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internationales literaturfestival berlin ilb – ein veranstaltungstipp

da wir alle unter zeitknappheit leiden, sei dieses mal schon rechtzeitig auf das internationale literaturfestival in berlin hingewiesen. wie jedes jahr gibt es ein großes, vielfältiges und jede generation ansprechendes programm. der vorverkauf für die karten hat schon begonnen – nun ist also die richtige zeit, um den terminkalender zu zücken, alle termine zu überprüfen, neue zu vermerken und sich die karten zu besorgen.

neben der literatur für erwachsene gibt es auch ein ausführliches programm für kinder und jugendliche. und zum auftakt des festivals beteiligen sich viele schulen an der aktion „berlin liest“. dabei wird an verschiedenen orten von schülerInnen gelesen, vorgelesen und vorgetragen. hier findet man mehr informationen über das festival in einem monat:

Offizielle Webseite – internationales literaturfestival berlin ilb.

schreibpädagogik und männer

schaut man sich in schreibgruppen und schreibstudiengängen um, dann sind männer stetig in der minderzahl. schaut man sich die neuveröffentlichungen auf dem buchmarkt an, dann kann man dies nicht behaupten. schaut man sich dann noch die zahl der nobelpreisträger an, dann schon gar nicht. herrschen beim lesen und verlegen partriarchale strukturen und beim schreiben abseits des buchmarkts matriarchale? es macht den eindruck. ein phänomen, das anscheinend nichts mit dem schreiben oder nicht-schreiben der geschlechter zu tun hat, sondern eher mit dem schreibverhalten.

so gibt es auch abseits des biografischen schreibens schreibgruppen explizit für frauen. für männer gibt es dies nicht. schreiben frauen so anders, oder wollen männer lieber nicht in schreibgruppen? ich kann da nur spekulieren. es scheint, wie wenn mann eher für sich agiert, für sich schreibt und den austausch sucht, wenn er geschrieben hat. frau wiederum schätzt das schreiben in gruppen, tauscht sich auch gern dort aus, wünscht sich aber nicht unbedingt männer dabei. es scheint, wie wenn frauen schreibgruppen als freiraum, wenn nicht sogar als kreative form der befreiung nutzen. und es scheint, wie wenn männer schreibgruppen eher als beschränkung und einengung empfinden und diesen meist fern bleiben.

oder wenn ich auf den studiengang biografisches und kreatives schreiben schaue, dann fällt auf, dass pro jahrgang maximal 15 prozent der studierenden männer sind. der studiengang, der eine schreibpädagogische ausrichtung hat, wird seit sechs jahren mehrheitlich von frauen studiert. bedeutet das etwas für die schreibpädagogische praxis?

erst einmal nicht, da bei schreibanregungen nicht zwischen den geschlechtern unterschieden wird. auch bei den entstandenen texten kann man eigentlich keinen rollenunterschied ausmachen. es hat dann doch eher mit dem setting zu tun. aber meist wird der geringe anteil an männern von den teilnehmerInnen bemerkt. man kann darüber hinweggehen oder man greift die beobachtung der schreibgruppenmitglieder auf. warum nicht einmal darüber schreiben lassen, weshalb eventuell so wenige männer an den gruppen teilnehmen? nur einen schluss kann man daraus nicht ziehen: dass männer nicht so gern schreiben wie frauen. das haut zumindest dann nicht hin, wenn man die neuerscheinungen im buchhandel betrachtet.

bedeutung gewinnen die geschlechterrollen bei schreibgruppen des biografischen schreibens. denn hier spielen natürlich die erfahrungen, die man aufgrund seines geschlechts in der gesellschaft gemacht hat (z.b. als alleinerziehende mutter in den 50er jahren), eine rolle. und hier sollte sich auch eine schreibgruppenleitung gedanken machen, wie Weiterlesen

web 2.92 – ph.d. in creative writing

für das schreiben gibt es zwei grundregeln, die hilfreich sein können. regel 1: schreiben, schreiben und nochmals schreiben. regel 2: schauen, wie andere schreiben. was haben sie für erfahrungen gemacht, wie haben sie ihren weg zum schreiben gefunden?
auch wenn jeder seinen eigenen individuellen prozess durchläuft, wie zum (literarischen) schreiben gefunden, spricht nichts gegen das lernen von anderen. in allen berufsgruppen sind ausbildungen damit verbunden, techniken und experimente, untersuchen und vorgehensweisen von vorgängerInnen nachzuvollziehen, die effekte zu reflektieren. warum also nicht auch beim schreiben.

für alle interessierten hat kelcey parker den wunderbaren blog „ph.d. in creative writing“ ins leben gerufen. (ph.d. ist laut wikipedia „in englischsprachigen Ländern der wissenschaftliche Doktorgrad in fast allen Fächern und der höchste Abschluss des Postgraduiertenstudiums. In diesen Ländern ist der Ph.D.-Abschluss in aller Regel mit der Berechtigung verbunden, an einer Universität zu lehren“). kelcey parker ist also hochschullehrerin für creative writing.

