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ein netz-krimi zum mitschreiben und lesen

da gibt es ja diesen studiengang „biografisches und kreatives schreiben“ an der alice-salomon hochschule in berlin. unter anderem werden in dem studiengang die möglichkeiten des internets für das (kreative) schreiben ausgelotet.

dabei entstand ein interessantes angebot: mitschreiben an einem krimi im internet. lässt sich kollaborativ ein netzroman verfassen? sind geschichten gemeinsam entwickelbar? und wie geht es weiter beim „drachen von tarascon“? wer interesse hat mitzuschreiben, wende sich an die mailadresse drachevontarascon@gmail.com .

im vorfeld lohnt es sich, die geschichte um die kommissarin mayer-galotti zu lesen. das erste kapitel ist hier zu finden: http://drachevontarascon.blogspot.com/2011/12/1-kapitel-mord-oder-selbstmord.html . die darauf folgenden kapitel zum anfangsplot sind im blog zu finden (inzwischen bis kapitel 8): http://drachevontarascon.blogspot.com/ .

und möchte man nicht schreiben, aber lesen, wie es weitergeht, dann einfach den blog regelmäßig lesen oder sich per mail benachrichtigen lassen. so viel sei hier geschrieben: es geht um kunst, um deutsche geschichte, um vertauschte mailadressen, um beziehungen und um geld. alles voraussetzungen für mord und eine geschichte, die in berlin spielt.

viel spaß damit!

am rande (07)

bloggen will gelernt sein, so könnte man es auf den punkt bringen, was studierende des masterstudiengangs „biografisches und kreatives schreiben“ der alice-salomon-hochschule in berlin versuchen. sie haben einen eigenen blog, den sie mit ihren ideen, kommentaren und texten bespielen. dabei kann nachdenkliches, reflektierendes, politisches oder poetisches seinen platz finden.

schön ist dabei jedesmal die anfängliche skepsis dem medium gegenüber und dann bei etlichen das erstaunen ob der leichtigkeit und der wirkmacht von selbstgeschriebenem im netz. wahrscheinlich eine erfahrung, die alle bloggerInnen zu beginn machen. man findet sich in einem pool wieder, den man nicht einschätzen kann. man weiß nicht, wer einen liest. und doch hat man, zumindest für eine gewisse zeit, bleibendes hinterlassen. noch nie war es so leicht, sich in der öffentlichkeit zu äußern, ohne unterbrochen oder gestoppt zu werden. das ist den versuch wert.

zu finden ist der blog „schreibMut“ unter http://schreibmut.wordpress.com. ich wünsche fröhliches lesen (und eventuell enthusiastisches kommentieren).

schreibpädagogik praktisch gesehen

wie schon zu beginn der „woche der schreibpädagogik“ versprochen, möchte ich hinweise geben, wo schreibpädagogische angebote genutzt werden können. dazu habe ich einfach mir bekannte angebote gesammelt und möchte sie hier kurz vorstellen, aber vor allen dingen diese verlinken. ich kann dabei nicht sagen, ob das eine oder andere angebot das richtige für euch ist, das könnt ihr nur selber entscheiden. aber ich kann die bandbreite der angebote aufzeigen. und sollte noch jemand ein angebot übrig haben, stelle ich das auch gern als kurzen und knappen hinweis hier in den blog. einfach an mich mailen (aber bitte nur reinen text, da bilder einfach zu viel platz rauben. auch layout-schnickschnack macht hier keinen sinn. die worte sollten für sich selbst sprechen).

  • schreibcollagen – verschiedene schreibgruppen und schreibpädagogische angebote von gitta schierenbeck und sabine samonig in berlin. zu finden unter: http://www.schreibcollagen.de .
  • schreibwege – verschiedene schreibgruppen und schreibpädagogische angebote von katharina weissbach-hempel in der nähe von hamburg, also im hohen norden. zu finden unter: http://www.schreibwege.de .
  • schreibhaus lindwedel – verschiedene schreibgruppen und schreibpädagogische angebote von martina eidt, auch im norden gelegen, eben in lindwedel. zu finden unter: http://www.schreibhaus-lindwedel.de .
  • evelyn brandt – schreibpädagogin und schriftstellerin in österreich, südlich des bodensees, die verschieden schreibgruppen und schreibpädagogische angebote macht. zu finden unter: http://www.evelyn-brandt.at .
  • marlies blersch – schreibpädagogin und lebensberaterin in berlin, die verschiedene schreibgruppen und schreibpädagogische angebot macht. zu finden unter: http://www.marlies-blersch.de .
  • ulrike scheuermann – schreibpädagogin und schreibberaterin in berlin, die vor allen dingen schreibberatungen anbietet. zu finden unter: http://www.ulrike-scheuermann.de .
  • kirsten alers – schreibpädagogin in nordhessen, nähe kassel, die verschiedene schreibgruppen vor allen dingen für frauen anbietet. zu finden unter: http://www.literatur-nordhessen.de/schreibwerkstaetten/detail.php?nr=152&kategorie=schreibwerkstaetten .
  • institut für kreatives schreiben – hier versammeln sich mehrere schreibpädagogInnen in berlin, die sowohl vorort als auch per fernstudium schreibgruppen und die ausbildung zu poesiepädagogInnen anbieten. zu finden unter: http://www.iks-schreibinstitut.de .
  • masterstudiengang biografisches und kreatives schreiben an der alice-salomon-hochschule in berlin – hier kann man sich zu schreibpädagogInnen ausbilden lassen. zu finden ist der studiengang unter: http://www.ash-berlin.eu/index.php?id=769 .

