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leben neben der berliner feuerwehr (13)

man wird als „idiot!“ von der berliner feuerwehr aus der fahrzeughalle heraus beschimpft, wenn man auf seinen balkon tritt, um zu schauen, was im hinterhof einen so röhrenden lärm am spätnachmittag eines freitags in der ferienzeit macht. man sieht zwei feuerwehrbeamte, die sich mit einem auf seinem motorrad sitzenden kollegen unterhalten, während dieses röhrende fahrzeug auf seine fahrtüchtigkeit getestet wird.

die zwei beamte bemerken, dass sie jemand vom balkon aus beobachtet, ziehen richtung arbeitsstätte und rufen ihrem kollegen auf dem motorrad noch lachend zu: „guck mal wer da auf dem balkon steht. hahaha.“ man muss nur in das verhöhnende lachen einstimmen, „hohoho“, schon wird das motorrad abgestellt und aus der deckung der fahrzeughalle heraus „idiot!“ gerufen.

als egozentrischer nachbar bezieht man diesen ausruf natürlich auf sich selbst, dabei war dies wahrscheinlich ein kosewort unter kollegen. und man darf so etwas natürlich nicht zurückrufen, da es dann beamtenbeleidigung wäre. man will es auch gar nicht zurückrufen. man möchte nur rufen: „machen sie das, was sie hier veranstalten, doch einfach vor ihrer eigenen wohnung.“

was dieses kleine, kurze ereignis aber auf alle fälle wieder beweist: sie wissen, was sie tun. da passiert die lärm- und abgasbelästigung nicht zufällig oder „mal“, sondern sie passiert bewusst, absichtlich und rücksichtslos und mit der rückendeckung höherer stellen. ja, das ganze wird als scherz gesehen, vom land berlin, vom bezirk, von den beamten der stadt. was für eine haltung gegenüber anderen menschen dahinter steckt, kann sich jeder selbst deuten.

ach, ich vergaß zu berichten, dass parallel zum testen des motorrads noch zwei private pkw im hinterhof gewaschen wurden, dass es nach drei tagen dauerregen endlich aufgehört hatte, dass ein wenig sonne rauskam, dass man die nacht durchgearbeitet hatte, dass …

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leben neben der berliner feuerwehr (12)

senatsgeförderte ruhestörung durch berliner beamte. 22.30 uhr, gerade eben, die hitze lässt nach, der wind ist erfrischend. alle menschen um die feuerwache herum öffnen fenster und türen, um ihre wohnungen zu lüften, um den frischen wind und den abend zu genießen. eine ruhige wohngegend. der dienst der berliner beamten hat um 18.00 uhr begonnen.

um 22.30 uhr genießt man mit freunden, die zu besuch gekommen sind, gemeinsam kühle getränke auf der feuerwache, man unterhält sich über gott und die welt in einer lautstärke, damit es auch alle nachbarn in ihren wohnzimmern mitbekommen können. und man wäscht einen privat-pkw, wie man eigentlich von morgens bis abends bei schönem wetter einen privat-pkw wäscht. wie man schon seit 20 jahren seinen privat-pkw wäscht. denn man hat nichts zu tun. nichts außer ständigem autotüren schlagen, da der pkw ja auch rundum gereinigt werden muss. ach so, der grill ist auch wieder aufgebaut, die gemütliche sitzecke im hinterhof, alles was ein laubenpieper braucht.

seit 20 jahren schaffen es weder senat, noch bezirk, noch ordnungsamt, noch die feuerwehr selber, dafür zu sorgen, dass sich ihre eigenen beamten an ihre eigenen regeln halten. tja, und da soll , wie heute gehört, jemand festgestellt haben, dass es in berlin wenig korruption gebe 😉 ein schelm, der böses dabei denkt.

das leben neben der berliner feuerwehr demnächst auch auf http://www.kiez-on-the-blog.de .

leben neben der berliner feuerwehr (11)

pfingstsonntag – karneval der auto-kultur auf dem hinterhof der feuerwache. schon wenn sie auf ihren balkon treten wollen, da heute schönes wetter mit angenehmen temperaturen ist, sehen sie, heute wird wieder reparatur- und waschtag sein. denn da steht er wieder geschickt geparkt, der große leiterwagen, der in der fahrzeughalle immer so im weg ist, wenn man sein eigenes auto reparieren möchte. da muss man dann schon mal prioritäten setzen.