in ihrem englischsprachigen blog hat sie vor einiger zeit die rubrik „how to become a writer“ ins leben gerufen. dazu werden schriftstellerInnen und schreiblehrerInnen fünf fragen gestellt:

  1. Why did you want to become a writer?
  2. How did you go about becoming a writer?
  3. Who helped you along the way, and how?
  4. Can you tell me about a writer or artist whose biography inspires you?
  5. What would you say in a short letter to an aspiring writer?

die antworten sind vielfältig, spannend und anregend. über zwanzig professionelle haben bis jetzt ihre schreibbiografien und -tipps offengelegt. eine anregung für alle interessierte. gebündelt findet man die äußerungen hier: http://phdincreativewriting.wordpress.com/how-to-be-a-writer/ .

doch auch sonst lohnt sich ein blick in den blog: http://phdincreativewriting.wordpress.com . viel spaß beim lesen und schreiben.

wie schriftsteller schreiben – eine reise mit jonathan franzen – auf arte

der autor der „korrekturen“ hat einer journalistin die möglichkeit gegeben, ihn auf einer lesetournee zu begleiten. dabei bekommt mann einen tiefen einblick in seine form des schreibens, in sein hobby, das „bird-watching“, und in die jüngere amerikanische literaturszene.

vor allen dingen die anmerkungen zum schreibprozess und zur literarischen darstellung der gesellschaft sind aufschlussreich. die doku kann hier 7 tage lang angesehen werden: Fünf Tage mit Jonathan Franzen – videos.arte.tv.

schreibidee (370)

dieses mal lasse ich all meine guten vorsätze sausen, schiebe ethische und moralische bedenken beiseite und empfehle ein schreiben, das alle vorurteile erlaubt, das jegliche spekulation einlädt, sich zu offenbaren. es darf auf teufel komm raus gedeutet und spekuliert werden. vielleicht entsteht ja ein fünkchen realität oder auch nur der spaß am schubladen entwerfen und füllen. darum eine schreibanregung zu „deut-lichen ge-schicht-en“.

man nehme als erstes ein gedicht von paul celan. die garantie, sperriges, metaphorisches und teils unergründliches zu lesen, ist gegeben. somit ist den gruppenteilnehmerInnen viel spielraum gegeben, sich im deuten auszuprobieren. zu dem gedicht werden jeweils zwei kurze deutungen geschrieben: zum einen eine deutung des gedichts (maximal zwei seiten), zum anderen eine deutung des autors (maximal zwei seiten). also: was meint das gedicht? wie der autor so? – so schlicht lässt sich die übung fassen. anschließend werden die ergebnisse nacheinander vorgetragen und zum abschluss über die verschiedenen deutungen diskutiert.

kennt sich die schreibgruppe gut und sind alle damit einverstanden, können gegenseitig texte zur deutung zur verfügung gestellt werden. sollte man lieber vorsicht walten lassen, empfiehlt es sich, dass die schreibgruppenleitung einen kürzeren literarischen text auswählt, den autor und die autorin vorstellt und alle schreibgruppenteilnehmerInnen dazu auffordert, anhand des textes ausführliche deutungen über die intention des autors, der autorin zu formulieren (etwas, das in einem sinnvollen text-feedback eigentlich nichts verloren hat). es dürfen rückschlüsse auf die person gezogen werden. die deutungen werden vorgelesen, es findet keine feedbackrunde statt. die aufgabe kann noch um deutungen von fotografien, gemälden oder skulpturen erweitert werden.

zum abschluss wird eine längere geschichte oder ein dialog geschrieben, in denen die deutung einer anderen person ein wichtiger bestandteil ist. wie dies umgesetzt wird, bleibt den schreibenden überlassen. es können sich zum beispiel die autorInnen in den text einschalten, es können therapeutische sitzungen nachvollzogen werden, es kann ein psychogramm erstellt werden oder es können beziehungskonflikte, die oft in deutungen münden, notiert werden. der spielraum ist groß – er darf ausgeschöpft werden. anschließend werden die texte vorgetragen und es findet eine ausführliche feedbackrunde statt (möglichst ohne deutungen).

kreatives schreiben und kunst

eigentlich ist alles kunst – die lebenskunst, die kunst der entspannung, das künstliche und künstlerische, das wissen und das nichtwissen (die kunst der ignoranz). und wie es dann auch schon viele künstlerInnen formuliert haben, sind wir alle künstlerInnen, auch wenn es die meisten nicht sein wollen. sagen sie einem mensch, er möge doch einmal kunst schaffen, wird er ihnen antworten, er könne so etwas nicht. fragen sie den menschen, was er den zuletzt gebaut, gebastelt oder gedacht habe, dann stellen sie fest, auch er hat dinge oder gedanken erschaffen, die abbilder der realität sind.

