Schlagwort-Archive: beruf

biografisches schreiben und fliegen

fliegen wird gern als menschheitstraum beschrieben. auch diese fähigkeit, wie das schwimmen, haben wir der tierwelt abgeschaut. dabei haben kluge köpfe versucht, technische geräte zu entwickeln, die uns in die luft und ins wasser bringen und befähigen, uns dort fortzubewegen. inzwischen sind dies sehr ausgereifte geräte, die uns sogar zum mond fliegen lassen. doch was bedeutet das für uns selber? schätzen wir diese maschinellen fortbewegungen oder erscheinen sie uns eher unsicher und anmaßend.

beim betrachten der lebensgeschichte: welche erfahrungen haben wir mit dem fliegen gemacht? wenn man zum beispiel aus beruflichen gründen viel fliegen musste, dann schätzt man es eventuell, in der freizeit auf dem boden zu bleiben. manch eine(r) kann anhand seiner reisedokumente und ausweise nachvollziehen, wo man schon gewesen ist. und für manche ist das fliegen mit der sehnsucht nach fremden orten verbunden. listen sie doch einmal auf, was sie mit dem fliegen verbinden. schauen sie, welche rolle diese menschliche fähigkeit in ihrem leben gespielt hat. und notieren sie ihre gedanken dazu.

aber sie können das fliegen beim biografischen schreiben auch noch ganz anders verwenden: erstellen sie eine flugbahn ihres lebens. es kann sich an den abbildungen der flugbahnen von zugvögeln orientieren: dabei notieren sie die orte, die sie im laufe ihres lebens aufgesucht haben. sie zeichnen die zwischenlandungen und die ziele ein. oder sie orientieren sich beim erstellen der flugbahn vor allen dingen an der flughöhe. sie definieren für sich, was eine große höhe bedeutet und was es heisst, auf dem boden zu landen oder abzustürzen. zeichnen sie ihr leben mit ihren flughöhen auf. notieren sie bei den verschiedenen höhenmetern, welches ereignis Weiterlesen

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selbstbefragung (112) – erfolg

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um den „erfolg„.

  • womit hatten sie in ihrem leben am meisten erfolg? beschreiben sie.
  • nein, ich meinte nicht ausschließlich beruflich, ich meinte auch ihr privatleben. also noch einmal: womit hatten sie privat am meisten erfolg? beschreiben sie auch hier.
  • was verstehen sie unter „erfolgreich sein“?
  • und wer ist für sie maßstab beim erfolg?
  • können sie ihren erfolg genießen? warum?
  • hat ihnen jemand bei ihren erfolgen geholfen? wer?
  • welche erfolge möchten sie noch erleben? warum?
  • was tun sie, um in ihren augen „erfolgreich“ zu sein? beschreiben sie.
  • brauchen sie ständig erfolge?
  • wie wäre ihr leben verlaufen, wenn sie an dem ihnen wichtigsten punkt erfolglos gewesen wären? spielen sie dies in gedanken durch.

„die schreibfitness-mappe“ von ulrike scheuermann – ein buchtipp

„Checken – Vergleichen – Ausprobieren“ – auf diese flotte Kombination lässt sich das Angebot der Schreibfitness-Mappe von Ulrike Scheuermann verkürzen. Dabei geht es in dem Buch um eine ernste Angelegenheit. Menschen, die in ihrem Beruf viel schreiben (müssen) gelangen an einen Punkt, an dem es nicht mehr weitergeht. Sie sind in eine Schreibkrise geraten oder ihre Texte gefallen (ihnen) nicht und sie suchen nach einer Lösung aus diesem Dilemma.

Das Buch „Die Schreibfitness-Mappe – 60 Checklisten, Beispiele und Übungen“ bietet eine differenzierte, vielfältige Anleitung zum Selbstcoaching bei Schreibproblemen. Man kann es in einem Rutsch lesen, um sich dann auszusuchen, welche Übungen und Hilfestellungen man umsetzen möchte. Das Buch bietet aber eine andere, effektivere und interessantere Möglichkeit.
Denn zu Beginn findet man 10 Listen zum Selbstcheck. Die Listen helfen, die eigenen Schreibstrategien, den eigenen Schreibtyp oder die Stimmung, in der man am liebsten schreibt, herauszufinden. Hat man sich eingeordnet, findet man viele hilfreiche Erklärungen und Vorschläge, wie das eigene Schreiben ausgebaut, erleichtert und verbessert werden kann. Und am Schluss jeder Checkliste gibt es Querverweise zum Weiterarbeiten, die dazu einladen, kreuz und quer durch das Buch zu wandern.

