Schlagwort-Archive: analphabetismus

hat sich der pc überlebt?

das ist wieder so eine frage, die vor allen dingen von den technikfolgern gestellt wird. dabei verändert sich die technik, die im hintergrund alle neuentwicklungen steuert, nicht groß. es basiert alles weiterhin auf einem binären system, das aufgesetzt viele neue betriebsysteme und programmiersprachen erhält, eingeschlossen in immer kleinere geräte, vernetzter und verknüpfter mit vielen menschen und servern, schneller durch leistungsstärkere chips und geräte. aber die grundstuktur basiert weiterhin auf der codierung von daten mit hilfe der „1“ und der „0“.

hier lassen sich parallelen zum buchdruck erkennen. das grundprinzip des druckes ist über jahrhunderte das gleiche geblieben, die aufgesetzten techniken sind nur ausgefeilter, schneller und irgendwann digitalisiert worden. es kamen die taschenbücher auf, die zeitungen und inzwischen die flyer und der laserdruck. aber weiterhin wird das meiste in form von buchstaben auf papier gedruckt und die produkte sind vielen menschen zugänglich. das war die große veränderung des buchdruckes. der zugang vieler zu informationen, zu einem preis, der beinahe jedem erschwinglich ist. damit einher ging die verbreitung des lesens. immer mehr menschen können lesen. und damit einher ging die auseinandersetzung um gesellschaftliche teilhabe an den entwicklungen, da immer mehr menschen die meinungen anderer lesen und wahrnehmen können.

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wortklauberei und sprache – ein magazintipp

das sz-magazin von heute widmet sich ausschließlich der deutschen sprache. dabei werden sowohl die veränderungen und die unzulänglichkeit der sprache thematisiert, als auch die schwierigkeiten für fremdsprachlerInnen, deutsch zu verstehen. daneben gibt es texte von ehemaligen analphabeten, die gerade lesen und schreiben gelernt haben, ebenso wie die beschreibung der schwierigkeiten einer schlussredaktion, die texte korrektur zu lesen hat.
ein insgesamt runder blick auf die entwicklung unserer sprache und deren möglichkeiten. zu finden ist das ganze unter: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/liste/h/200930 .

weltalphabetisierungstag

heute ist der von der unesco ausgerufene „weltalphabetisierungstag„. ein tag, der darauf aufmerksam machen soll, dass es viele analphabeten auf der welt gibt. auch wenn die industrienationen davon ausgehen, dass es bei ihnen viel besser aussieht mit der alphabetisierung als in den entwicklungsländern, ist die zahl der analphabeten auch in deutschland erschreckend hoch. so machen versuche der weiteren alphabetisierung auch bei uns sinn.

denn wenn sich in regionen, in denen kaum etwas verschriftlicht wird die kommunikation für die analphabeten noch ganz gut klappt, dann werden sie bei uns wegen der verlagerung ins internet immer mehr schwierigkeiten bekommen. bestes beispiel ist zum beispiel die bediengebühr bei der bahn, die dazu auffordert, dass man seine fahrkarte im internet kauft. das ist dem analphabeten schwer möglich. so wird in zeiten, in denen immer mehr dienstleister ihre angebote ins web verlegen und dort die preiswerten angebote annoncieren, das leben für analphabetInnen immer teurer. die mündliche beratung befindet sich auf dem rückzug. doch es gibt noch viele andere orte im internet, die des lebens und schreibens nicht mächtige menschen in schwierigkeiten bringen.

leider leben auch bei uns analphabetInnen immer noch sehr versteckt und es wäre zu wünschen, dass sie sich unbehelligt offenbaren könnten, um die angebotenen hilfen in anspruch zu nehmen. doch das thema ist weiterhin tabu-besetzt und erschwert einen unverkrampften umgang damit. hier ein paar infos zum „weltalphabetisierungstag“, zum einen auf dieser seite: http://www.lesen-in-deutschland.de/html/content.php?object=journal&lid=844  und auf dieser seite: http://www.alphabetisierung.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung-anzeigen/article/282.html

web 2.0 und lesen

wer schreibt muss auch lesen, zu diesem kurzen aufruf lässt sich zusammenfassen, was grundlage allen schreibens ist. denn ohne seine eigenen texte lesen zu können, lässt sich nicht schreiben. nun gibt es aber viele menschen in deutschland, die nicht nur schwierigkeiten mit dem schreiben haben, sondern vor allen dingen mit dem lesen.

und es gibt die leseförderung, die vor allen dingen versucht bei jugendlichen und kindern anzusetzen, um das lesen zu ermöglichen. und es gibt eine homepage, die in verbindung mit dem bildungsserver steht. „lesen-in-deutschland.de“ ist ein enormer infopool rund um die leseförderung. doch es geht noch weiter, denn wer liest, schreibt auch gern, zumindest oft. deshalb finden sich auf der seite auch eine menge hinweise zu lese- und schreibprojekten.

beinahe unüberschaubar ist die menge an materialien, die auf der seite vorgestellt werden. sie decken beinahe jeden bedarf, der im zusammenhang mit leseförderung stehen kann, ab. sie sind alphabetisch sortiert, doch eine suchfunktion erleichtert wahrscheinlich das finden des notwendigen.

einziges störende an der seite, das aber nicht an den betreibern liegt, ist der häufige versuch, motivation und förderung durch wettbewerbe zu erreichen. das ist schade, da doch die kompetenz lesen zu können, einfach nur spass machen kann, ohne gleich in konkurrenz zu anderen treten zu müssen. ich habe es einfach nur geschätzt büchergutscheine geschenkt zu bekommen und mir die bücher rauszusuchen, die mir gefallen und sie dann lesen zu können.

die seite ist zu finden unter: http://www.lesen-in-deutschland.de .

analphabetismus

auf diesem blog wird seit ungefähr drei monaten über das schreiben geschrieben und dieses auch gelesen. dabei wird davon ausgegangen, dass diese technik von allen beherrscht wird. das ist aber ein irrtum, da davon auszugehen ist, dass allein in deutschland um die vier millionen menschen nicht vollständig des schreibens und lesen fähig sind. infos dazu bei wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Analphabetismus

in diesem moment kann das internet auch hilfreich sein. dazu muss aber von dem anderen überhaupt bekannt sein, dass ihm lesen und schreiben schwer fallen. zum einen gibt es informationen zum thema analphabetismus auf der seite des bundesverbandes „alphabetisierung und grundbildung e.v.“. diese natürlich hauptsächlich in schriftlicher form. die seite ist hier zu finden: http://www.alphabetisierung.de/

aber es gibt auch die seite „ich-will-lernen“ gefördert durch die bundesregierung vom volkshochschul-verband. die seite sollte am anfang in begleitung von jemandem besucht werden, der lesen und schreiben kann. dann kann sie aber schnell von jemandem bedient werden, der schwierigkeiten mit diesen techniken hat. denn alle texte sind auch als anklickbare hörprogramme abrufbar. es muss nur auf das symbol des lautsprechers geklickt werden. nur zur anmeldung muss gelernt werden, wie das passwort einzugeben ist. zudem stehen tutorInnen zur verfügung, die hilfreich unterstützen. generell wird empfohlen das angebot im rahmen einer angeleiteten gruppe zu nutzen. doch vielleicht genügt es auch in zusammenarbeit mit einem guten bekannten. das müsste man ausprobieren. die seite befindet sich hier (cookies müssen freigeschaltet sein): http://www.ich-will-lernen.de/