da wir es aber notwendig fanden, für die kunst einen markt zu haben, brauchten wir auch händler und experten, die kunst bewerten und einordnen. und so entstanden aus moden kunst, aus abbildern kunstwerke. jede, absolut jede zeit hat ihre kunst. woher sollten wir wissen, ob nicht in dreihundert jahren die plastiknachbildungen griechischer skulpturen und säulen für den reihenhausgarten der hohen kunst der postmoderne zugerechnet werden? und doch fühlt sich mancher berufen, zwischen kunst und kitsch oder zwischen kunst und krempel zu unterscheiden.

wahrscheinlich geht es nur um die bedeutung des erschaffenen, des abbildes. so kann auch kreativ geschriebenes in den augen der schöpferInnen oder leserInnen kunst sein. doch in den augen der literaturwelt werden die ergebnisse der kreativen schreibprozesse gern belächelt. irgendwo verläuft für sie die grenze zwischen kunst und hobby. betrachtet man aber die schreibprozesse großer künstlerInnen, stellt man fest, dass sie die gleichen zweifel und fragen plagte, wie die teilnehmerInnen von schreibgruppen.

und da ist sie wieder, die bedeutung des geschaffenen. ganz gleich, welcher produktionsprozess im vorfeld beschritten wurde, eigentlich sollte nur das ergebnis zählen, sich die bewertung von kunst also nicht an der person, sondern am text orientieren. es wäre einmal interessant, texte und werke ohne namen der autorInnen und deren biografie zu veröffentlichen. ich bin mir sicher, die urteile über das geschriebene würden anders ausfallen. doch, und dies scheint inzwischen in allen künsten der fall zu sein, der markt könnte zusammenbrechen. die verwertung von kunst ist inzwischen ein großes geschäft, das niemand aufs spiel setzen will.

doch noch einmal zurück zum kreativen schreiben: seien sie sich gewiss – vieles von dem, das in schreibgruppen, mit schreibübungen oder durch die verwendung von schreibtechniken entsteht, vieles davon ist kunst, auch wenn es nie einen verlag finden und gedruckt wird. denn das eigentlich intensive und letztendliche wohltuende ist der schaffensprozess – alles danach ist theater, markt und posse. man mag auch den zweiten schritt schätzen, keine frage, und man möchte, dass andere die eigenen abbildungen interessieren, man möchte damit sogar sein geld verdienen, aber es wird nie an den eigentlich kreativen moment heranreichen.

kreatives schreiben und kunst bedeutet nichts anderes, als einen schriftlichen ausdruck für sich selbst zu finden. na dann, lasst uns kunst machen!

ein aufruf zum urheberrecht – kommentiert

schriftstellerInnen haben in der wochenzeitung „die zeit“ den aufruf „wir sind die urheber!“ zum schutz des urheberrechts gestartet. inzwischen fanden sich viele mitunterzeichnerInnen. hier der aufruf: http://www.wir-sind-die-urheber.de/ . in diesem aufruf wenden sich die schreiben gegen diebstahl und geiz im internet – sie möchten ihr geistiges eigentum schützen. das ist ein verständliches und sinnvolle anliegen.

aber! und dies ist ein groooßes „aber“, die begründungen für den schutz des eigenen geistigen eigentums und für die einhaltung des urheberrechts sind seltsam, wenn nicht sogar abstrus. da haben wir schon seit langem eine missachtung der kultur und des geistigen eigentums vor allen dingen durch die „verwerterInnen“. nur ein paar stichworte: tantiemen, bestsellerlisten, lektorat, verträge, übertragung der verwertungsrechte, verlagsgesellschaften, bürokratie, hörbücher, e-books …

faszinierend ist, dass in diesem aufruf nicht klarer position bezogen wird. man könnte mit solch einem aufruf diverses fordern:

  • angemessene entlohnung für geleistete geistige arbeit
  • zugang zur literatur und zu büchern für alle bürger des staates (nur wer geld hat, hat bei uns auch einen wirklichen zugang zu büchern)
  • ausbau der bibliotheken
  • veröffentlichungsmöglichkeiten für nicht abgesicherte schriftstellerInnen
  • überprüfung des verkaufsrankings
  • aufhebung von knebelverträgen
  • unterstützung von autorInnenverlagen
  • eindeutige positionierung zu monopolistischen strukturen im internet und verlagswesen

aber diese kuschelprosa gegenüber den „verwerterInnen“ und dem gesellschaftssystem wird mit großer wahrscheinlichkeit genau das gegenteil vom erhofften erreichen, denn nun haben wir es schwarz auf weiss: literaten verkaufen sich auf teufel komm raus. und plagiieren kommt anscheinend in den besten familien vor. hier verrutscht ein maßstab nach dem anderen. was ist denn nun diebstahl und was nicht? die grenzen sind längst nicht mehr so klar, wie es der aufruf suggerieren möchte. und der ausschluss ganzer bevölkerungsgruppen wird in kauf genommen (nicht ein wort zu den unveröffentlichten, zum geistigen ausschluss ganzer bevölkerungsgruppen). so bleibt das „gschmäckle“, hier will jemand nur seine pfründe sichern, sich aber keine gedanken über die entwicklung der gesellschaft machen. schade!

p.s.: man muss bei uns leider inzwischen gleichzeitig betonen, dass man, wenn man obiges schreibt, nicht dem diebstahl geistigen eigentums das wort redet – auch eine folge dieses verallgemeinernden aufrufs!