Denn Stichworte verweisen entweder auf andere Checklisten, auf „Fall“-Beispiele (dem zweite Teil des Buches) oder auf Schreibübungen (dem dritten Teil des Buches). Bei den 15 „Fall“-Beispielen handelt es sich um Schilderungen aus der Tätigkeit von Ulrike Scheuermann als Schreibcoach. Hier werden „typische“ Schreibprobleme beschrieben, die es einem leicht machen, seine eigenen Komplikationen beim Schreiben einzuordnen und zu benennen. Man erfährt etwas über die möglichen Hintergründe bei Schreibschwierigkeiten und man bekommt Anregungen für eine Selbstanalyse der Situation. Am Schluss finden sich wieder Querverweise zum Weiterarbeiten. Hat man seine eigene Schreibsituation also nach Checklisten und Beispielen genauer erschlossen, dann kann man sich in aller Ruhe den Schreibübungen zuwenden, die jeweils empfohlen werden. Unter den 35 Übungen finden sich zu jedem Problem oder Thema des beruflichen Schreibens Anregungen – wie man die eigene Schreibstimme finden kann, wie man eine angenehme Schreibsituation schafft, wie man in einen Schreib-„Flow“ kommt oder wie man Textideen entwickelt, rote Fäden findet, strukturiert und korrigiert.

Die Schreibfitness-Mappe bietet alles, was zum Selbstcoaching notwendig ist. Sie verwebt die einzelnen (Gedanken-)Stränge zu einem sicheren Netz, das einen in Schreibkrisen auffängt und zu einem positiven, relativ entspannten Schreiben führen kann. Besonders gefällt mir, dass die Mappe sich von vielen Schreibratgeber mit Aussagen wie „Nehmen sie diese und diese Schreibtechnik, dann geht schon alles glatt.“ unterscheidet. Das Buch zeigt auf, dass nicht jedes Schreibproblem allein an der Technik liegt, sondern Schreiben ein sehr viel intensiverer, persönlicher Prozess ist, in den auch Emotionen, die nichts mit dem Schreiben zu tun haben, einfließen. Ulrike Scheuermann zeigt, dass viel „Psychologie“ im Schreiben steckt, aber auch viel Spaß und Selbstreflexion.

Sehr hilfreich ist auch die Aufmachung des Buches. Jede Schreibübung enthält eine Zeitangabe der notwendigen Bearbeitungsdauer. Alle 60 Hilfestellungen (Checklisten, Beispiele, Übungen) befinden sich jeweils auf einer gegenüberliegenden Doppelseite. Sogar das Blättern kann einen nicht vom Selbstcoaching abhalten. Das Buch funktioniert beinahe wie eine gedruckte Homepage, sicherlich eine Form, die den heutigen Lesegewohnheiten nahe kommt. Ich empfehle: „Checken – Vergleichen – Ausprobieren“.

Das Buch ist 2011 im Linde Verlag in Wien erschienen. ISBN 978-3-7093-0332-0

schreibpädagogik und ziele

welche ziele hat die schreibpädagogik? darauf gibt es keine klare antwort, aber schön dass das wort „ziel“ schon im plural da steht. denn da die schreibpädagogik kein klar umrissenes teilgebiet der pädagogik ist, sondern sich nur aus den wörtern „schreiben“ und „pädagogik“ zusammensetzt, bietet die unklarheit viel spielraum. man kann unter schreibpädagogik peer-education zwischen schreiben-wollenden und schon länger schreibenden verstehen, man kann darunter die anleitung von schreibgruppen verstehen, aber manche verstehen darunter auch, das „richtig“ schreiben lernen.

darum unterscheiden sich die ziele bei allen „schreibpädagogInnen“ auch gehörig. die einen wollen die kreative ader durch das schreiben bei anderen wecken. andere wollen eine schreibentwicklung durch stetiges feedback fördern. wieder andere legen großen wert auf den richtigen schreibstil, auf eine klare und ausdrucksstarke sprache und lehren diese schreibformen. gemeinsames ziel aller pädagogischen maßnahmen ist eine veränderung des schreibprozesses. gemein ist ihnen auch noch, dass das schreiben in der folge leichter fallen soll, keine große hürde mehr darstellt und der ausdruck sich verändert, letztendlich sich verbessert.

