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schnickschnack (106)

heute kann alles und jeder gecoacht werden. vor allen dingen im arbeitsalltag sind (unternehmens)berater und coaching nicht mehr wegzudenken. wahrscheinlich ist dies eine folge der immer komplexeren welt und der imm vielfältigeren entscheidungen, die getroffen werden müssen.

das problem dabei ist, dass es scheint, wie wenn das beraten und coachen die welt nicht einfacher und verständlicher macht, sondern komplizierter. das liegt vor allen dingen daran, dass sich in diesen arbeitsbereichen eine ganz neue sprache entwickelt hat, die der juristischen sprache so langsam den rang abläuft.

es wird „beratersprech“ gesprochen, und tom hillenbrand sammelt auf seiner homepage http://beratersprech.de die schönsten ausdrücke der helfenden zunft. unter den angebotenen wort- und satzungetümen finden sich sowohl o-töne als auch erfundene sequenzen. aber witzig und schön ist es allemal. gibt die seite doch einen einblick in eine welt, der selbst die professionellen kaum mehr folgen können. aber cool klingt es allemal und man hat das gefühl, es soll einem ständig was verkauft werden 😉

noch hübscher auf der webseite ist das „beraterbingo“ (oben rechts in der kopfleiste auswählbar). dieses kann über facebook ausgedruckt und mit ins nächste meeting genommen werden. nur was passiert, wenn man mitten im meeting oder im coaching „bingo“ ruft, das wäre noch herauszufinden.

und wer einen zeitgeistigen roman oder text schreiben möchte, dem sei diese seite unbedingt ans herz gelegt. mehr beratersprech ist kaum zu finden 😀

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schreibspiele (07) – wortspiele (02)

es geht weiter mit dem jonglieren von buchstaben und worten. im vordergrund steht dabei sicherlich der spaß, aber die hier genannten spiele können auch eine anregung für weiterführende geschichten sein. es können dadurch assoziationen entstehen oder ganze sätze, die als grundlage für das weitere schreiben dienen können.

doch zurück zur generierung von worten, so lassen sich varianten entwerfen, die raum für weiterentwicklungen lassen. basis der ideen ist dieses mal scrabble (das spiel), bei dem die spielerInnen der zufälligen wahl von buchstaben unterliegen.

  • so kann eine art buchstaben-bingo gespielt werden. in einem quadrat von zum beispiel 10 mal 10 kästchen, sind drei wörter mit vier buchstaben, zwei wörter mit fünf buchstaben, zwei mit sechs buchstaben und eines mit sieben, sowie eines mit acht zu notieren. diese worte dürfen sich auch kreuzen. anschließend werden aus einer lostrommel immer wieder einzelne buchstaben gezogen. sind die notierten worte, also alle notwendigen buchstaben gezogen worden (es darf immer nur einer ausgestrichen werden) kann „bingo“ gerufen werden 😮
  • oder es werden 20 buchstaben für alle gezogen. aus diesen zwanzig buchstaben sollen möglichst lange wörter gebildet werden. hier hat die person gewonnen, die das längste wort notiert. bei gleicher buchstaben zahl stimmt die gruppe ab, welches wort ausgefallener aber gültig ist.
  • oder es wird in regelmäßigen abständen ein buchstabe gezogen, der der anfangsbuchstabe des zu notierenden wortes ist. im laufe der ziehung sollen alle notierten wörter in der reihenfolge der ziehung einen sinnvollen satz oder sogar eine geschichte ergeben. auch dies kann beliebig in den regeln verändert werden.
  • als letzte anregung ist die variante vorstellbar, dass wie bei kartenspielen die buchstaben weitergegeben werden können, die man nicht für die schaffung von wörtern gebrauchen kann. außerdem wird jedesmal ein weiterer buchstabe aufgenommen. zwischendurch können einzelne worte offengelegt werden. abgeschlossen ist das spiel, wenn eine person alle buchstaben als wörter ablegen könnte. dann wird wie beim canasta oder bei rommé nach vorher festgelegten regeln, das ergebnis der einzelnen spielerInnen gezählt und bewertet.