Lange Buchnacht in der Oranienstrasse in Berlin

für alle, die heute nicht wissen, was sie am abend machen sollen oder die schon genug gelesen haben: Lange Buchnacht in der oranienstrasse in kreuzberg.

viel spaß und viele bücher

web 2.90 – epubli.de

bücher veröffentlichen war bis vor ein paar jahren aufwendig, umständlich und für viele nicht unbedingt von erfolg gekrönt. das internet hat nicht nur unsere kommunikationsformen revolutioniert, sondern inzwischen auch den buchdruck (korrekterweise sollte ich schreiben: die digitalisierung). so wie die blogs, twitter und co inzwischen etlichen zeitungen und zeitschriften den rang ablaufen, so tuen es „books on demand“ und „e-books“ den verlagen und dem buchhandel.

das bedeutet nicht, dass es inzwischen bücher für lau gibt (höchstens illegal oder wenn autorInnen sie ins netz stellen), aber die vertriebswege und die veröffentlichungsmöglichkeiten haben sich vervielfältigt. man kann darüber streiten, ob dies nicht insgesamt den buchmarkt zerstört oder ob dadurch die verlegerische vielfalt zunimmt. ich finde die diskussion ist noch nicht entschieden.

man kann der überzeugung sein, dass man ein tolles werk verfasst hat. man hat es an verlage gesendet, hat absage über absage einheimst und zweifelt an den eigenen fähigkeiten. ja, eigentlich hat man etwas geschrieben, das bis heute nie geschrieben wurde. gute freundInnen bescheinigen einem: total spannend, total gut. doch was tun. man konnte auch schon bisher im eigenverlag veröffentlichen, eine aufwendige und teure angelegenheit. und wissenschaftlerInnen kennen das problem, dass ihre veröffentlichungen von ihnen bezahlt werden müssen, da sonst kein verlag mehr bereit wäre, zu drucken.

inzwischen gibt es alternativen – ein beispiel ist „epubli.de“ von der holtzbrinck-verlagsgruppe: eine internetseite, auf der man sein buch als pdf-datei hochladen, die form und ausführung wählen kann (wenn man möchte mit isbn und vertrieb über amazon, den buchhandel und apple) und dann abwartet. wenn andere menschen an dem von einem selbstgeschriebenen werk interesse haben, dann können sie es online bestellen und das buch geht dann erst in druck, oder das e-book ist nach bezahlung herunterladbar.

das schöne an dem angebot ist, man muss keine exemplare vorab drucken lassen (man erhält aber rabatte und kann damit den gesamtpreis senken, wenn man gewisse stückzahlen vorab drucken und lagern lässt). man kann den preis für das buch selber festlegen – beim e-book wird sich an anderen kriterien orientiert. man entscheidet also über die eigene gewinnspanne und kann ebenso schnäppchen anbieten (an denn man nichts weiter verdient). lässt man nichts vordrucken, dann dauert die lieferzeit 8 bis 10 tage, liegen die bücher schon im lager, handelt es sich um die üblichen lieferzeiten.

die bücher werden nicht verschenkt, aber man kann sich leicht an einem kleinen „beispielrechner“ die verteilung der kosten und einnahmen wunderbar aufschlüsseln lassen. man achte dabei aber unbedingt auf die versandkosten, die noch dazu kommen (bei amazon marketplace zum beispiel immer 3,- €). wer sich ein wenig bei layout und gestaltung auskennt, kann also beinahe ohne hilfe sein eigenes buch veröffentlichen, ohne dass so hohe kosten wie bei einem selbstverlag entstehen (isbn und anderes sind aber zu zahlen). die werbung muss man natürlich auch teilweise selbst übernehmen. aber vielleicht kann man feststellen, dass großes interesse an dem eigenen werk besteht und sich die verlage geirrt haben 😉 ein zusätzliche chance für viele schreibende.

http://www.epubli.de

„auf sie mit idyll“ von wiglaf droste – ein buchtipp

wie der vollständige titel des buches „auf sie mit idyll – die schöne welt der musenwunder“ schon sagt, finden sich darin kurze und etwas längere texte, die sich vor allen dingen der literatur aber auch sonst den schönen künsten und dem schönen leben zuwenden. wiglaf droste berichtet darin von seiner zeit als stadtschreiber in rheinsberg, portätiert krimiautoren und widmet sich den aktuellen politischen entwicklungen.