auch allen vorstellungen gemein ist die annahme, dass autoritäre oder streng strukturierte lehrmethoden, kaum einen positiven effekt auf das schreiben haben können. die entdeckung des spaßes am schreiben steht im vordergrund. denn etwas erfolgreich formuliert zu haben, Weiterlesen

„die schreibfitnessmappe“ von ulrike scheuermann – eine buchankündigung

im märz 2011, erscheint das übungsbuch zu fragen des beruflichen schreibens. ulrike scheuermann hatte vor ungefähr zwei jahren ihr schreibförderndes buch „wer reden kann macht eindruck, wer schreiben kann macht karriere“ veröffentlicht. (die rezension findet sich hier: https://schreibschrift.wordpress.com/2009/05/08/wer-reden-kann-macht-eindruck-wer-schreiben-kann-macht-karriere-ein-buchtipp/ ).

im vorangegangenen buch finden sich schon reichlich tipps und anregungen, wie mit dem schreiben im beruflichen kontext umgegangen werden kann. was mache ich, wenn mir für den bericht gerade nichts einfällt? wie finde ich die angemessene sprache in meinen geschäftlichen mails? wie erzeuge ich in meinem berufsleben einen schreibfluss? diese und viele weitere fragen werden in dem buch behandelt.

doch nun erscheint ein buch, prallvoll mit übungen, anregungen zum praktischen training und beispielen über die umsetzung. das buch „die schreibfitnessmappe: 60 checklisten, beispiele und übungen für alle, die beruflich schreiben.“ lässt erwarten, dass nach dessen lektüre so etwas wie „schreiblust“ (auch im berufsalltag) entstanden ist. dass man sich nicht beständig mit beruflichen texten quält.

weitere informationen und einen ersten einblick erhält man auf der homepage von ulrike scheuermann unter http://www.ulrike-scheuermann.de/pdfs/Flyer_DieSchreibfitnessmappe_Scheuermann_2011.pdf . das buch erscheint im linde verlag in wien. ISBN 978-3-7093-0332-0 . mitte märz wird das buch in berlin präsentiert und vorgestellt. näheres dazu demnächst hier.

spiesser lesen sarrazin

wundert das jemanden? nicht wirklich, vielleicht das ausmaß. die süddeutsche zeitung hat konsumforscher daten in statistiken über die käuferInnen des buches von thilo sarrazin auswerten lassen. in der wochenendausgabe wurden die ergebnisse von tobias kniebe vorgestellt (siehe http://www.sueddeutsche.de/kultur/thilo-sarrazin-und-seine-leser-wer-hat-angst-vorm-fremden-mann-1.1043753 ).

es stellt sich heraus, dass das buch von sarrazin überdurchschnittlich viel von männern gelesen wurde, die keine risiken eingehen wollen, ihr leben nicht in vollen zügen genießen wollen, bei denen beruflicher erfolg an erster stelle steht, die die frankfurter allgemeine sonntagszeitung lesen und die gern boulevard-, volks-, bauertheater ebenso wie kabarett- und satiresendungen sehen.

nun entdeckt tobias kniebe in diesen „ängstlichen“ männern eine schizophrene haltung, da es für ihn schwer kompatibel scheint, beruflichen erfolg an erste stelle zu setzen und keine risiken einzugehen. tja, das arbeitsleben ist schon lang nicht mehr so wild und gefährlich wie man es gern darstellt. beruflicher erfolg stellt sich bei uns hauptsächlich dann ein, wenn man sich gut anpassen kann. in unüberschaubaren zeiten sind keine experimente gefragt, auch wenn immer wieder anderes propagiert wird.

früher hatte man ein klares wort für diese klientel, die versucht ihre schäfchen ins trockene zu kriegen, die jägerzäune vor dem garten aufstellt und sich beim stammtisch ihre ängste von der seele reden, um dann wieder in ihr muffiges zuhause zurückzukehren und sich vor dem fernseher schunkelnd über andere lustig zu machen: sie hießen spiesser. heute gereicht der spiesser nur noch zu einem werbegag um die alternativen lebensformen als unangemessen zu entlarven.