autos sind per se existenziell, vor allen dingen wenn man aus dem angrenzenden dünn besiedelten bundesland kommt. da haben auf der landstrasse autos noch echte bedeutung, da macht man was her. und wenn die gehöfte so weit auseinander liegen, dann stört es einen auch nicht, wenn man am sonntag nachmittag bei schönem wetter die zeit nutzt, um den trecker zu reparieren. also, warum sollte das hier stören, wenn das kulturgut auto gehegt und gepflegt wird?

auf anderen strassen berlins wird jetrommelt und jefeiert, da kann man doch hier mal ruhig in seinem cabrio über den hof fahren und zeigen, wie das verdeck hoch und runter fährt, nachdem man in der garage seinen eigenen kleinen rave gefeiert hat. oder man schleift an karrosserien rum, in der großen fahrzeughalle bei geöffneten toren, um alle teilhaben zu lassen an der autokulur, wenn schon auf den anliegenden strassen so wenig los ist.

mein vorschlag für die zukunft: man könnte sich überlegen, einen kleinen autokorso auf dem hinterhof seine runden drehen zu lassen, wenn sonst so wenig los ist. zuschauer gibt es: all die anwohner, die auf ihren balkonen sitzen und lesen oder schreiben oder einfach nur den arbeitsfreien tag genießen wollen. aus dem cabrio kommt der rave beim karneval der auto-kultur. und dann könnte man noch die bezirksstadträtin, die für umwelt und dergleichen zur schirmherrin machen.

p.s.: ist immer nur die eine schichtbesetzung. wenn man sie sieht, weiß man, heute gibt es wieder rambazamba im hinterhof.

leben neben der berliner feuerwehr (10)

wie groß der privatzirkus eigentlich ist. tja, da hat man urlaub, befindet sich also ganztägig in seiner wohnung, um andere arbeiten zu verrichten. und erst in diesem moment bekommt man so richtig mit, welcher zirkus auf der feuerwache der berliner feuerwehr stattfindet. nicht genug, dass der schichtwechsel immer ein gehöriger aufriss im hinterhof ist, kaum ist die schicht gewechselt (nach 18.00 uhr), stehen auch schon drei private autos vor den fahrzeughallen für die einsatzfahrzeuge, um gewaschen, gesaugt und poliert zu werden.

der effekt: gerade kommen viele menschen von der arbeit nach hause in ihre wohnungen. der hinterhof hallt wie eine waschstrasse, dabei ist cosy-wash gerade mal 500 meter entfernt. und das schärfste: die einsatzfahrzeuge, die vom einsatz zurück kommen, können nicht in die fahrzeughalle gefahren werden, da gerade alle einfahrten versperrt sind. sie parken sozusagen in zweiter reihe auf dem hinterhof. dies bedeutet, sollte ein einsatz notwendig sein, fängt die rangiererei auf dem hof erst richtig an, denn der schnellstart aus der fahrzeughalle ist nicht möglich.

bleibt weiterhin die frage im raum, weshalb so etwas eigentlich nicht zuhause oder eben bei cosy-wash gemacht werden kann? antwort: weil das schon immer so war! abgesehen von der tatsache, dass die auf den hof schallenden lautsprecher (extra eingeschaltet, der einsatz sollte ja neben dem staubsaugen nicht überhört werden) das gesamte wohngebiet informiert, wo es brennt oder unfälle passiert sind. da freut sich jeder arbeitnehmer, der nach einem anstrengenden job nach hause kommt.

nach 19.00 uhr wurde dann der partykeller im fitnessraum eröffnet. jetzt wurde die musik so laut gedreht, dass selbst bei geschlossenen fenstern in der nachbarschaft der bass zu hören war. juhuu, hier wird wirklich gearbeitet. ach, und habe ich schon bemerkt, dass es dem bezirk steglitz-zehlendorf vollkommen egal ist.

leben neben der berliner feuerwehr (09)

ja, die grillkohle für ostern liegt bereit, um 17.30 uhr wird dann das osterfeuer mit druckluft entzündet. schön, wenn es so wunderbares wetter an den feiertagen ist. jeder mensch möchte das genießen. doch nicht in einem berliner bezirk. einem bezirk, der unfähig ist, den eigenen städtischen angestellten einhalt zu gebieten. denn sie grillen, sie grillen immer bei schönem wetter, sie gröhlen über den hof und sie bekommen gäste während der dienstzeit, die hier ihre fahrzeuge waschen und reparieren.