aber vor allen dingen beschäftigt sich droste mit dem gebrauch unserer sprache. er kommt in fahrt, wenn er das gefühl hat, dass sprache verhunzt wird, dass sie verschleiern und verstecken soll. und er hat keine hemmungen, eigene sprachkreationen (und kleine bösartigkeiten) in den text einfließen zu lassen. eine sehr amüsantes buch, das einen animiert, gleich selber zum stift zu greifen und sich der glosse zu zu wenden.

gewürzt wird ein teil der texte mit kleinen zwei- oder vierzeilern, mit einer „hymne auf die lesebrille“ oder eben solchen rhythmischen und direkten aussagen wie „das leben muss weggelebt, wachheit ist der schlüssel, und ohne klare bewusstsein ist alles nur tran und dschumm und pooftütentum.“ (droste über die erkenntnisse von janwillem van de wetering). ein durch und durch empfehlenswertes buch für menschen, die während des lesens gern lachen. es ist 2011 bei der edition tiamat erschienen. ISBN 978-3-89320-145-7.

kreatives schreiben und schicksal

in geschichten, wie im täglichen leben, sind die zufälligen ereignisse das salz in der suppe. plötzlich begegnen sich zwei mensch, passiert die katastrophe oder bekommt der dialog eine ungeahnte wendung. in den geschichten kann man die protagonistInnen den ereignisse aussetzen, denen die eigene kreativität den vorzug gibt. hier kann man die gesamte welt untergehen lassen oder eben eine alternative auf dem mars anbieten.

schreibende werden in ihren eigenen geschichten zu schicksalsboten. sie haben die macht über die geschichten. klar, psychologisch betrachtet, erklären manche schriftstellerInnen, sie würden von den geschichten geschrieben und nicht umgekehrt. und doch kann man an diversen handlungssträngen zum würfel greifen und selbst entscheiden, in welche richtung sich das geschehen entwickelt. ja, schreiben ist eben ein schöpferischer akt. und das kreative schreiben fördert die lust, diese macht der fantasie auszuschöpfen.

in gleicher weise kann man die handlungen, mit denen die protagonistInnnen (oder heldInnen) der eigenen geschichten reagieren, bestimmen. sie können sich schicksalsergeben in das geschehen einfinden oder sich widerständig gegen die ereignisse und zufälle auflehnen. sie können verschwörungstheoretische gedanken entwickeln und nicht an den zufall glauben. sie können von fügung reden und dankbar für das geschehene sein. die eigentliche entscheidung treffen die autorInnen.

und aus dieser situation ergibt sich so etwas wie verantwortung, wenn man seine texte der öffentlichkeit vorstellt. da mag es die freiheit des kreativen geben und doch gibt es auch eine moral im hintergrund. wenn texte und geschichten in menschenverachtung, hetze oder qual umschlagen und der autor, die autorin dazu schweigt, dann wird es schwierig. im hintergrund werden ereignisse und zufälle immer in eine kontext eingepasst und sei es nur, Weiterlesen

26tes treffen der jungen autoren in berlin – ein veranstaltungstipp

es ist wieder so weit, eine tradition, inzwischen ein viertel jahrhundert alt findet resonanz und macht weiter. junge menschen darin zu fördern, neben den schularbeiten, das schreiben für sich zu entdecken. denn, ganz gleich wie alt man ist, es gibt immer was zu erzählen. denkt die ältere generation oft, was haben die schon zu berichten, so muss man nur ins internet schauen und wird feststellen, viel haben sie zu erzählen.

gut, es muss einen selber nicht unbedingt interessieren (oder verstehen sie das mit diesem hype um irgendwelche vampire, die doch recht sittlich daherkommen und auch noch heiraten?), aber man sollte zuhören. den geschichten, den berichten und den gedanken. denn die welt hat sich verändert, auch für junge menschen, und da ist das schreiben eine gute möglichkeit sich selber zu verorten.

das 26te treffen der jungen autoren in berlin bietet einen raum, um die eigene ortsbestimmung hörbar und lesbar für die älteren der gesellschaft zu machen. und es zeigt, das mit dem schreiben hört nicht auf, der mensch wird das schreiben wahrscheinlich nie zu den akten legen. das ist gut.

so gibt es eine ausführliche lesung der jungen autorInnen, die in die engere auswahl der jury gekommen sind. es wurden hunderte von arbeiten eingereicht, jedoch blieben am schluss nur etwas mehr als ein dutzend für die lesung übrig. diese und die anderen veranstaltungen finden zwischen dem 24ten und 28ten november im haus der berliner festspiele statt. weitere informationen, auch zum alter der autorInnen finden sich auf der folgenden homepage: http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/10_treffen_junger_autoren/tja_start.php . schön, dass es solche veranstaltungen gibt.

schreibidee (323)

wer schreibt, liest meist auch eine ganze menge. mancher nutzt die bibliothek, aber weiterhin werden viele bücher in deutschland verkauft. wer viel liest, kennt seine bücher im laufe der zeit und wird ihnen eventuell etwas überdrüssig. also ändern! da gibt es die flohmarkt-variante oder wie in dieser schreibanregung, das „buch-relaunch„. hierbei wird das buch, werden die bücher wieder eingeführt, aber eben runderneuert.