früher konnten die spiesser einem noch zurufen (zumindest im westen der republik) „geh doch nach drüben!“. heute versammeln sie sich um das buch von sarrazin und sagen „geh doch nach hause!“. der spiesser hatte schon immer angst, dass seine welt aus den fugen geraten könnte, wenn er sich auf neues und unbekanntes einlässt. die ganze welt um ihn herum war eine drohung, die kontrolle zu verlieren. na ja, und vor allen dingen sein geld, seine ruhe.

heute kauft der spiesser gern den aldi-champagner, gibt sich kulinarisch versiert, früher waren es tuttifrutti aus der dose und mixed pickles aus dem glas. viel erschreckender war schon immer, dass die spiesser unser schulsystem vollständig durchlaufen haben und danach einen hang zu demagogischen panikattacken haben. Weiterlesen

was bringen mir kreativität und schreiben?

gern wird der nutzen von aktivitäten und entwicklungen betrachtet. wieso sollte ich etwas lernen und anwenden, wenn es keinen effekt für mich hat? also effekte, oder wie nadine hostettler es in ihrem kommentar formulierte, „erfolge“ hat man mit kreativität und schreiben immer, die frage bleibt, wie erweitert die kombination beider fähigkeiten meine handlungsmöglichkeiten? ich möchte hier ein paar konsequenzen benennen. doch im vorfeld noch bemerken: das kreative schreiben ist sicherlich keine wundertechnik, die uns alle zu bekannten und berühmten schriftstellerInnen macht, sondern eine ansammlung von techniken und vorgehensweisen, die uns manche tätigkeiten erleichtern können.

aber kommen wir zu den möglichkeiten, die sich aus der kombination von kreativität und schreiben ergeben können:

  • ohne großen zeitaufwand gelange ich zum regelmäßigen schreiben. etliche techniken bieten „erfolge“, also ergebnisse nach fünf bis zehn minuten. wenn ich diese zeit täglich dafür nutzen kann, schaffe ich schon erstaunliche ergebnisse.
  • durch diese unkomplizierten möglichkeiten kann ich meine eigene ehrfurcht und angst vor dem schreiben abbauen. noch zu oft denken viele, es benötige erst einmal eine grandiose idee, viel zeit und geniale schreibe, um sich effektiv auszudrücken.
  • mein schreiben entwickelt sich eher in spielerischer form, denn durch große anstrengungen.
  • ich erweitere meinen spielraum für sprache. mir fallen formulierungen und zusammenhänge ein, die sich mir vorher schwerer erschlossen hätten.
  • ich finde eine zusätzliche möglichkeit in meinem leben, mich auszudrücken.
  • ich finde eine zusätzliche möglichkeit in meinem leben, eindrücke zu verarbeiten.
  • mein blick in die „welt“ wird umfassender. ich nehme mehr wahr, laufe aufmerksamer durch den alltag.
  • dadurch erschließen sich mir mit großer wahrscheinlichkeit auch mehr handlungsmöglichkeiten im laufe der zeit. je mehr eindrücke ich verarbeite, desto mehr alternativen werden vorstellbar und anwendbar.
  • mein erweitertes und „neues“ schreiben kann sich in allen lebensbereichen ausbreiten. sowohl berufliches schreiben, soziale kontakte als auch wissenschaftliche ergebnisse und selbstreflexionen lassen sich entwickeln.
  • ganz persönlich überwinde ich vielleicht die mir in der schule nahegelegte ernsthaftigkeit beim schreiben. humor darf in meinen schriftlichen ausdruck einzug halten.
  • da beim schreiben immer auch anteile von mir einfließen, ich mich ausdrücke, kann mir das schreiben, die kreativität bei der selbstreflexion eine große hilfe sein. nun muss ich mich nicht die ganze zeit selbst reflektieren, aber umbruchphasen kann dies eine große hilfe sein.
  • nicht nur beim schreiben kann ich die ernsthaftigkeit des lebens ein wenig zurückdrängen, auch bei der bewertung meiner leistungen und „erfolge“ besteht die möglichkeit meine erwartungshaltung an mich selber ein wenig zu reduzieren.
  • selbstbewusstsein schöpft aus eigenbewertungen, der verarbeitung von fremdbewertungen und sichtbaren veränderungen in meiner lebensqualität. kreatives schreiben ermöglicht mir den blickwinkel auf mich selbst zu verändern. es garantiert zwar keinen positiven blick aber die chance, näher an eigenen bedürfnissen zu sein, erhöht sich. Weiterlesen

selbstbefragung (23) – arbeit

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich ab nun ein wenig unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „arbeit„.