hierbei handelt es sich nur um eine ganz subjektive auswahl an angeboten. wie schon geschrieben, andere vorschläge werden gern angenommen und veröffentlicht.

studierschrift – der blog zum studium

studierende des postgraduierten asterstudiengangs „biografisches und kreatives schreiben der alice-salomon-fachhochschule berlin“ haben nun ihren eigenen blog. „studierschrift“ dient dazu, erste erfahrungen mit dem bloggen zu sammeln. alle studierenden des neuen jahrgangs haben bis heute nicht gebloggt. es ist freigestellt, was in diesen blog gestellt wird.

der hauptaugenmerk liegt darauf, überhaupt vertraut zu werden mit den modernen kommunikationsmitteln des web 2.0. denn es wird in absehbarer zeit auch beim kreativen schreiben, das schreiben im und über das internet stärker genutzt werden. es gibt ja schon eine menge angebote, aber es ist auch mit weiterem zuwachs zu rechnen. denn nun kommen erst im laufe der zeit die generationen, die beinah vollständig im internet kommunizieren. und da kreatives schreiben und biografisches schreiben nicht unbedingt „DAS“ hobby von jugendlichen ist, ist erst im laufe der nächsten jahre mit einer weiteren zunahme an interessierten im netz zu rechnen.

doch zukünftige schreibpädagogInnen und schreibberaterInnen sollten auf diese entwicklung vorbereitet sein. wie in anderen berufsfeldern, finden bei der verwendung moderner kommunikationsmittel stetige veränderungen statt. bloggen ist da sicherlich ein ganz guter einstieg, da sich auch, wie wordpress 2.7 zeigt, die möglichkeiten des schreibens im netz stetig erweitern und vereinfachen werden. zu finden ist der blog der studierenden unter http://studierschrift.wordpress.com. er wird sich aber erst im laufe der nächsten zeit füllen. vielleicht gibt es dann auch ein paar zusätzliche informationen „aus erster hand“ für die, die an dem studiengang interessiert sind.

Biografisches und Kreatives Schreiben (Masterausbildung) – Eine Selbstdarstellung

Die Berliner Alice Salomon Hochschule bietet ab Herbst 2008 zum dritten Mal den Masterstudiengang Biografisches und Kreatives Schreiben an. Mit diesem Aufbaustudium reagiert die Hochschule auf das zunehmende Interesse der Sozial- und Kulturwissenschaften an individuellen Lebensgeschichten. Die Studierenden werden zu Trainern und Beratern für biografisches und kreatives Schreiben in unterschiedlichen beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Kontexten ausgebildet. Das Studium dauert vier Semester und schließt mit einer Masterarbeit ab. Es ist berufsbegleitend konzipiert, Wochenend-Präsenztermine (ca. 4 pro Semester) werden ergänzt durch internetvermittelte Lehr-Lern-Module. Der Abschlusstitel „Master in Biographic and Creative Writing“ ist verbunden mit dem Erwerb von 60 Credit Points.

 

Das Studienprogramm richtet sich an Interessenten mit einem sozial-, human- oder gesundheitswissenschaftlichen Hochschulabschluss. Die Absolventen lernen 

im Rahmen der Ausbildung Schreibbiografien von Individuen unterschiedlicher Ziel- und Berufsgruppen zu verstehen und werden befähigt zur Durchführung von kreativen und biografischen Schreibprojekten (Schreibwerkstätten) in der Gruppen- und Einzelbetreuung.

Dabei ist eine Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie und dem eigenen Schreibstil ebenso wichtig, wie die gezielte Aneignung pädagogisch-didaktischer Fähigkeiten in der Schreibgruppenleitung und Einzelbetreuung. Die Studierenden sollen eigene Forschungsinteressen im Bereich „Scheibpädagogik“ entwicklen und in ihre Handlungsfelder integrieren.

 

Die Kosten pro Semester betragen 1.200,- Euro. 

Bewerbungen sind noch möglich bis 1. September 2008.

 

Weitere Informationen: www.asfh-berlin.de (Masterstudiengänge) oder unter den Links hier im Blog zu finden.

Der Studiengang wird geleitet von Prof. Dr. Gerd Koch, fachliche Leitung durch Claus Mischon, Gastdozent, M.A.

P.S.

„Qualifikationen, die für eine Dienstleistungsgesellschaft typisch sind, etwa da Heilen, Helfen, Beraten und Spielen, müssten in den Bildungseinrichtungen die erste Rolle spielen, nicht so sehr die Qualifikationen der Industriewirtschaft: das Zählen, Wiegen und Messen. Die Zukunft der Arbeit liegt in den personennahen Dienstleistungen, die sich kombiniert marktförmig, gesellschaftlich und durch individuelle Vorlieben wecken und steuern lassen. Was spricht dagegen, dass anstelle der Herstellung und des Gebrauchs von Häusern, Kühlschränken und Autos nun das Interesse an kulturellen Diensten zur Grundlage eines eigenständigen marktwirtschaftlichen Kreislaufs wird.“

Friedhelm Hengsbach (bedeutender Sozial- und Wirtschaftsethiker), in; Diether Döring (Hg): Sozialstaat in der Globalisierung, Frankfurt/Main (es 2069) 1999, S. 50