als einstieg werden bücher an die schreibgruppenteilnehmerInnen verteilt oder im vorfeld wurden die teilnehmerInnen aufgefordert, eigene bücher mitzubringen. den büchern werden möglichst die umschläge mit den klappentexten entfernt. wenn alle jeweils ein buch erhalten haben, dann notieren sie sich als erstes assoziationen zu dem titel des jeweilgen buches, das sie in händen halten. (es macht sinn, eher ausgefallene bücher zu wählen, die eben nicht mehr zur hand genommen wurden, da sie überdrüssig wurden).

nach der kurzen assoziationsübung freier wahl, wird eine kleine inhaltsangabe (keine inhaltsverzeichnis) zu dem buch verfasst. hier können die teilnehmerInnen ihrer fantasie freien lauf lassen, einzige orientierung ist der titel. das buch wird als relaunched, salopp geschrieben, es wird neu erfunden. die inhaltsangabe sollte von ihrer länge her, gut auf den buchumschlag passen. man kann, wenn man möchte auch noch ein paar fiktive zitate aus kritiken verfassen, die sich ja auch oft auf der außenseite der bücher befinden.

im nächsten schritt wird es zeit, sich dem autor oder der autorin des buches zu zu wenden. dafür muss eine vita erstellt werden (hier hilft ebenso die unbekanntheit der autorInnen). die gruppenteilnehmerInnen werden aufgefordert, das leben der autorInnen in ihrer fantasie entstehen zu lassen. was prädistiniert die verfasserInnen, eben dieses buch geschrieben zu haben?

anschließend wird in der schreibgruppe gebastelt. mit stift und schere (und natürlich papier) werden neue umschläge für das buch entworfen. diese sollten sich an den entworfenen klappentexten und lebenläufen orientieren und nicht am inhalt des buches. wenn alles fertiggestellt ist, werden die bücher mit den entworfenen texten in der schreibgruppe vorgestellt. es gibt eine feedbackrunde.

zum abschluss kann nun entweder in den büchern geblättert und der reale text mit der neu gestalteten beschreibung verglichen werden, oder es wird angefangen, einfach das buch neu zu schreiben 😀 . Das wäre dann ein vollständiges relaunch. aber so weit muss man nicht gehen. die besitzerInnen der bücher können entscheiden, welche variante sie bevorzugen und ob sie dadurch ihr bücherregal erfrischen möchten.

„zehn gebote des schreibens“ – ein buchtipp

eine hübsche idee, schriftstellerInnen zu fragen, welche zehn gebote für das schreiben gelten. besonders hübsch, da viele antworten, man müsse seine eigenen gebote formulieren und solle sich möglichst wenig an den geboten andere orientieren. irgendwann kommen beinahe alle an den punkt, die ratschläge von außen zu ignorieren.

zum einen ist die palette der schreibenden, die gebote aufstellen eine bunte und internationale, zum anderen widersprechen sie sich so wunderbar. die einen finden es wichtig, zu beginn des schreibens eines buches schon zu wissen, wie die geschichte ausgehen wird, die anderen finden diese vorstellung ganz schrecklich. die einen sind der meinung, dass schreiben vor allen dingen auch eine frage der planung sei und man nicht an die verselbstständigung der protagonisten glauben solle, die anderen bauen auf die verselbstständigung.

doch in etlichem sind sich die autorInnen auch einig: viel lesen, sich nicht beeinflussen lassen beim denken von neuem und konventionen, konventionen sein lassen, und vor allen dingen: „leben“. also feiern, tanzen, unter menschen gehen und das schreiben immer mal wieder dafür unterbrechen. zu selten wird bemerkt, dass schreiben auch spaß machen kann. oft wird die motivation für das schreiben als ein „getriebensein“ beschrieben. das bedeutet, dass ein buch nie wirklich fertig ist, dass man nicht anders kann und dass ohne dieses gefühl kein buch geschrieben werden sollte.

man sollte das büchlein „zehn gebote des schreibens“ also so lesen, wie es die schriftstellerInnen auch meinen: als anregung, der man nur folgen sollte, wenn man auch möchte. und sonst lieber eigene gebote entwickeln, sich über den schreibtisch hängen und wenn sie einem auf die nerven gehen, wieder verwerfen 😉 das buch ist 2011 in münchen in der deutschen verlags-anstalt erschienen. ISBN 978-3-421-04506-5

schreibgruppen selber gründen (10)

ergebnisse

haben alle vorbereitungen geklappt und findet eine schreibgruppe regelmäßig statt, ergibt sich früher oder später die frage, ob man mit den geschriebenen texten an die öffentlichkeit gehen soll. die anfängliche zurückhaltung bei vielen schreibenden verschwindet langsam und es kommt der wunsch auf, andere an den schöpferischen ergebnissen teilhaben zu lassen. nicht bei allen teilnehmerInnen aber meist bei etlichen.