  • was verstehen sie unter „arbeit“? begründen sie.
  • brauchen sie zum leben regelmäßige arbeit?
  • können sie arbeit und freizeit klar trennen? warum nicht?
  • wie weit haben sie das gefühl, dass sie sich bei ihrer arbeit selbst verwirklichen können? beschreiben sie.
  • wofür arbeiten sie? für geld, gegen die langeweile, zur steigerung ihres selbstwertgefühls, für andere oder aus anderen gründen?
  • würden sie gern weniger arbeiten?
  • wer stellt die regeln für ihre arbeit auf? sind sie zufrieden damit?
  • von was fühlen sie sich bei ihrer arbeit abhängig? begründen sie.
  • wie läuft es denn so mit den kollegInnen und den netzwerken?
  • lernen sie gern beständig dazu?

biografisches schreiben und beruf der eltern

früher war es tradition, dass die kinder, in diesem zusammenhang meist die männlichen, den beruf der eltern, in diesem zusammenhang meist des vaters, übernehmen. ebenso wurden betriebe und firmen an die kinder übergeben, damit diese im besitz der familie weitergeführt werden. das ist heute oft gar nicht mehr möglich, da sowohl der zugang zu den einzelnen berufsausbildungen erschwert ist als auch die berufsbiografien nicht mehr so eindimensional sind, wie früher.
das hat zwar zum einen den vorteil, dass unbeschwerter den eigenen interessen im berufsleben gefolgt werden kann, zum anderen aber den nachteil, dass die sicherheiten, was die berufliche zukunft angeht, rapide schwinden.

beim verfassen der eigenen lebensgeschichte und biografie kann es interessant sein, einmal zu betrachten, wodurch die eigene berufswahl beeinflusst wurde. viele kennen sicherlich noch die familiären erwartungen. am bekanntesten ist das dilemma von schauspielerInnen, die beinahe alle berichten, dass ihre eltern nicht begeistert waren von ihrer berufswahl. doch seitdem heute damit im filmgeschäft millionen verdient werden können, hat sich auch diese ablehnung abgemildert.

jedoch kann es auch sein, dass man entweder die berufe der eltern (wenn beide jeweils einem beruf nachgingen, was nicht heißen soll, hausfrau sei keine anspruchsvolle tätigkeit, jedoch wurde sie selten freiwillig gewählt), also dass man entweder die berufe der eltern ablehnte oder sich an ihnen orientierte. Weiterlesen

wer reden kann, macht eindruck. wer schreiben kann, macht karriere – ein buchtipp

für das buch von ulrike scheuermann habe ich eine rezension verfasst, die hier nachgelesen werden kann (dies sogar in groß- und kleinschreibung):

Erfolg im Job ist heute eng verknüpft mit der Fähigkeit schreiben zu können. Kaum ein Berufsfeld kommt ohne Schreibarbeit aus. Die sozialen und kreativen Berufe kennen das Schreiben als wichtigen Faktor ihrer Tätigkeit schon lang. Doch inzwischen sind auch Jobs in der Wirtschaft, im technischen Bereich oder im Dienstleistungsbereich noch stärker vom Schreiben abhängig. Allein die anwachsende Zahl täglicher Mails, die bearbeitet und beantwortet werden sollen, fordern zum Schreiben auf. Doch wie formuliert man in möglichst kurzer Zeit einen treffenden, gehaltvollen Text, der auch vom Adressaten richtig verstanden und vor allen Dingen vollständig gelesen wird?

