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nabelschau (40)

erkenntnis, die zweite. kein thema lässt die menschen so zu märchenonkels und -tanten werden, wie die energieproduktion. und es nervt. wer sich nur ein wenig mit dem thema auseinandersetzt, weiß, dass viele behauptungen einfach humbug sind. hier ist gesundes misstrauen angebracht, da große konzerne ganz eigene interessen verfolgen und viele sich zu handlangern machen. darum hier ein paar gegenpositionen:

  1. restrisiko“ hieß schon immer, dass es ein risiko gibt, das statistisch betrachtet jederzeit eintreten kann. es würde nicht restrisiko heißen, wenn man es unter kontrolle haben könnte, denn dann wäre es kein risiko mehr! so ist die teilnahme am straßenverkehr mit einem restrisiko verbunden. ich kann in einen unfall verstrickt werden, auch wenn ich mich an alle verkehrsregeln halte.
  2. billiger atomstrom“ ist eine große lüge. der atomstrom war und wird auch in zukunft nie billig sein. nur die finanzrechnung beim atomstrom ist eine geschönte. die folgekosten der entsorgung werden gesondert berechnet, von der stromproduktion abgekoppelt und in künftige generationen verschoben. würden diese langzeitkosten eingerechnet wäre der atomstrom sehr viel teurer.
  3. protest gegen überlandleitungen“ würde alternative energiepolitik erschweren. schon längst gibt es erdkabel, die ebenso strom transportieren können. oder was glauben die menschen, wie der strom aus norwegen zu uns kommt? der energieverlust bei überlandleitungen ist enorm. und wie bei eisregen oder stürmen festzustellen ist, sind die überlandleitung nicht das nonplusultra.
  4. der strom muss von den windkraftwerken an der nordsee dort hingebracht werden, wo er gebraucht wird.“ wir haben ein stromnetz, das es ermöglicht, auch dezentral strom zu produzieren. natürlich muss nachgerüstet werden, aber dieser fetisch „großprojekt“ ist in bezug auf jede energiegewinnung pure verschwendung. kleinteilig lassen sich nachfrageschwankungen viel einfacher und umweltschonender abfedern.
  5. alternative energien sind zu wetterabhängig„. hallo, liebe herrschaften, seit über zwanzig jahren gibt es schon längst konzepte zu einem kleinteiligen energiemix, der nicht nur wetterabhängig ist. dazu zählen blockheizkraftwerke, die sogar bei den emissionen besser abschneiden Weiterlesen