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details einer wissenschaftlichen arbeit auf schreibboutique.de

eine wissenschaftliche arbeit zu verfassen und zu schreiben, unterliegt mehr oder weniger regeln. es wird oft vermittelt, es gebe eine eindeutige vorgehensweise in den wissenschaften. dies stimmt nur bis zu einem gewissen punkt. um ein wenig orientierung zu geben, habe ich auf meiner homepage http://schreibboutique.de einmal die einzelnen groben abschnitte einer wissenschaftlichen arbeit ausführlicher dargestellt.

doch wer erwartet hier ein allgemeingültiges konzept zu erhalten, dem sei geschrieben, dass es dies in den wissenschaften in der form nicht gibt. die einzelnen posts können nicht mehr sein als ein pfad, an dem man sich beim verfassen einer arbeit entlanghangeln kann. es war mir wichtig, an den entsprechenden stellen darauf zu verweisen, wenn man beim schreiben der arbeit lieber sein (forschungs)umfeld fragen sollte, wie bestimmte aspekte einer arbeit umgesetzt werden.

bei den darstellungen handelt es sich also um den kleinsten gemeinsamen nenner beim schreiben einer wissenschaftlichen arbeit, da die welt der wissenschaften so vielfältig und verschieden ist. doch vielleicht hilft es trotzdem dem einen oder der anderen beim verfassen eines angemessenen textes. garantien kann ich dafür nicht übernehmen – einfach mal reinschauen:

1. die einleitung

2. die these / fragestellung

3. theoretische grundlagen

4. die forschung / die methode

5. datenerhebung

6. datenauswertung und das ergebnis

7. diskussion und abschluss

8. inhaltsverzeichnis, zitate, literaturverzeichnis, fussnoten

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schreibidee (166)

es passiert etwas, daraufhin kommt es zu reaktionen, zu handlungen, die wiederum etwas verursachen, das abermals zu reaktionen führt, um in eine weitere handlung zu münden, und so weiter. so ließe sich grob jeder erzählstrang einer geschichte abbilden. technisch kann eine solche abfolge natürlich durch einschübe, einen zweiten erzählstrang oder verschachtelungen unterbrochen werden. aber, man kann auch verschiedene teile, module, nebeneinanderstellen, die wie aufeinander gebaute klötzchen ein gesamtbild geben. diese schreibidee versucht „aufbau-geschichten“ entstehen zu lassen.

wunderbar wäre es, wenn die schreibgruppenteilnehmerInnen holzklötzchen oder legosteine zur verfügung gestellt werden könnten. diese sollten sie (maximal 10 stück) zu einem gebilde zusammenfügen, das vor ihnen steht. dann wird ein kurzes freewriting zu dem gebilde geschrieben. vielleicht ergibt sich durch das aufgebaute, das vor den teilnehmerInnen auf dem tisch steht, schon ein ort, ein raum, ein gebäude. wenn nicht, dann sollten sich die schreibenden etwas auswählen, zum beispiel ein mehrfamilienhaus, einen ummauerten garten, ein schloss oder auch einen würfel.

jeder stein, jedes klötzchen steht nun für eine begebenheit, eine beobachtung, eine person, die diesen raum bespielen und bevölkern. am besten erstellt die schreibgruppe eine kleine skizze ihres aufbaus und notiert in jedes bestandteil einen begriff, eine idee. im anschluss werden zu jedem klötzchen, jedem stein mit ihren begriffen kurze texte geschrieben (ungefähr eine viertel bis eine halbe seite). anschließend werden die textbausteine genauso aufgebaut wie die konstruktionen auf dem tisch. hilfreich kann es dazu sein, die klötzchen und steine durchzunummerieren. die daraus entstandenen geschichten werden vorgelesen.

anschließend kann man nun den eigenen aufbau umgestalten, also etwas neues bauen. nun nimmt man die neu entstandene konstruktion und bringt die textbausteine in die neue reihenfolge, liest die texte abermals vor. in der feedbackrunde wird darüber diskutiert, inwieweit sich durch eine umgruppierung der textbausteine ganz neue geschichten, neu bilder und assoziationen ergeben haben. die schreibidee kann einen eindruck davon vermitteln, wie groß der einfluss der anordnung von textbausteinen auf die aussage von geschichten und beschreibungen haben kann. sowohl die reihenfolge als auch die zusammensetzung der einzelnen abschnitte hat auswirkungen auf das gesamtverständnis eines textes.