nun sollte man meinen, der bezirk hätte ein interesse, dies zu unterbinden. weit gefehlt: „ihm fehle das personal (also dem bezirk)“. man nimmt mit dem ordnungsamt einfach mehr geld ein, wenn man nur nach parksündern sucht, die die abzocke mit parkscheinen in wohngebieten kontrollieren. aber die bezirksstadträtin für kinder … und umweltschutz lässt sich regelmäßig verleugnen. sie fühlt sich dafür nicht zuständig, obwohl der petitionsausschuss des abgeordnetenhauses vor über zehn jahren zu verstehen gegeben hat, es müsse sich etwas ändern. und in zehn jahren ist so gut wie nichts geschehen. (ach so, es gibt da auch diverse informationen des bezirks: hier zum grillen, hier zur kontrolle und hier zum lärm, eine große farce.

eher das gegenteil ist der fall. inzwischen passt die kleinfeuerungsanlage mit leiter oben drauf anscheinend nicht mehr in die fahrzeughalle. sie wird nun dauerhaft auf dem hinterhof geparkt. ohne abgasabsaugschlauch ohne russfilter, immer schön tag und nacht vom hinterhof aus in den einsatz fahren. bei der rückkehr vom einsatz muss das ding dann ordentlich rangiert werden.

ach ja, und dann werden fahrzeuge der mitarbeiter der berliner feuerwehr immer größer, jedenfalls, was die dezibelwerte angeht. ein schichtwechsel kommt so langsam dem leben neben der stadtautobahn gleich. der seit ein paar jahren installierte sicht- und schallschutz tut ein übriges, damit es im hinterhof jeder merkt, dass hier eine neue schicht beginnt. so lässt sich eben auch windgeschützter grillen, nachdem man vorher alle bäume und büsche fällen musste.

ja, die bezirksstadträtin interessiert das nicht, was mitten im wohngebiet geschieht. das umweltamt immer nur sukzessive, aber eigene einrichtungen werden per se nicht kontrolliert. und die leitung der feuerwehr, die lebt vom rettungsbonus. angeblich sollten ihre mitarbeiter in umweltschutz geschult werden, da muss dann aber jemand das mit der nachhaltigkeit nicht verstanden haben. was für ein glück, dass im herbst gewählt wird, auch in berlin wird es veränderungen geben. vielleicht kann man dann das schöne wetter an feiertagen neben städtischen beamten auch irgendwann mal genießen, ohne das gefühl zu haben an einer autobahnraststätte mit grillstation, waschanlage und reparaturbetrieb zu wohnen.

ach, habe ich schon betont, dass die berliner feuerwehr die einzigen im wohngebiet sind, die sich so verhalten?

leben neben der berliner feuerwehr (08)

frühling, sonniger sonntag, die private waschstrasse ist eröffnet. schön, wenn endlich sonnenstrahlen die letzten zwei wochenenden aufhübschen. nicht schön, wenn jeden sonnigen sonntagnachmittag in folge ein privat-pkw nach dem anderen rangiert, gewaschen und getrocknet wird. da sehnt man den frostigen winter wieder herbei, während dem einfach einmal ruhe im hinterhof herrschte. denn nun stehen wieder reifenwechsel an, besucher kommen auf die feuerwache, um ihre pkws und wohnmobile einer vollreinigung zu unterziehen.

alternativ könnte die nachbarschaft finanziell an der waschstrasse beteiligt werden, sozusagen als entschädigung für die verminderte lebensqualität neben einer berliner feuerwache und für ein lärmendes wochenende durch landesbeamte. da würde ich dann sogar hier die telefonnummer der feuerwachen angeben, damit man sich für eine rundum-wäsche des eigenen fahrzeugs anmeldet (es werden auch unterboden und radkasten gereignet sowie der innenraum mit viel engagement ausgesaugt). mit den einnahmen ließen sich schallisolierende fenster einbauen und die folgekosten für die umweltschäden begleichen.

leben neben der berliner feuerwehr (07)

von der raucherzone zur partyzone. wahrscheinlich die letzten zwei sommertage, es wird noch einmal warm, es scheint die sonne. die konsequenzen in der nachbarschaftlichen feuerwache: autoreparaturen in der garage gegenüber, motorrad rangieren am samstag, gequatsche bis tief in die nacht auf dem hof. am sonntag noch ein wenig schöner, eigentlich dauerbeschallung durch die heitere runde um den aschenbecher, am nachmittag der grill an, so zum kaffee. längst meldet das meteorologische institut gewitter und windböen, macht nichts, ist ja die feuerwehr. war doch ein grillnachmittag mit freunden geplant. man vermutet, dass irgendwann die feuerwache nicht mehr geschlossen werden muss, sondern sich selbst grillt. doch man hat es ja im griff und schon immer gemacht.