Dieser Frage und vielen anderen in Bezug auf das Schreiben im Beruf geht Ulrike Scheuermann, Dozentin im postgradualen Masterstudiengang „Biografisches und Kreatives Schreiben“ an der Alice-Salomon-Hochschule, nach. Im ersten Teil ihres zweigeteilten Ratgebers widmet sie sich den „zehn Problemzonen des Schreibens im Job“. Anhand einleuchtender Fallbeispiele aus ihrer Tätigkeit als Schreibcoach, zeigt sie auf, welche Probleme sich für Menschen beim Schreiben ergeben können. Wer kennt nicht die Situation, dass ein Bericht erstellt werden muss und es fehlen einem sowohl die Worte als auch die Ideen für einen flüssigen Text. Für viele gestaltet sich das Schreiben am Arbeitsplatz zur Qual. Weiterlesen

vortrag zum schreiben im beruf – ein tipp

ulrike scheuermann, die hier vor kurzem ihr buch vorgestellt hat, wird am kommenden montag, den 04ten mai einen vortrag in der „urania“ in berlin halten.

Diesmal geht es ganz konkret um die Entwicklung der Schreibkompetenz:

Montag, 4. Mai um 19.30 Uhr: Besser schreiben im Beruf: Strukturiert, prägnant und souverän.

Dipl.-Psych. Ulrike Scheuermann, Schreibcoach und Autorin, zeigt Ihnen, wie es gelingt, stimmige Texte zu schreiben, die gerne gelesen werden. Sie öffnet ihren „Methodenkoffer“ und holt Werkzeuge zum Strukturieren, Sich-Kurzfassen und Verständlich-Schreiben heraus. Damit kann jeder seine Chancen erhöhen, die Leser auch wirklich zu erreichen. Lernen Sie Texte zu schreiben, die mit Interesse gelesen werden! Um den Leser zu begeistern, gehört aber noch mehr dazu: Lernen Sie, Ihre eigene Stimme in den Texten erklingen zu lassen und dadurch bei Ihren Lesern Resonanz zu erzeugen! Bitte Papier und Stift mitbringen.

Wenn möglich, bitte die Karten online oder bis eine halbe Stunde vor Beginn kaufen, denn beim letzten Vortrag waren die Plätze ausverkauft und es konnten nicht alle teilnehmen.

weitere informationen sind zu finden unter: http://www.urania.de/programm/2009/W213/

„wer reden kann macht eindruck – wer schreiben kann macht karriere“ – eine buchvorstellung von ulrike scheuermann

Vorsprung durch Texte

Ob Berufstätige und Wissenschaftler, Studierende oder privat Schreibende: Für viele ist Schreiben eine lästige Pflichtaufgabe, die zwar Zeit frisst aber wenig bringt. Doch Schreiben bietet beste Chancen für die persönliche und berufliche Entwicklung – zum Beispiel durch Methoden des Schreibdenkens, bei denen nicht für Leser geschrieben wird, sondern einzig dafür, um auf andere Weise als gewohnt weiter, anders und neu zu denken.

coverbuchIch beschreibe in meinem neuen Ratgeber „Wer reden kann, macht Eindruck – wer schreiben kann, macht Karriere“ die typische Problemzonen des Schreibens: Zum Beispiel Schreiben im Stress und unter Druck, Aufschieberitis, ausufernde Texte, nicht gelesene und beantwortete E-Mails und Leere im Kopf. Wie sich diese Probleme lösen lassen, ist mit vielen Vorschlägen, Hintergründen und Beispielen beschrieben.

Der zweite Teil ist ein Trainigsprogramm für die Schreibfitness: Nach Fitness-Check, Schreibausrüstung und Aufwärmphase geht es mit überwiegend kurzen Schreibübungen und Hintergrundinfos weiter mit Schreibsprints, Schreibmuskelaufbau und Schreibausdauertraining. Nach einem Aufschieberitis-Spezialprogramm kommt das Dehnungsprogramm, in dem der Text reift und reflektiert wird. Und schließlich kommt der Endspurt – das Überarbeiten und Veröffentlichen. Die Trainingseinheiten machen Spaß, sind anschaulich mit Abbildungen und Beispielen dargestellt und am Schluss kann sich jedeR sein eigenes Trainingsprogramm zusammenstellen.

Der Leser erfährt und übt Neues auf abwechslungsreiche und unterhaltsame Weise:

Viele Beispiele, rund 30 Übungen und über 40 Abbildungen gestalten das Lesen anregend.

