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web 2.74 – UbuWeb – empfehlung, empfehlung!!!

eine perle, eine wirkliche perle im internet. manchmal braucht man eine ganze zeit, bis man seiten im web findet, die vieles von dem, was man empfohlen hat, in den schatten stellt. „ubuweb“ ist so eine homepage, ach was, ein ganzes netzwerk, das formen des möglichen (medialen) ausdrucks bündelt, die man selten im netz sieht.

hier haben menschen vor jahren angefangen, dadaistisches und surrealistisches, erst aus der literatur und sich inzwischen immer weiter ausbreitend, zu sammeln und allen zugänglich zu machen. ihr ziel: avantgarde eine plattform im netz zu bieten. angefangen hat es wohl mit visueller poesie, mit konkreter poesie und mit lautpoesie. inzwischen geht es um viel mehr: filme, musik, „sound“, „conceptual writing“ und vor allen dingen, kostenfreies zur verfügung stellen, ohne werbung und ohne ambitionen, geld zu verdienen. genauer erklärt wird das konzept in den mehrsprachigen „faqs“.

der titel der seite bezieht sich auf das theaterstück „könig ubu“ von alfred jarry, das von surrealisten und dadaisten gefeiert wurde. aber es handelt sich um keine homepage über alfred jarry. man findet dort eher soundcollagen, performances, digitale avantgarde-zeitschriften, eine dokumentation über marshall mcluhan, frühere filme von rosa von praunheim, lesungen als mp3-dateien und vieles mehr.

eine seite zum entdecken und stöbern, die ich allen, die freude am unklaren, schrägen und spielerischen haben, nur empfehlen kann: http://www.ubu.com .

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„perspektive“ – ein zeitschriftentipp

es gibt moderne literatur. es gibt postmoderne literatur. und es gibt in graz den versuch eine avantgarde der literatur zu etablieren. mit interessanten ergebnissen. die zeitschrift „perspektive“, oder vielleicht besser geschrieben, der autorenverbund mit sitz in graz, teilweise berlin und diversen mitautorInnen setzt sich mit allen facetten der literatur auseinander.

zweimal im jahr erscheint die zeitschrift, ältere ausgaben können von der homepage als pdf-dateien heruntergeladen werden. so werden beobachtungen, kritiken, suchen nach kapitalfreien räumen, gedichtetes und geschrieenes in einem band vereint. der blickwinkel ist ihr wichtig, der „gruppe perspektive„. denn sie formuliert in dem einwurf zur avantgarde akut ihre grundhaltung: „von avantgarde sprechen heisst, sich der frage der macht weiter zu stellen.“

dem kann nur beigepflichtet werden. ob in der literatur oder in der welt, es sollte verortet werden, wo die macht sich eigentlich befindet. meist ist sie nicht so schwer zu finden. denn wie foucault es einmal ähnlich formuliert hat, grinst sie einem meist ins gesicht, man möchte nur nicht hinschauen oder glaubt nicht, dass es sich um die macht handeln könnte.

nun denn, eine anregende lektüre, die unter folgender seite zu finden ist: http://www.perspektive.at/