ach ja, freunde. es vergeht eigentlich kein tag, an dem nicht besuch kommt, der sich in der ferienzeit langweilt. beinahe jeden abend wird die raucherzone zur partyzone bis mitternacht oder später. die restlichen anwohner versuchen sich in ihrem sommerurlaub von den strapazen des arbeitsjahres zu erholen, die feuerwehr erholt sich während der arbeit. nur wenn es kleine hunde regnet, dann kann man ungestört fenster und türen geöffnet lassen. wenn es dann wenigstens interessante gespräche wären, die die eigene wohnung beschallen. gegenschall ist auch nicht die lösung. aber da hier gern tipps abgegeben werden, hier ein tipp: wie wäre es, einfach die eigene nachbarschaft am eigenen wohnort tag und nacht zu beschallen? so ganz privat, so richtig laut. oder wollen feuerwehrbeamte des landes berlin zuhause auch schlafen? fänd ich jetzt wirklich übertrieben.

p.s.: die zentrale beschwerdestelle der berliner feuerwehr ist glaube ich inzwischen ein fake mit anrufbeantworter. es ändert sich nichts, es gibt keine konsequenzen. sind wahrscheinlich alle im urlaub oder in der raucherzone.

leben neben der berliner feuerwehr (06)

bezahlte rücksichtslosigkeit können sich nur städtische beamte leisten. sonntag mittag 13.30 uhr. ein schöner sommertag, ruhe im hinterhof, auf den straßen, die menschen nehmen auf den balkonen ihr essen zu sich, ruhen sich von einer stressigen woche aus, bereiten sich auf das fussballspiel seelisch und moralisch vor.

doch da, auf einem kleinen fleckchen befinden sich städtische beamte, die nichts zu tun haben, aber einen ganzen batzen geld für ihre arbeit bekommen. da es wahre männer sind, die beinahe ihr fleisch noch selber jagen und zeigen müssen wo der hammer hängt, werfen sie mal wieder den grill an. nicht, dass sie dies erst am donnerstag gemacht hätten, der sonntag ist abermals willkommen. ein proteinshake macht nicht so schön auf sich aufmerksam und zieht nicht die gesamte umwelt mit in das eigene privatvergnügen.

um das ritual noch ein wenig zu steigern, wird die kohle nicht profan entzündet. man hat druckluft-gasflaschen, die man nach der spiritusgabe und dem ersten entflammen einsetzen kann, um dem glühprozess nachdruck zu verleihen. ja, unsere luft soll noch ein wenig verpesteter werden, dafür haben wir die städtische berufsfeuerwehr in berlin. eine leitung haben diese wachen anscheinend nicht, niemanden der sich verantwortlich fühlt. wer auf der einen seite angeblich um gut nachbarschaftliche verhältnisse bemüht ist, nervt den rest nicht, während der gesammelt auf seinem balkon sitzt, die fenster offen hat und versucht sich zu erholen. nein, hier möchte jemand einfach nur sein ding machen, scheiss drauf wie die reaktionen sind. ihm kann ja nichts geschehen, er ist ja beamter. beamter in einer behörde, die nicht einmal mehr ihre beschwerdestelle besetzt. das nenne ich preussische gutsherrenart.

leben neben der berliner feuerwehr (05)

sommer sonne stinkerei. es ist wie immer in solchen momenten ein wunderbarer sommertag. er wurde schon tage vorher angesagt. man wartete lang genug dieses jahr darauf. gegen mittag öffnet man die balkontür, denn kindergeschrei ist schon von weitem vernehmbar. und es kommt, was kommen musste und was immer wieder besonders bei schönem wetter kommt: eine kita ist zu besuch. und diese kita wird im freizeitpark feuerwache in der abenteuerecke einzeln und zu zweit mit dem leiterwagen hoch und runter gefahren. begründet wird das schauspiel damit, dass den kindern die angst vor der feuerwehr genommen werden soll. ein löbliches unterfangen, kann wegen mir stunde um stunde auf einem übungsgelände stattfinden. aber im hinterhof, nahe an der nachbarschaft (ach ja, in der eile des halbstündigen unterfangens haben wir wieder einmal vergessen den teuren abgasabsaugschlauch anzuschließen), die kleinfeuerungsanlage mal so zur schönwetteruntermalung anzuwerfen, zeigt kindern wie scheissegal der berliner feuerwehr umweltschutz ist. ach so, scheissegal sind der berliner feuerwehr auch die bürger. wenn sie versuchen das beschwerdetelefon zu erreichen, dann gibt es keine mitarbeiter, die mit ihnen sprechen. dann gibt es mail, fax, adresse als durchsage, um dann nach dem piep sprechen zu dürfen. sie sprechen und ihre beschwerde versinkt in den tiefen der landesbehörde, denn seit jahren ändert sich nichts. doch schriftlich wird sie noch einmal bestätigt, um dann wieder einen ausredenbrief zu erhalten. aber aus dem schriftwechsel wird demnächst einmal ein buch 😆

