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kult des künstlers – ein multi-ausstellungstipp

berlin hat immer mal wieder große ausstellungen, die es lohnt zu besuchen. doch diesen herbst, und das wurde bei dem vielen eigenen potential an museen auch zeit, gibt es den versuch ein feuerwerk an interessanten ausstellungen abzubrennen. unter dem motto „kult des künstlers“.

einbezogen in des projekt sind die alten nationalgalerie, die neue nationalgalerie, der hamburger bahnhof – museum für gegenwart, das alte museum und das kulturforum potsdamer platz. im laufe dieses monats und des nächsten monats werden zeitversetzt diverse ausstellungen eröffnet. schon geöffnet sind die ausstellungen zu „hans von marées„, zu „künstlermythen. das 19. jahrhundert„, zu „karl friedrich schinkel und clemens brentano“ (alles alte nationalgalerie). außerdem können werke von „andy warhol“ und „joseph beuys“ und zum thema „ich kann mir nicht jeden tag ein ohr abschneiden – dekonstruktionen des künstlermythos“ im hamburger bahnhof angesehen werden. dazu kommen noch ausstellungen mit werken von „jeff koons“ und „paul klee“ (neue nationalgalerie) und eine zum verhältnis von „alberto giacometti“ zur altägyptischen kunst. und die alles zusammenfassende ausstellung zum „kult des künstlers“ wird im kulturforum gezeigt.

schön an dem ganzen vorhaben scheint mir, dass berlin das meiste gezeigte entweder in den eigenen archiven hat oder über sammlungen zur verfügung gestellt bekommt. die stadt zeigt endlich einmal, was sie hat. und dann noch zu dem spannenden thema, welche rolle der künstler in gesellschaften hat und hatte. leider fehlen die künstlerinnen. ist zu wünschen, dass sie nächstes jahr bedacht werden. auch die homepage kann sich sehen lassen, schon das intro macht viel freude. es können podcast zu verschiedenen themengebieten des ausstellungsmarathons kostenlos abonniert werden. und das design der homepage ist ein frisches. zu finden ist die seite unter http://www.kultdeskuenstlers.de .

 

p.s.: wem das bei einem kulturbesuch in der stadt noch nicht genügt, der kann immer noch in die „tropen„-ausstellung im martin-gropius-bau mitnehmen (darauf wurde hier schon hingewiesen) und im gleichen bau eine ausstellung des fotografen „richard avedon“ (ab 19.10). ende des monats und im november gibt es die nächsten knüller, dazu ein andermal mehr.

 

p.p.s.: und wenn dann alle ausstellungen besucht sind, weiß niemand mehr, welche schreibanregung aus der bildenden kunst denn nun als erstes für einen text verwendet werden soll. aber dafür gibt es dann kataloge 😀