gibt es eine gruppenleitung in der schreibgruppe, kann diese vorschläge für formen der veröffentlichung machen. gibt es keine gruppenleitung, dann muss eine einzelperson den anstoss zum weiteren vorgehen geben und im anschluss sollte die gruppe diskutieren, wie sie vorgehen möchte. es gibt etliche möglichkeiten, die öffentlichkeit an den ergebnissen einer schreibgruppe teilhaben zu lassen:

  • alle teilnehmerInnen tragen ihre subjektiv gefühlt besten texte zusammen. diese werden mit hilfe von buchbinderInnen zu einem ganz persönlichen ergebnisbuch gebunden. dieses buch ist einmalig und kann an gute freunde und bekannte weitergereicht werden.
  • man kann gemeinsam eine lesung organisieren. dazu benötigt es einen passenden ort, freunde und bekannte werden eingeladen, es gibt schnittchen und getränke und man gestaltet gemeinsam einen gemütlichen literarischen abend.
  • jemand richtet eine homepage oder einen blog ein und alle teilnehmerInnen können dort eine bestimmte anzahl oder alle texte, die einem selber gefallen, auf der seite hochladen.
  • man stellt gemeinsam eine broschüre oder ein buch zusammen. dazu dürfen alle schreibgruppenteilnehmerInnen eine bestimmte anzahl an texten mit einer festgelegten anzahl an seiten beisteuern. dieses buch kann man nun entweder über „books on demand“ über das internet drucken lassen (hierbei sollte man durchrechnen ab wie vielen exemplaren sich diese vorgehensweise lohnt).
  • man hört sich um, ob ein verlag interesse an dem buch haben könnte (die wahrscheinlichkeit ist nicht besonders groß) und lässt das buch verlegen.
  • oder man wendet sich an einen verlag, muss den druck selber bezahlen (ist relativ teuer) und lässt eine bestimmte auflage drucken.
  • zu guterletzt kann man heute das buch auch selber layouten, druckt es im copyshop aus und lässt es dort auch binden. sollte es sich um eine kleinere broschüre handeln, gibt es auch druckereien über das internet, die recht preiswert broschüren über online-bestellungen drucken.

vorher sollte in der gruppe noch darüber diskutiert werden, was es bedeutet mit den eigenen, persönlichen texten an die öffentlichkeit zu gehen. manchmal wird unterschätzt, wie sehr einem das selbstgeschriebene am herz liegt und kritik am geschriebenen ist schwerer auszuhalten, als man dachte. dessen sollten sich alle schreibgruppenteilnehmerInnen bewusst sein.

interview mit philip roth auf arte – ein fernsehtipp

einer der großen literarischen querdenker aus den usa, philip roth, gibt normalerweise kaum interviews, will sich nicht zu seinen büchern äußern. aber wie es aussieht, hat er im jahr 2010 william karel lange rede und antwort gestanden und sich begleiten lassen.

daraus ist das porträt eines schriftstellerlebens geworden, wie sie in letzter zeit öfter auf arte gezeigt werden. ob man für sich selber als schreibender mensch, etwas daraus ziehen kann oder die person philip roth nur interessant ist, kann ich nicht sagen. wahrscheinlich sollte man einfach mal heute abend gegen 23.00 uhr reinschauen, ausschalten kann man ja immer noch. hier die informationen, die auf der homepage von arte zu finden sind: http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/Philip-Roth–ohne-Beschwerden/4115664.html . es sind eine ganze menge informationen.

internationales literaturfestival berlin 2011

es wurde prophezeit, dass das internet die bücher und das lesen im laufe der zeit zum verschwinden bringen würden. tja, heutzutage scheint es, dass dies einer der großen irrtümer war. es wird gelesen, viel gelesen, auch junge menschen lesen. aber die form des lesens hat sich verändert. da wird digital gelesen oder gehört (man lässt sich also vorlesen).

was kann es da interessanteres geben, als ein literaturfestival, an dem vorgelesen wird und über das gehörte diskutiert wird, an dem die hintergründe, die wirkungen und die zukünftigen fragen an die literatur diskutiert werden? vom 07.09.11 bis 17.09.11 findet das internationale literaturfestival berlin 2011 statt (siehe http://www.literaturfestival.com/ ). schwerpunkt dieses jahr ist die literatur aus asien und dem pazifikraum. also gibt es viele veranstaltungen zur rolle der literatur in china, zur frage der zensur, aber auch einfach nur beispiele aktueller veröffentlichungen aus der ganzen region.

es ist erstaunlich, wie sehr sich dieses festival zu einer festen größe in der literaturszene gemausert hat. noch nicht wirklich alt, ist das programm enorm und wird auch nachgefragt. da sage noch einmal einer, es werde nicht mehr gelesen, vorgelesen und zugehört.