na dann, das ordnungsamt des bezirks angerufen. auch die müssten einen inzwischen kennen. das ordnungsamt verweist auf das umweltamt, das auch schon diverse gespräche mit der feuerwache führte. aber sonst könne man noch die wache anrufen. der versuch zu verbinden scheiterte am besetztzeichen. aber freundlicherweise wollte man einem die nummer nennen, da könne man dann ja selber anrufen. also noch das umweltamt angerufen. den mitarbeiter aufgefordert etwas in dieser sache zu unternehmen. und der erste mitarbeiter, der dies zusagte. doch inzwischen war so viel zeit vergangen, dass sowieso schon alles zum himmel stank und das letzte kind einen blick über die dächer werfen durfte. Weiterlesen

leben neben der berliner feuerwehr (04)

sehr geehrter herr körting (innensenator),

wie jedes frühjahr bricht bei den mitarbeitern der berliner feuerwehr die hungersnot während der dienstzeit aus. entweder ernähren sie ihre mitarbeiter so schlecht, oder sie stellen ihnen keine kochgelegenheiten zur verfügung (obwohl andere berufsgruppen auch zwölf stunden arbeiten ohne feuerstelle auskommen). jedenfalls herr körting, besteht nach eingehender beobachtung von meiner seite ein enger zusammenhang zwischen steigenden temperaturen, wetter ohne niederschlag, mittagspause und dem anwerfen eines grills um das rohe fleisch mit magenknurren schnell anzubraten. ab dem frühjahr geschieht dies dann mehrmals die woche (sollten wetter und hunger mitspielen). ich möchte ihnen vorschlagen, dass sie ihren beamten entweder täglich essen auf rädern zukommen lassen (nur mal so wegen der rauchbelästigung für die nachbarschaft und der abgasbelästigung durch die einsatzfahrzeuge in den hinterhöfen, die als sichtschutz dort abgestellt werden müssen). oder sie lassen ihren mitarbeitern essenmarken für die nächstgelegenen städtischen kantinen zukommen. dort gibt es sicherlich auch parkplätze für die einsatzfahrzeuge. so ließe sich die zeit, die sonst von ihren beamten während des dienstes bei auto-tip oder wie ostermontag mit dem hoch- und runterfahren ihrer freunde und familien mit dem leiterwagen verbracht wird, sicherlich sinnvoller nutzen. vielleicht könnten sie vor der kantine auch noch die kollegen aus den anderen behörden, zum beispiel der umweltbehörde des bezirkes steglitz oder der ordnungsämter, die schönen leiterwagenfahrten anbieten. es würde die nachbarschaft der feuerwache entlasten und die umweltverschmutzung dorthin bringen, wo sie hingehört.

mit freundlichen grüßen,

ein von seinen staatsdienern und den weisungsgebenden behörden begeisterter bürger

leben neben der berliner feuerwehr (03)

ja, es wurde wärmer, ja, so langsam kriecht der sommer unter den wolken hervor, ja, die nächte sind auch warm. die konsequenz, wenn man neben der berliner feuerwehr lebt: hatte der löschzug des nachts einen einsatz, dann wird das gerät ungefähr eine halbe stunde lang in der tiefen nacht im hof überholt. die fahrzeughalle steht leer aber es scheppert und rumpelt durch die nacht ohne unterlass. faszinosum dabei ist es, kommt es zu ungefähr ebenso großen und ausführlichen einsätzen im winter oder bei schlechtem wetter, dann geht das nötigste ganz fix und der rest wird in der fahrzeughalle erledigt.

