiten des alls ausgedehnt.

auf einer tafel oder einem flipchart werden begriffe gesammelt wie „all-tag“, „all-ein“, „all-so“, all-raune“, „all-bern“, „all-arm“, „all-egorie“ oder „all-pen“. alle teilnehmerInnen sind aufgefordert, sich einen begriff auszuwählen, der ihnen am interessantesten erscheint. anschließend sollten sie ein cluster zu dem begriff erstellen. mitgedacht sollte auf alle fälle die unendlichkeit des alls werden.

anschließend werden all-geschichten verfasst, die sowohl die form eines science-fiction annehmen können, aber auch „all-umfassendes“ thematisieren dürfen.

anschließend werden die geschichten gegenseitig vorgetragen und ein feedback gegeben. sollten noch zeit und möglichkeit bestehen, dann könnte die schreibgruppe zum abschluss in ein planetarium gehen. natürlich kann die reihenfolge eine andere sein und das planetarium ist der einstieg in die schreibanregung.