das gesamte programm kann übrigens als pdf-datei abgerufen werden.

fake im literaturgeschäft – ein lesetipp

im feuilleton der wochenendausgabe der süddeutschen zeitung erschien heute ein artikel über die leichtigkeit, mit der menschen über´s ohr gehauen werden können, wenn sie partout selbstgeschriebenes veröffentlichen wollen und bereit sind eine menge geld dafür auszugeben. das geld, das die menschen aufgebracht haben, um einen nicht wirklich aktiven literaturagenten zu bezahlen, hätten sie wahrscheinlich eher für books on demand verwendet, und versucht ihre werke selber los zu werden.

es steckt ein ganzes stück tragik in dem artikel „das spiel der verlierer“ von andreas bernard. er berichtet von der gerichtsverhandlung gegen den literaturagenten, der wohl früher ein funktionierendes geschäft betrieb, das sich aber inzwischen in versprechungen erschöpft. gleichzeitig legt der bericht aber auch etwas anderes offen: die verzweiflung, mit der manche menschen ihre schriftlichen produkte an den mann und die frau bringen wollen.

die welt ist nicht gerecht. es mag sein, dass der literaturbetrieb in deutschland schriftliche werke übersieht, die es wert wären, verlegt zu werden. ebenso werden manchmal dinge verlegt, die nur ärgerlich sind. und es mag aber genauso möglich sein, dass gute bücher entdeckt, erkannt und gut vermarktet werden. und zu guter letzt ist es vorstellbar, dass sich menschen, die schriftliche etwas selber geschaffen haben, davon so überzeugt sind, dass sie auf biegen und brechen eine veröffentlichung erreichen wollen und alles dafür tun würden.

leider analysiert der autor nur die schreibenden, die seiner ansicht nach einer literarischen romantik folgen, die es in der form nie gab. mag stimmen, schreiben ist arbeit. aber im gleichen atemzug könnte man den deutschen literaturbetrieb mit seinen vermarktungsstrategien einer kurzen analyse unterwerfen, der bücher zu bestsellern pusht, die das zeug dazu einfach nicht haben. es sind nicht die „randgebiete der literatur“, die in dem prozess sichtbar werden. es sind die hilflosen versuche, bedeutung für das eigene leben zu erlangen, die sich in jedem bereich des lebens abspielen können, in dem öffentlichkeit geschaffen wird.

nur so kann betrogen werden: indem öffentlichkeit versprochen wird, die sich mit großer wahrscheinlichkeit entweder nicht einstellt oder auf kosten der eigenen bedürfnisse geht. und indem eine gesellschaft im hintergrund agiert, die öffentlichkeit als inzwischen eines der höchsten güter propagiert. der literaturbetrieb ist nur eine facette.

web 2.0 und mut

klingt erst einmal komisch, im netz mut zu benötigen. viele machen sich darüber wahrscheinlich überhaupt keine gedanken. da ist ein netz, in dem sich viele menschen bewegen, mit denen möchte ich kommunizieren, spielen oder daten austauschen, warum also noch einen gedanken verschwenden. die dimension ihres handelns wird ihnen oft erst später bewusst.

andere nehmen diese dimension gedanklich vorweg. sie malen sich auch, was alles passieren könnte, wenn man sich nur mit ein paar worten an die weltöffentlichkeit wendet. die überwindung ist groß (mal abgesehen von der diskussion um die sinnhaftigkeit) und es bedarf mehrerer anläufe, um alles zu bewältigen.

und dann gibt es noch den schock. man hat einmal was geschrieben und bekommt anschließend panik, ob dies im web überhaupt richtig platziert ist, von anderen verstanden wird oder ob es nachgefragt wird. alle drei aspekte benötigen an einem bestimmten punkt mut. den mut, auszuhalten, nicht zu wissen, was andere mit dem, was man geschrieben hat, machen. den mut zu realisieren, dass das geschriebene nun jeder lesen kann.

journalistInnen lernen dies im laufe ihres berufslebens, sie stehen in kontakt mit den leserInnen und vor allen dingen mit redaktionen, erhalten also auch ein professionelles feedback. die einzelnen web-schreiberInnen erleben dies erst einmal nicht. vieles versinkt im netz und taucht nie wieder auf. abseits der großen frustration, die es auslöst, Weiterlesen

studiengang biografisches und kreatives schreiben: lesung am 04ten juni

Autorenlesung – BUCHPREMIERE

… und dann ging die Geschichte erst richtig los

Ein Lesebuch (Hrsg. Guido Rademacher)

Absolventen des Masterstudiengangs ‘Biografisches und
Kreatives Schreiben’ der Alice Salomon Hochschule Berlin stellen
ihre Kurzgeschichten-Anthologie vor und lesen aus ihren Texten.

In der literaturWERKstatt Berlin (siehe http://www.literaturwerkstatt.org/)

Knaackstr. 97 (Kulturbrauerei), am 04. Juni 2011, um 18:00 Uhr