der große unterschied zwischen winter- und sommernächten besteht darin, das vielleicht auch noch einmal zum nachlesen für feuerwehrbeamte, dass anwohner ihre fenster und türen zu den hinterhöfen offen haben, um ein wenig frische luft schnappen zu können, nach den heißen tagen. viele davon haben vor allen dingen die schlafzimmer geöffnet. ich habe schon vor längerer zeit vorgeschlagen, die fahrzeughalle abzureißen, da sie sowieso keinen sinn mehr macht. und ich habe anscheinend die bedeutung des „tages der offenen tür“ falsch verstanden.

nun kann man natürlich darüber spekulieren, warum dieses zur hochform der inszenierung von geschäftigkeit auflaufende verhalten immer gern mit dem beginn der schulferien einhergeht. aber vielleicht ist es auch nur eine klimatische frage. und da wundert sich noch jemand, dass anwohner sich beschweren. aber laut ordnungsamt ist das ja ein privatgelände (wohl mit großem maschinenpark und nachtarbeit). ja, die lauen sommernächte 😆

leben neben der berliner feuerwehr (02)

der „tag der arbeit“ ist ein guter anlass über das grillen zu schreiben. wie formuliert es die stadt berlin so schön: „Auf Privatgrundstücken ist Grillen grundsätzlich erlaubt – solange es die Nachbarn nicht belästigt. In Parks und öffentlichen Grünanlagen finden Sie ausgeschilderte Grillplätze, die wir Ihnen im folgenden aufgelistet haben„. das gilt nicht für die berliner feuerwehr. sie grillt mit vorliebe bei schönem wetter an wochenenden und feiertagen auf öffentlichem gelände, also grund und boden, der im besitz des landes berlin ist, während ihrer dienstzeit.

karfreitag 10.04.09: ab 12.00 uhr

sonntag 19.04.09: ab 12.00 uhr

tag der arbeit: 01.05.09: ab 12.00 uhr.

aufgrund der eigenen guten tipps der feuerwehr zum grillen ( siehe http://www.berliner-feuerwehr.de/grillen0.html ) wird der grill immer wieder gern zum ausglühen stehen gelassen. dumm nur, dass bei einsätzen der grill unbeaufsichtigt bleibt. aber es ist ja eine feuerwache. zumindest war die letzten zwei stunden der balkon nicht zu nutzen, da die windrichtung auch mal wieder perfekt passte. das kann noch stunden so weitergehen. dank dafür 😆

leben neben der berliner feuerwehr (01)

seit ungefähr 15 jahren versuche ich von berliner behörden herauszufinden, wer denn nun handelt, wenn in einem wohngebiet auf dem hinterhof von beamten des landes berlin während ihrer dienstzeit auch zu ruhezeiten und an wochenend- und feiertagen privat-pkw repariert, gewaschen und rangiert werden, fleissig gegrillt wird oder einfach nur ein gemütliches beisammensein in ständigen lärm ausartet. der bezirk sieht sich nicht in der zuständigkeit, das umweltamt des bezirks kann einer übergeordneten behörde keine anweisungen geben, das ordnungsamt hat angeblich keine kapazitäten einen blick auf die feuerwache zu werfen, obwohl sie es auf der anderen hausseite bei der parkraumbewirtschaftung hervorragend schafft. die direktion west der feuerwehr versucht sich aus der affäre zu ziehen, indem sie die verantwortung an mich zurückverweist und der meinung ist, ich solle mich doch jedesmal direkt bei der feuerwache beschweren. hübsche idee, um an einem grundsätzlichen und beinahe täglichen problem nichts zu ändern. die senatsverwaltung für umweltschutz kann einer gleichgeordneten behörde keine anweisungen geben. inzwischen ist die senatsverwaltung für inneres zuständig, die aber auch beständig an die feuerwehr verweist. 

und so agiert anscheinend eine feuerwache in einem rechtsfreien raum, für den keiner die verantwortung übernimmt. dadurch muss sich der feuerwehrbeamte weder an lärmbestimmungen noch an andere regelungen halten. ärgerlich bleibt die tatsache, dass alle anwohner ihren lebensmittelpunkt in der nähe der feuerwache haben, die beamten aber all das, was sie hier veranstalten, in ihrer freizeit ebenso vor ihrem eigenen wohnort machen könnten (aber wahrscheinlich gar nicht dürften). zumindest haben sich also kleine orte des rechtsfreien raums gebildet, für die keiner zuständig ist. also werde ich hier in loser folge einfach mal auflisten, was alles in öffentlichen einrichtungen möglich ist. vielleicht handelt mal jemand der dann doch zuständigen.