Ich bin Diplom-Psychologin, Schreibcoach und Autorin. Ich bin nach elf Jahren Schreibcoachingtätigkeit Expertin für individuelles Schreibmanagement, Schreibdenken und gelungene Texte. Ich berate telefonisch und persönlich Menschen, die schreiben – vom Sachbearbeiter bis zum Geschäftsführer, vom Wissenschaftler bis zum Sachbuchautor. Als Dozentin für Schreiben bin ich an Universitäten und Fach­hochschulen tätig.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ulrike Scheuermann

www.ulrike-scheuermann.de

Das Buch, 264 Seiten, kartoniert,  ist erschienen im Linde Verlag in Wien, ISBN 978-3-7093-0240-8, http://www.lindeverlag.at

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creative business writing – werkstatttipp

sabine samonig bietet eine weitere schreibwerkstatt in Berlin an, die ich auch gern hier vorstellen möchte:

 

Creative Business Writing

Workshop: Schlüsselkompetenz Schreiben im Beruf 

 

Inhalte:

  • Kreative Schreibimpulse für den beruflichen Alltag und darüber hinaus.
  • Schreibblockaden am Schreibtisch die Stirn zeigen
  • Schreibtipps und –Strategien nutzen
  • Storytelling: das Potenzial erzählter Geschichten in der Wirtschaft

 

Zielgruppe: Interessierte, die ihre Schreibkompetenzen aufmöbeln und für den beruflichen Erfolg nutzen wollen, Gruppengröße 6 – 10 TeilnehmerInnen

 

Termin und Anmeldung:

28. März 2009, 10.00 – 18.00 Uhr, Kosten 175 Euro

Schreib Collagen! – die textwerkstatt in berlin

Sabine Samonig, MA für Biografisches und Kreatives Schreiben

www.schreibcollagen.de

sabine@schreibcollagen.de , Tel: 547 07 480

Ort: Samonig & Collegen, Grolmanstraße 36, 10623 Berlin – Charlottenburg

kreatives schreiben und geld

 

je größer die „geldvernichtung“ zur zeit an den börsen und bei den banken erscheint desto unsicherer werden die menschen ob ihrer eigenen finanziellen absicherung. sie suchen nach möglichkeiten auf diversen wegen die selbstversorgung zu organisieren. abseits der notwendigen empörung über eine zu erwartende entwicklung, sei hier die frage gestellt, kann man mit kreativem schreiben eigentlich geld verdienen?

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schreibaufgabe (12)

dieses mal soll sich in die gedankenwelt anderer versetzt werden. natürlich kann man das eigentlich nicht, aber es ist ja eine kreative schreibaufgabe. um einen anlass zu geben, sollte man sich an berufsgruppen orientieren. über was denken menschen während ihrer arbeit nacht. beschäftigt sie nur ihr job oder spielen auch viele private gedanken eine rolle? werden kollegInnen oder kundInnen abgewertet und beurteilt oder spielt das überhaupt keine rolle? was denkt eine busfahrerIn während ihrer tour? über was zerbricht sich ein therapeut den kopf während er sich die probleme anderer anhört? was denkt der metzger hinter der theke in einem großen supermarkt, wenn gerade mal kein großer andrang ist. was ist im kopf einer polizistin los, während sie nachts streife fährt? es gibt unendlich viele möglichkeiten. man / frau wähle sich als erstes einen beruf aus. dann soll mit nicht mehr als 700 worten ein innerer monolog verfasst werden. es ist natürlich freigestellt, ob die gedanken abschweifen oder sich die ganze zeit mit der tätigkeit und den kollegInnen auseinandersetzen.

p.s.: man / frau kann natürlich auch die gedanken bei der eigenen arbeit erfassen und notieren. man muss ja nicht offenlegen, dass es sich um einen selber handelt 😮

schreibpädagogik und berufstätigkeit

 

welche berufstätigkeiten lassen sich mit der schreibpädagogik ausüben? eine schwierige frage, da es die eindeutige „schreibpädagogik“ nicht gibt. denn die schreibpädagogik umklammert sozuschreiben verschieden formen des schreibens: das kreative schreiben, das biografische schreiben aber auch das wissenschaftliche schreiben, das reflexive schreiben, das assoziative schreiben und so weiter. alles verschiedene herangehensweisen an das schreiben und alle mit dem ziel, zum schluss einen annehmbaren text erstellt zu haben.

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